#11 - Auszeit auf Kreta


Mitte Juli bin ich für zwei Wochen in den Süden geflüchtet - genauer gesagt nach Kreta. Zwei Wochen lang stand vor allem Eines am Programm: Erholen und die Sonne genießen. 14 Tage lang am Strand liegen war aber natürlich nicht genug für mich, deshalb haben wir vor allem in der ersten Woche den Schwerpunkt auf "Outdoor-Aktivitäten" gelegt. Obwohl meine Familie und ich schon so oft auf Kreta waren, haben wir auch diesmal wieder einiges entdeckt - deshalb gibt es heute einen Reisebericht mit ein paar Tipps, falls jemand von euch auch demnächst eine Kreta-Reise planen sollte ...


immer wieder ... Kreta!

Auf Kreta habe ich schon als Kind fast jedes Jahr den Urlaub verbracht - mit der Insel verbinde ich eine Menge wunderschöner Kindheitserinnerungen. Deshalb war ich auch sofort Feuer und Flamme, als mein Bruder letztes Jahr meinen Eltern vorgeschlagen hat, nach viiiielen Jahren einfach wieder mal "als Familie" - also zu viert - auf Urlaub zu fahren. So wie früher waren wir auch diesmal "individuell" unterwegs - ein Fan von Pauschalreisen bzw. Urlauben in großen Hotelkomplexen bin ich nämlich überhaupt nicht, vielleicht auch deshalb, weil ich beruflich ja auch immer wieder unterwegs bin und in Hotels schlafe. Die erste Woche waren wir jeweils für zwei Nächte an verschiedenen Orten, die meine Eltern in den letzten Jahren bei ihren Kreta-Urlauben entdeckt hatten und uns zeigen wollten. Die zweite Woche haben wir dann in Frangokastello im Süden der Insel verbracht - also genau dort, wo ich schon als Kind im Sand gespielt habe ;-).


Der höchste berg kretas

Gleich am Tag nach unserer Ankunft stand das absolute Outdoor-Highlight am Programm: Der "Psiloritis" ist mit einer Höhe von 2.454m der höchste Berg Kretas - wir hatten das Glück, ganz alleine am Gipfel zu stehen. Die eigentliche Route dauert mehrere Stunden, weshalb wir uns für die kurze, knackige Variante entschieden haben. Rund 1.000 Höhenmeter ging es hinauf auf den Gipfel - ich war wirklich überrascht, wie stürmisch und kühl es oben war!

 

Ein richtig cooles Erlebnis, zu viert am Gipfel zu stehen und die geniale Aussicht auf die umliegenden Berge, aber auch das Meer genießen zu können. Wer sich für die Route interessiert, findet hier nähere Informationen: http://bit.ly/2ho1DcX

 


die Samaria-Schlucht

Eines der bekanntesten Ausflugsziele Kretas ist die Samaria-Schlucht, die gleichzeitig auch mit einer Länge von rund 18km die längste Schlucht Europas ist, ist die Samaria-Schlucht. Nachdem wir diese aber schon einmal ganz durchwandert haben, stand diesmal eine gemütlichere Variante am Programm. Anstatt mit hunderten Touristen von oben nach unten zu wandern und dann mit der (überfüllten) Fähre und einem Bus zurück zum Ausgangspunkt zu fahren, fuhren wir abends mit dem letzten (kleinen) Boot nach Agia Roumeli, ans untere Ende der Schlucht. Nach der Übernachtung dort stand eine "Early Bird"-Morgenwanderung am Programm - wir sind jedoch nur rund fünf Kilometer in die Schlucht hineingewandert und haben erst nach der Rückkehr gemütlich gefrühstückt. Danach ging's ganz gemütlich mit der Fähre retour. 


Die Aradena-Schlucht

Deutlich kürzer als die Samaria-Schlucht, aber dafür umso anspruchsvoller, ist die Aradena-Schlucht. Auch hier haben wir im Laufe der Jahre die (für uns) beste Variante gefunden und am oberen Ende der Schlucht im verlassenen Ort Aradena geparkt, und sind über zahlreiche sehr steile Abkürzungen hinunter ans Meer gewandert. Nach dem Frühstück in der kleinen Marmara-Bucht ging es dann die Schlucht aufwärts retour - Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind absolut notwendig, auch auf ausreichend Wasser sollte man definitiv nicht vergessen, weil es dann doch extrem heiß werden kann ... Die Schlucht selbst ist aber wirklich wunderschön - ebenso wie die Aussicht beim Frühstück in der Bucht!

 



Städte & kulinarische tipps

 

Nachdem Frangokastello tatsächlich relativ ruhig ist, sind wir auch ein paar Mal in größere Orte bzw. Städte gefahren - auch deshalb, weil natürlich ein bisschen Shopping im Urlaub auch nicht fehlen darf :-). Nachstehend ein paar "Highlights", was das Abendessen betrifft - man findet inzwischen nämlich wirklich coole Lokale auf Kreta, die Tradition und modernes Essen (Superfood etc.) verbinden:

 

JUNG & MODERN

- Amalias Kitchen (Heraklion)

- To Rakodikeio (Rethymnon)

- Taverna Merastri (Sellia/Plakias)

- Vrisi (Plakias)

 

TRADITIONEL ("TYPISCH GRIECHISCH")

- Kali Kardia (Frangokastello)

- Arodamos (Anogia)

- Restaurant Eleni (Palaikastro)

 

 


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#03 - Eine Woche Sommer


Sommer, Sonne, Strand & Meer: Für eine ganze Woche durfte ich mich vom kalten Österreich verabschieden und zusammen mit meiner Freundin Kathi und ihrem Freund Nik ins "Paradies" fliegen - genauer gesagt nach Mauritius. Was wir dort erlebt haben und warum ich letztendlich das Vorhaben, einige Laufkilometer zurückzulegen, verwerfen musste, könnt ihr im folgenden Artikel nachlesen. Aber Achtung - dieser Blogeintrag gleicht wohl eher einem Reisebericht, und könnte eventuell auch Fernweh auslösen :-). Dennoch habe ich vor allem für jene, die demnächst auch mal nach Mauritius fliegen möchten, ein paar Tipps hineingepackt!

 

Die anreise: Luxus-Overload

Nachdem wir dank Kathi bzw. ihrer Eltern die Möglichkeit hatten, in der Business Class zu fliegen, hat der Urlaub bereits am Flughafen in Salzburg so richtig begonnen. Zunächst ging es mit einer kleineren Maschine nach Wien, wo wir fünf Stunden Aufenthalt hatten, die wir nutzten, um es uns in der Business Lounge gut gehen zu lassen. Zudem fand genau zu dieser Zeit das Herren-Rennen der World Triathlon Series in Abu Dhabi statt, das ich von Wien aus bequem auf meinem Handy verfolgen konnte. Der Flug nach Mauritius war Luxus pur - Champagner, ein dreigängiges Menü, jede Menge coole Filme, richtig viel Platz und in der Früh dann ein richtig gutes Frühstück ... ich hätte es tatsächlich dort auch noch länger ausgehalten :-).

 

Angekommen auf Mauritius hat uns dann erst mal die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit (um die 75-80% merkt man dann doch deutlich) "überwältigt" - das hat sich dann aber in den darauffolgenden Tagen relativ rasch gebessert. Mit unserem Mietauto, das wir im Laufe der Zeit dann liebevoll auf "Kurz-Kurz" getauft haben, ging es dann eine gefühlte Ewigkeit (trotz der geringen Distanz von rund 50km) durch das Nationalpark-Gebiet nach La Gaulette, wo wir nach einem Tee bei unserem Vermieter dann auch schon das Appartement beziehen konnten. 

 



Entspannen am strand

Obwohl es zunächst ziemlich ordentlich geregnet hat, haben wir uns dann nach einem schnellen Einkauf gleich mal auf den Weg zum Strand von "Le Morne" gemacht - ich war wirklich schwer begeistert vom endlosen, weißen Sandstrand und dem türkisfarbenen Meer. Das Wetter hat an diesem Tag aber einfach nicht mitgespielt, deshalb sind wir dann noch ein bisschen herumgefahren bzw. haben unseren "Kurz-Kurz" gleich mal ordentlich auf die Geländegängigkeit getestet, indem wir uns ziemlich in der Pampa verirrt haben ... Abendessen gab es dann im "Enso", wo wir uns ein verdientes, großes Bier, Mojitos und ein Thunfischsteak gegönnt haben. Unsere Nachbarn - zwei Kanadier, die in der kenianischen Botschaft arbeiten und das Appartement unter uns gebucht hatten, haben wir dann auch gleich noch kennengelernt - und sind bei ein paar Bier dann auch ordentlich "versumpft". 

 



sightseeing & relaxen

Ansonsten waren wir in den sieben Tagen auf Mauritius natürlich viel am Strand - besonders zu empfehlen ist Jener von "Le Morne" bzw. beim Hotel "LUX Le Morne", wo übrigens auch die Szenen für den Film "Oh Palmenbaum" (wer ihn nicht kennt - unbedingt im Dezember anschauen, läuft immer in der Weihnachtszeit) gedreht wurden. Der Strand ist trotz der Lage direkt vor den Hotel-Bungalows öffentlich, und echt superschön, mit Palmen und Hängematten im Wasser! 

 

Das Wetter war teilweise nicht ganz so beständig, was aber normal für diese Jahreszeit ist - die kurzen Regengüsse zwischendurch waren aber wirklich angenehm. Da wir aber natürlich auch was von der Insel sehen wollten, sind wir mit dem Auto auch viel herumgefahren - was bei Linksverkehr und der Lockerheit der Mauritianer schon mal zur Herausforderung werden kann ... die schalten nämlich gerne einfach mal die Warnblink-Anlage ein und bleiben mitten auf der Fahrbahn stehen - und das hinter einer unübersichtlichen Kurve :-). Zum Glück hat sich Nik als unser Fahrer zur Verfügung gestellt!

 

Gesehen haben wir in den 7 Tagen wirklich viel - nämlich das Zuckerrohr-Museum "L'Aventure du Sucre", die Rum-Destillerie "Le Chamarel" (wo wir auch 9 verschiedene Rum-Sorten verkosten konnten! - Sehr empfehlenswert!), die "Seven Coloured Earths" und auch die Teeplantage/Produktion von "Bois Cheri", wobei wir von der Tee-Verkostung dort ziemlich enttäuscht waren, weil die Teesorten großteils aromatisiert sind und man einfach verschiedene Päckchen bekommt, die man dann mit kochendem Wasser übergießt. Also kein wirkliches Highlight, wobei die Plantage selbst echt schön war!


Unser Outdoor-Highlight

Am vorletzten Tag sind wir relativ früh aufgestanden und auf den Berg "Le Morne Brabant" gewandert. Die erste Hälfte der Wanderung ist ganz normal auf einem Schotterweg, ab der Hälfte wird es nach einem Tor (an dem man einfach vorbeiklettern muss) dann aber tatsächlich ein wenig anstrengend - auf den Kletterpassagen haben wir dann unter der stärker werdenden Sonne ordentlich geschwitzt. Auf Tripadvisor & Co wird übrigens empfohlen, sich einen Guide zu nehmen - das haben wir allerdings nicht gemacht ... 

 

Die Aussicht war aber einfach der Hammer! - Mit Sicherheit eine der schönsten Wanderungen meines Lebens! Der Ausgangspunkt der Tour ist übrigens hier zu finden (GPS-Daten).


Let's go on a boat!

Nachdem wir an einem Tag schon mit dem Schnellboot zu der "Ile aux Cerfs" gefahren sind, wo es superschön, wenn auch relativ touristisch war, haben wir für unseren letzten Tag auf Mauritius einen Tagestrip mit dem Katamaran zu den Northern Islands gebucht - eines der absoluten Highlights für mich! Von Grand Baie aus ging es mit einem wirklich großen Katamaran (normal haben darauf 20 Personen Platz, wir waren aber nur 15) zu den Inseln - die Hinfahrt habe ich aufgrund der starken Wellen und meiner leichten Seekrankheit nicht ganz so genießen können, dafür war es dann aber dort umso schöner. Direkt vor den Inseln geankert konnten wir direkt vom Boot in das türkise Wasser springen und mit Flossen und Taucherbrillen ausgerüstet schnorcheln gehen. Die Strömung dort war unglaublich stark, sodass man ein wenig aufpassen musste, dass man nicht einfach weggetrieben wird - aber das Wasser war einfach unglaublich klar. Mittags hat dann die Crew für uns gegrillt - sowohl Barbecue als auch sämtliche Getränke (Soft-Drinks, Bier, Rum) waren inklusive, und so haben wir es uns richtig gutgehen lassen und den letzten Tag nochmal so richtig genossen. Gemeinsam mit den beiden Kanadiern, die an diesem Tag auch mit dabei waren, sind wir abends dann nochmal richtig gut kreolisch Essen gegangen. 

 

Wir haben uns übrigens für den Anbieter "Croisières Australes" entschieden und waren absolut zufrieden.

 


Ab nach Hause!

Der Abreisetag hat dann für uns schon richtig früh begonnen - um 3:30 Uhr läutete der Wecker und wir machten uns auf den Weg zum Flughafen. Dort hat dann alles auch super geklappt, leider hatte für den Rückflug nur Kathi einen Platz in der Business Class bekommen, weshalb Nik und ich hinten sitzen mussten - ist dann doch eine kleine Umstellung, wenn man beim Hinflug den kompletten Luxus hatte ;-). Abends sind wir dann in Salzburg gelandet - ich war richtig froh, dass ich mir (eigentlich "versehentlich") den Montag noch freigenommen hatte, den hab ich auch wirklich gebraucht, um zurück in den Alltag zu finden :-).

 


Klare Empfehlung!

Mauritius kann ich auf jeden Fall absolut empfehlen - die Insel ist wunderschön, extrem grün (durch den häufigen Niederschlag) und wirklich sauber. Auch die Bevölkerung haben wir als extrem hilfsbereit und freundlich kennengelernt. Trotz der armen Verhältnisse sind wir auch nie angebettelt worden - man hat einfach das Gefühl, dass die Menschen dort mit dem wenigen, das sie besitzen, absolut zufrieden und glücklich sind! Wirklich empfehlen kann ich auch unsere Unterkunft in La Gaulette - das Appartement war super ausgestattet, täglich wurde gereinigt - und wir haben es wirklich genossen, jeden Tag nach dem Abendessen gegen Mitternacht nochmal in den Pool zu springen, um uns abzukühlen. Zweimal haben wir auch Fleisch und Gemüse eingekauft und am Balkon gegrillt - einfach ein richtiges Summer-Feeling!

 




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