#31 - Experiment "Low Carb Challenge" (*Einladung)


Viele von euch haben es ja vermutlich auf Instagram mitbekommen, dass ich mich im Juni/Juli einem kleinen Experiment unterzogen habe. Die Idee dazu bzw. das Interesse daran hatte ich schon länger - und als ich beim Pure & Beauty Weekend im Pinzgau Lisa von "Koch mit Herz" kennengelernt habe, wollte ich die "30 Tage Low Carb Challenge" unbedingt auch mal probieren. Lest selbst, wie es mir dabei ergangen ist und wie ich in Zukunft meine Ernährung handhaben möchte.


Die Vorgeschichte

Bis ich vor zwei Jahren so richtig in den (Triathlon-) Sport gerutscht bin, war ich ziemlich unzufrieden mit meinem Körper. Auch heute fällt es mir oft noch schwer, zu akzeptieren, dass ich einfach eine etwas breitere Hüfte und etwas mehr Po habe, als andere Mädels bzw. Sportlerinnen. Seitdem ich aber festgestellt habe, dass man nicht unbedingt eine Top-Figur braucht, um einigermaßen schnell zu sein, klappt es um Einiges besser mit dem Selbstvertrauen :-). Natürlich habe ich ernährungstechnisch das eine oder andere ausprobiert - egal ob Dukan Diät, Heilfasten oder intermittierendes Fasten - so wirklich was gebracht hat (langfristig gesehen) nichts davon.  

 

Was leider immer wieder bei mir ein Thema ist, ist der Magen. Vor rund zwei Jahren hatte ich - vermutlich stressbedingt - ständig Gastritis und hatte regelrechte Panik vor den extremen Bauchschmerzen, die immer genau dann kamen, wenn man sie absolut nicht brauchen konnte. Im letzten Jahr sind die Bauchkrämpfe zwar generell weniger geworden, ganz los war ich sie aber nach wie vor nicht. Zudem hatte ich irgendwie immer wieder enorme Gewichtsschwankungen - was mir auch ganz schön auf die Nerven ging, weil ich einfach gemerkt habe, dass das nicht nur Muskeln sind, sondern auch Fett ... 

 

Obwohl ich noch nie etwaige Unverträglichkeiten austesten haben lasse, war ich schon der Meinung, dass ich z.B. Gluten einfach nicht so wirklich vertrage und mich generell nach Kohlenhydraten einfach müde und voll fühle. Trotzdem war aber natürlich - etwa am Frühstücksteller - immer Brot mit dabei, und natürlich jede Menge Zucker. 


Challenge accepted!

Beim Pure & Beauty Weekend stand dann auch ein Kochworkshop mit Lisa von "Koch mit Herz" am Programm. Das Lustige: Die Tirolerin war selbst früher als Triathletin aktiv (um einiges erfolgreicher als ich es bin ;-)) und auch sonst gibt es irgendwie einiges, was uns verbindet. Somit haben wir uns auch von Anfang an richtig gut verstanden. Im Workshop stellte ich schnell fest, dass "Low Carb" ganz schön gut schmecken kann und auch in der Zubereitung gar nicht so aufwändig ist, wie man vielleicht denkt.

 

Beim späteren Gespräch erzählte ich Lisa dann von meinen Magenproblemen - und sie schlug mir sofort vor, ihre Challenge auszuprobieren, weil sie die Symptome von sich selbst nur allzu gut kannte.

 

Aber 30 Tage lang ohne Industriezucker leben und fast komplett auf Kohlenhydrate verzichten? - Für mich irgendwie nicht so ganz vorstellbar.  

 


Das Prinzip

Die Low Carb Challenge ist mit Sicherheit keine Diät, sondern zielt auf eine langfristige Ernährungsumstellung ab. Wichtig ist es, sich zu Beginn mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das Problem unserer heutigen Ernährung ist - entgegen vieler Behauptungen (vor allem von früher) - nicht das Fett, sondern der Zucker und in weiterer Folge die "schlechten" Kohlenhydrate: Sie sorgen unter anderem dafür, dass der Blutzuckerspiegel ansteigt.

 

Was besonders wichtig ist: Low Carb funktioniert nicht ohne "High Fat" - das heißt, die weggelassenen Kohlenhydate müssen durch hochwertige Fette ersetzt werden, damit die Organe weiterhin optimal versorgt werden können und man sich fit fühlt.


Los geht's!

Ich muss zugeben, dass ich am Anfang dann doch ein bisschen überfordert war - Lisa wurde von mir gleich mal vorab mit einer Menge Fragen bombardiert. Besonders wichtig war mir, zu wissen, dass ich sportlich keinesfalls unter der Challenge "leide", da im Vorfeld der EM in Glasgow das Training zu diesem Zeitpunkt doch relativ intensiv war und ich keinesfalls weniger Energie haben wollte, was ich durch die Ernährungsumstellung befürchtete. Vor Beginn der Challenge bekam ich auf Lisas Website Zugang zu einem eigenen Bereich für die Challenge-Teilnehmer, wo ich eine Einkaufsliste und jede Menge Rezepte sowie konkrete Vorschläge für die Wochenplanung fand. Der Einkauf war zwar etwas mühsam, weil man tatsächlich manche Sachen nur online findet, das Meiste fand ich aber bei DM bzw. im Reformhaus. 

 

Obwohl mich Lisa vorgewarnt hatte, dass es zu Beginn durchaus etwas "hart" werden könnte und man sich mitunter auch schlapp fühlt, muss ich sagen, dass es von Anfang an gut geklappt hat. Was mir besonders sympathisch war: Lisa machte absolut kein Drama daraus, dass ich zwischendurch auch mal ein Glas Wein getrunken habe und an meinem Geburtstag die Torte genossen habe. Wichtig ist nur, dann nicht gleich den ganzen Tag zum "Cheat Day" zu erklären und wahllos Dinge in sich hineinzustopfen, sondern einfach das Glas Wein, die Torte oder was-auch-immer "auszuklammern" und sich ansonsten den restlichen Tag an die Challenge zu halten. 


Was gibt's zu essen?

Dank einem e-book mit Rezeptideen war es auch gar nicht problematisch, die passenden Gerichte zu finden. Meine Favoriten: Eierspeise mit Parmesan, Trüffelöl und Avocado zum Frühstück, Karfiolpizza mit Tomaten, Paprika und Mozzarella oder auch Faschiertes mit Tomaten, Minze und Feta (ich persönlich hab dann noch Marillen dazugegeben, was tatsächlich echt megagut schmeckt!) zu Mittag oder am Abend. -  Das letzte Gericht ist eine Eigenkreation, die eher aus Zufall (bzw. als "Restlverwertung") entstanden ist, mit der Zeit versteht man das Prinzip nämlich immer besser und wird ziemlich kreativ.

 

Außerdem am Speiseplan: Griechisches Joghurt, Beeren, Nüsse und viiiiel Lachs. Alles Lebensmittel, die ich wahnsinnig gern esse. Und siehe da: Kein einziges Mal Bauchweh, keine Leistungseinbrüche und auch ansonsten keine groben Entzugserscheinungen - obwohl es natürlich schon hart war, zu Eis, Schokolade und Kuchen "nein" sagen zu müssen. Dennoch wollte ich die Challenge unbedingt durchziehen. Wenn es allerdings mal gar nicht ging, hab ich mir ein paar der Xucker Schokodrops gegönnt. 


Mein Fazit

Mit "Low Carb - High Fat" habe ich für mich und meinen Körper eine wirklich gute Ernährungsvariante gefunden. Natürlich habe ich mich nach dem Ende der Challenge sehr über das erste Eis gefreut - und das erste Laugenstangerl :-). Auch in Schottland habe ich mich alles andere als optimal ernährt - aber schottischer Cider, Schokolade und Kuchen mussten halt einfach probiert werden. Interessanterweise hatte ich dennoch kein einziges Mal Magenkrämpfe - mein Magen scheint sich während der Challenge wirklich super erholt zu haben!

 

Für die Zukunft möchte ich mich grundsätzlich an die sogenannte "80 zu 20"-Regel halten - also zu 80% Low Carb essen, aber mir auch zwischendurch mal etwas gönnen. Vor Wettkämpfen werde ich weiterhin bei der bewährten Honigsemmel bleiben - und wenn es nur für "den Kopf" ist. 

 



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#30 - Age Group Triathlon-EM Glasgow 2018


Es war ein wahnsinnig aufregender, unvergesslicher Tag im Strathclyde Park in Glasgow: Meine zweite Triathlon-EM - nach Kitzbühel letztes Jahr war es auch die Erste im Ausland - ist bereits Geschichte und seit gestern Abend hat mich auch Österreich wieder. Im Anschluss an den Wettkampf haben meine beste Freundin Verena, die als Support mit dabei war, und ich nämlich dann noch ein paar Tage lang Schottland erkundet. Für alle, die mir zuhause die Daumen gehalten und mitgefiebert haben (und für alle anderen ;-)) gibt es hier den ausführlichen Nachbericht. 


Ankunft in Schottland

Am 8. August 2018 war es soweit: Gemeinsam mit Verena ging's von Salzburg aus über Frankfurt nach Glasgow. Übrigens ohne Rennrad, das (wie bereits im vorherigen Artikel erwähnt) bereits zwei Tage zuvor in Schottland angekommen war, da unser Flug in Bezug auf zusätzliches Sportgepäck ausgebucht war.

 

In der Nähe des Flughafens holten wir dann auch gleich unser Mietauto ab - und staunten nicht schlecht, als wir vor einem riiiesigen SUV (einem Renault Koleos, falls es jemand ganz genau wissen möchte) standen - damit hat sich dann auch direkt meine Befürchtung erübrigt, dass wir das Rad im Riesenkarton eventuell nicht in das Auto bekommen würden.

 

Die ersten Meter bei Linksverkehr waren für mich als Fahrerin zwar ungewohnt, dank Automatikschaltung ging's aber problemlos in Richtung Ferienwohnung ... oder auch nicht: Wir haben es nämlich tatsächlich geschafft, uns so oft zu verfahren, sodass wir am Ende über eine ganze Stunde länger gebraucht haben. Das Navigieren mit Google Maps & Co war tatsächlich in den ersten Tagen weitaus die größere Challenge als der Linksverkehr.

 

Unsere über Airbnb gebuchte Wohnung war dann das zweite Highlight des Tages (okay, der Karotten-Kuchen am Flughafen war eigentlich schon auch eines) - zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, alles super eingerichtet, inklusive Riesenküche und jede Menge Kochutensilien und Gewürze! Angesichts der Mengen, die beim ersten Einkauf in unserem Einkaufswagen gelandet waren, entschlossen wir uns dann kurzerhand dazu, am Abend selbst zu kochen. Die Auswahl in den großen, schottischen Supermärkten ist echt unglaublich - unendlich viel Fisch, Gemüsemischungen, Käse ... und Cider ;-).


Zweiter Tag in Glasgow

Nach dem Frühstück fuhren wir am Donnerstagvormittag zunächst erst mal zum Hotel, wo das Team vom Österreichischen Triathlonverband untergebracht war. Der große Vorteil als (Freelance-) Mitarbeiterin beim Verband: Mein Trainer/Kollege Hubert (Halbmarathon-Bestzeit übrigens 01:05h!) hat dann mein Rad auch gleich höchstpersönlich vor Ort zusammengebaut ... und ich "durfte" lediglich die Pedale selbst anschrauben. An dieser Stelle muss ich wohl auch gestehen, dass ich bisher keine Ahnung hatte, wie man ein Rennrad zerlegt - und das im Vorfeld auch nicht selbst erledigt habe, weil ich "Mädchen" nicht mal die Pedale runtergebracht habe. Hier gibt's definitiv einiges an Aufhol-Bedarf für mich, wenngleich ich in den letzten Tagen da jetzt schon einiges dazugelernt habe. Daher wohl auch der Entschluss von Hubert, das Rad besser ohne meine Unterstützung zusammenzubauen, um keine größeren Schäden oder Verletzungen an mir oder dem Rad zu riskieren :-).

 

Im Anschluss holten wir noch meine Startunterlagen ab und nutzten den freien Nachmittag, um nach Edinburgh (ca. eine Stunde entfernt) zu fahren und dort ein Stück auf den Arthur's Seat zu wandern, von wo aus man wirklich einen coolen Blick auf die Stadt hat. Auch das Zentrum der Hauptstadt Schottlands ist wunderschön - da dort allerdings derzeit das "Fringe Festival" stattfindet, war wahnsinnig viel los und wir waren dann nach einem Spaziergang inklusive Kaffee auch wieder froh, zurück ins "ruhige" Glasgow zu fahren. Abends fanden wir dann im Zentrum von Glasgow ein richtig cooles Burgerlokal und gingen anschließend noch ein bisschen in der Stadt spazieren, inklusive Beruhigungs-Achterl.



Vorbereitungen vor ort

Am Freitag fuhr Verena nach dem Frühstück alleine ins Zentrum, um sich die Stadt ein bisschen anzuschauen. Ich machte mich währenddessen auf den Weg zum Wettkampfgelände und besichtigte die Radstrecke, die - überraschenderweise, damit hatte ich echt nicht gerechnet! - ganz schön kupiert war, da es insgesamt dreimal (da drei Runden) auf einen kleinen Berg hinauf ging. Schnell stellte ich auch fest, dass die Temperaturen doch ziemlich kühl waren - dadurch ersparte ich mir aber auch das Umziehen, weil ich Radtrikot und -hose einfach über meine lange Laufbekleidung zog. Da es auch während der Besichtigung der Radstrecke etwas tröpfelte, machte mir das Wetter zu diesem Zeitpunkt generell schon irgendwie ein bisschen Sorgen - für Samstag war zu diesem Zeitpunkt nämlich echt viel Regen angesagt, was auf der sehr schmalen Radstrecke mit engen Kurven (2x 180° Wende) auch durchaus gefährlich werden konnte, was auch anschließend beim "Race Briefing" durch die Verantwortlichen vom Deutschen und Österreichischen Triathlonverband nochmal betont wurde. 

 

Aufgrund von Regen und Kälte verzichtete ich dann auch darauf, die Schwimm- bzw. Laufstrecke zu testen, checkte stattdessen mein Rad in die Wechselzone ein und fuhr zurück in unsere Wohnung, um alles für den Renntag vorzubereiten, mit Verena einkaufen zu gehen und dann gemütlich zu kochen, während wir uns das Elite-Rennen der Herren im Fernsehen anschauten, da wir für den Abend meinen Trainer Hubert und seine Frau Birgit (quasi meine "zweiten Eltern", die beide beim Triathlonverband arbeiten und mit denen es immer wahnsinnig lustig ist) zur Pasta "Party" mit Penne Blognese und Bier eingeladen hatten. Ein letzter Blick auf sämtliche Wetter-Apps vor dem Schlafengehen zeigte dann auch, dass sich die Wettervorhersage inzwischen deutlich gebessert hatte - mittlerweile war für den Samstag gar kein Regen mehr vorhergesagt, was sich tatsächlich auch bewahrheiten sollte. Mit einer "guten Mischung" aus Nervosität und Vorfreude ging ich dann relativ bald ins Bett.


It's Race day!

Am Samstag klingelte dann bereits um 4:45 Uhr der Wecker. Verena packte noch schnell Brote für ein späteres Frühstück beim Renngelände ein, während ich mich in alle verfügbaren Kleidungsschichten schmiss - und schon saßen wir im Auto auf dem Weg zum Renngelände beim "Strathclyde Park". Bei unserer Ankunft um ca. 6:00 Uhr war es wirklich extrem kalt - bei 8° Grad konnte (und wollte) ich noch gar nicht daran denken, in Kürze in das ca. 18° Grad kalte Wasser springen zu müssen.

 

Deshalb konzentrierte ich mich darauf, meinen Wechselzonen-Platz in Ruhe vorzubereiten und schaute gemeinsam mit Verena den ersten, jüngeren Athleten (die verschiedenen Altersklassen starteten getrennt im Abstand von einer halben Stunde) beim Wechsel vom Schwimmen auf's Rad zu. So spät wie nur irgendwie möglich ging ich dann in das Umkleidezelt, um mich umzuziehen. Ganz ehrlich: In so einem Moment, wenn man sich mit Gänsehaut am ganzen Körper zuerst in den Wettkampfanzug und anschließend in den Neoprenanzug zwängt und einem die Zehen währenddessen abfrieren, fragt man sich irgendwie schon, wieso man sich das eigentlich antut - aber die Vorfreude auf mein Rennen war natürlich größer :-).

 

Als wir dann eine halbe Stunde vor dem Start am Sammelplatz warteten, stieg auch endlich die Sonne etwas höher, und es wurde ein bisschen wärmer. - Und das Wichtigste:  Kein Regen weit und breit, für ein unglaubliches Wetterglück! Wenige Minuten vor unserem Start um 8:30 Uhr gab es dann auch kein Zurück mehr: Ab in's Wasser, das mir irgendwie deutlich kälter erschien als die angekündigten 18° Grad, was aber vermutlich einfach an der Außentemperatur lag, die inzwischen immerhin auf ca. 11° Grad gestiegen war. Die ersten Sekunden im Wasser bekam ich kaum Luft - zum Glück hat mir zu diesem Zeitpunkt niemand gesagt, dass das Wasser in dem Bereich, in dem wir schwimmen würden, zuvor noch chemisch behandelt werden musste, um uns bedenkenlos hinein zu lassen ... sonst wär' ich wohl einfach wieder herausgeklettert ;-).

Augen zu und durch.

Der Startschuss fiel - und ich fand mich mitten in einer Massenprügelei wieder. Da wir rund 70 Athletinnen waren, die am Steg alle nebeneinander "aufgefädelt" in einer Reihe starteten - und der Kurs entlang mehrerer Bojen verlief, galt es (theoretisch), vor der ersten Boje (ca. 150m entfernt) eine gute Position zu erwischen. Ich hätte ich mich wohl besser weiter außen positionieren sollen, denn schon auf den ersten Metern kämpfte ich zunächst ziemlich verzweifelt gegen die Panik an, die sich aus der Kälte des Wassers und den vielen Armen und Beinen um mich ergab. Vom Gefühl her schwammen wir eher über- als nebeneinander. Somit ließ ich mich etwas zurückfallen und versuchte, mich einigermaßen zu beruhigen. Was ich schon während dem Schwimmen befürchtet hatte, bestätigte sich dann beim Blick nach hinten beim Wasserausstieg - ich war tatsächlich sehr weit hinten im Feld gelandet. Dennoch war ich froh,  den kältesten Teil des Bewerbes hinter mir zu haben. 


Aufholjagd

Auf der Radstrecke konnte ich angesichts der anspruchsvollen Strecke zwar nicht wirklich viele Plätze gut machen - zum Glück verteilte sich aber zumindest das Feld ganz gut und die Strecke war komplett trocken. Bei jeder der drei Runden wurde ich natürlich von Verena lautstark angefeuert. Beim Absteigen vom Rad stellte ich dann auch sehr erfreut fest, dass meine Zehen mittlerweile wieder aufgetaut waren - somit stand einem guten, abschließenden Lauf (5km) nichts im Wege. Absolut motiviert lief ich von Anfang an ein (für meine Verhältnisse) relativ ambitioniertes Tempo, was sich auch wirklich gut anfühlte. Nach rund einem Kilometer wurde es dann auch auf der Laufstrecke anspruchsvoll, mit u.a. einem wirklich steilen Anstieg, was ich super nutzen konnte, um einige Konkurrentinnen zu überholen. Am letzten Kilometer gab dann ich nochmal Gas - rechts von mir (auf der anderen Seite des Sees) konnte ich bereits das Zielgelände sehen.


Geschafft!

Kurz vor dem Ziel standen dann Verena und Birgit, die mir - wie es sich bei einer EM gehört - ein Österreich-Fähnchen übergab, mit der ich wenige Sekunden später die Ziellinie überquerte. Im Ziel war ich dann einerseits schon ein bisschen unglücklich über die schlechte Schwimmleistung (obwohl die Schwimmzeit eigentlich gar nicht so mies war, wie befürchtet), aber auch superhappy über den abschließenden Lauf. Auch die Gesamtzeit ist angesichts der Bedingungen absolut in Ordnung. 

 

Danach freute ich mich dann auf eine heiße Dusche, bevor es noch einen Fototermin mit dem gesamten Österreichischen Team gab und ich von Verena und meinen ÖTRV-Kollegen mit Saft, Bier, Pommes und Kaffee versorgt wurde. - Die verbrauchten Kalorien hab ich damit definitiv ziemlich schnell wieder kompensiert. Das ist aber auch das Schöne nach einem Wettkampf, dass man (fast) wahllos Dinge in sich hineinstopfen kann. Von Sonntag bis Mittwoch waren wir dann mit dem Mietwagen noch ausgiebig in Schottland unterwegs - dazu folgt aber ein eigener Artikel :-).

 

Mein Fazit? Eine Europameisterschaft ist einfach ein unvergessliches Erlebnis - und einfach mit "normalen" Bewerben nicht so richtig vergleichbar - weder in Bezug auf die Gegebenheiten und die Stimmung vor Ort, noch hinsichtlich der Konkurrenz. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich in meiner Altersklasse seeehr weit hinten gelandet bin - aber um das geht es (für mich) bei einer EM auch nicht. Wenn ich mir ansehe, wie ich mich heuer - vor allem beim Laufen - gesteigert habe, dann sollte ich wohl einfach ein bisschen stolz auf mich sein - und optimistisch, dass ich mit dem richtigen Training auch noch Einiges mehr aus mir herausholen kann. Ich bin einfach dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit habe, bei so einem Event dabei zu sein. Deshalb gilt mein Dank in erster Linie meinem Trainer Hubert, der dafür sorgt, dass ich neben Job und Studium sinnvoll und gezielt trainiere, aber auch allen anderen, die immer mit mir mitfiebern, mich unterstützen (vor allem meine Mama als "Lauf-Buddy"!) und die sich mit mir über "die kleinen Erfolge" freuen. Ein ganz besonderes DANKE natürlich auch an meine beste Freundin Verena, die mich nach 21 Jahren Freundschaft einfach in und auswendig kennt und vor Ort wirklich alles getan hat, um mich perfekt zu unterstützen. Ich glaub, keine hat an der Strecke lauter geschrien ;-).

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#28 - Das war das Pure & Beauty Weekend (*Einladung)


Wochenlang hab ich mich darauf gefreut: Mein allererstes Blogger-Wochenende! Vergangenen Samstag war es dann soweit - die (viel zu große) Tasche ins Auto und auf ging's in den Pinzgau, genauer gesagt nach Mittersill. Mit im Gepäck: Eine Riesen-Vorfreude auf das, was mich in den kommenden eineinhalb Tagen erwarten würde und auch eine ordentliche Portion Neugier, wie das Ganze ablaufen und wen ich dort so kennenlernen würde. Und eines sei schon jetzt verraten: Das "Pure & Beauty Weekend" hat alle Erwartungen übertroffen!

Pure Encapsulations?

Zwar sind die Produkte von Pure Encapsulations vor allem in der Sportler-Szene durchaus bekannt, dennoch fragt sich aber jetzt der/die Eine oder Andere gerade, wovon hier eigentlich die Rede ist bzw. von wem ich hier eingeladen worden bin: Pure Encapsulations steht für Mikronährstoffe - genauer gesagt, für hochwertige Reinsubstanzen, und zwar ohne irgendwelche Zusatzstoffe. Es geht also um Nahrungsergänzungsmittel. Im Unterschied zu den sogenannten Makronährstoffen wie Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß liefern Mikronährstoffe keine Energie, sondern sind vor allem Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente - sie sind aber notwendig, damit der Körper gut versorgt ist und man sich fit und leistungsfähig fühlt. 


Ankunft im Sonnberghof

Nach einer zweistündigen Fahrt kam ich - mit leichter Verspätung (eh peinlich, wenn diejenige mit dem kürzesten Anfahrtsweg zu spät kommt) dann im Landhotel Gut Sonnberghof an. Wenn man dort aus dem Auto aussteigt, stellt man schnell fest, dass es hier perfekt zum Entspannen ist - rundherum Berge und ein traumhaft schöner Schwimmteich - einfach perfekt für alle, die gerne in der Natur entspannen. Auch das Zimmer sorgte für zusätzliche Begeisterung: Traditionell und gleichzeitig modern, mit ganz viel Holz und einem Wahnsinns-Ausblick vom Balkon. Um all das zu bewundern, war zunächst aber nicht viel Zeit - denn unten wartete schon das Team von Pure Encapsulations, um uns Blogger bei hausgemachtem Sirup und Smoothies zu begrüßen. Das erste Highlight ließ auch nicht lange auf sich warten: Als Willkommensgeschenk gab es für Jede von uns ein Shirt mit aufgedrucktem Blog-Namen! Was für ein cooler Start in ein spannendes Wochenende :-).


Kochkurs - "koch mit Herz"

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde starteten wir dann auch schon mit dem ersten Programmpunkt: Lisa von "Koch mit Herz" hatte in der Outdoor-Küche schon alles vorbereitet und sich richtig coole Rezepte - natürlich mit ganz vielen Mikronährstoffen - überlegt, die wir nun in Gruppen aufgeteilt kochen durften. Gemeinsam mit Lisa und Lydia stellte ich mich der Herausforderung "Quinoa-Salat", die wir natürlich perfekt meisterten.

 

Einige Zeit und jede Menge Gemüse-Schnippeln, Kochtopf-Rühren und Zutaten-Schichten später waren die Kunstwerke dann auch fertig und wurden - ebenso wie Nudeln aus Karotten, Karfiol-Pizza und Chia-Pudding - anschließend gemütlich verkostet. Besonders begeistert hat mich übrigens die Karfiol-Pizza, der "Teig" ist nämlich tatsächlich fast komplett geschmacksneutral und auch von der Konsistenz absolut gemial.

 

Fazit: Low-Carb kann echt richtig gut schmecken :-). Im Nachhinein hab ich mich übrigens dazu entschlossen, bei Lisas "30 days challenge" mitzumachen und weitgehend auf Industriezucker, Kohlenhydrate und Gluten zu verzichten. Dazu kommt aber in den nächsten Wochen ganz sicher noch ein separater Blogartikel.


Insta-Walk

Nach dem Essen wurden schnell die Schuhe gewechselt - und ab ging's in den Wald zum gemeinsamen Insta-Walk. Bei mehreren Stationen, die unglaublich hübsch gestaltet worden waren, lernten wir nicht nur jede Menge über Mikronährstoffe selbst, sondern auch darüber, welche Faktoren im Alltag uns diese wieder rauben bzw. dass Lebensmittel, etwa aufgrund langer Transportwege, oft am Ende gar nicht mehr so gesund und vitaminreich sind, wie man eigentlich glaubt. Besonders spannend: An der letzten Station mussten wir schätzen, welche Menge Butter, Lachs, Eier oder Champignons man täglich zu sich nehmen müsste, um ausreichend (also rein durch die Nahrung) mit Vitamin D versorgt zu sein. Ich sag' nur: 1kg Butter, 10 Eier, 1kg Champignons ... nur die 250g Lachs wären (wenn auch nicht täglich) einigermaßen realistisch ... 


DIY-Pflegeprodukte Workshop

Am Abend wartete dann nach einem kurzen Snack ein weiterer Programmpunkt auf uns: Unter der Anleitung von Anita Bechloch von "The Glow" durften wir uns - natürlich auf unsere individuellen Bedürfnisse abgestimmte - Gesichtspflegeprodukte zusammenstellen. Das Ganze fand übrigens als Pyjamaparty im Wellnessbereich des Hotels statt - jede Menge wertvolle generelle Tipps zur Hautpflege inklusive. Unglaublich, wie schnell man sich aus Salz, ätherischen Ölen etc. Peelings, Tonic und Serum zusammenstellen kann.

 

Das Highlight war dann die Gesichtsmaske aus Joghurt, Honig, Tonerde und (in meinem Fall) Lavendelöl - die wurde natürlich auch von allen gleich getestet.

 

Bei einem Glas Prosecco hatten wir dann auch noch ausreichend Zeit, um das Pure-Team schon mal mit der einen oder anderen Frage zu bombardieren, uns einfach alle ein bisschen näher kennenzulernen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.



Start in den zweiten Tag

Der zweite Tag begann - auf freiwilliger Basis - bereits um 6:00 Uhr in der Früh mit einer Yoga-Einheit. Eigentlich bin ich ja überhaupt kein Yoga-Typ, vor allem deshalb, weil ich einfach nicht sonderlich beweglich bin. Ich muss aber sagen, dass die Stunde wirklich cool war - und vor allem: Sehr entspannend. Danach war erst mal Frühstück angesagt, bevor wir leider auch schon unsere Sachen packen mussten.

 

Anschließend ging es mit der Seilbahn hinauf auf die Resterhöhe, von wo aus wir einen genialen Blick auf die Kitzbüheler Alpen hatten. Nachdem es allerdings doch relativ kühl war, waren wir froh, dass der nächste Programmpunkt im Inneren des Bergrestaurants "Pinzgablick" stattfand.

 

In den folgenden Stunden lernten wir in einem Makrameè-Workshop mit Jen von Dhavi Designs, wie man einen eigenen Beutel, aber auch Schlüsselanhänger und Wohnaccessoires knüpft. Auch hier wieder die Überraschung: Ich bin zwar gar kein Handarbeitstyp, habe aber die (zugegebenermaßen sehr einfachen) Technik relativ schnell erlernt und schnell festgestellt, dass das vor-sich-hinknüpfen unglaublich entspannend ist.


Es wird spannend ...

Ein Programmpunkt, auf den ich mich besonders gefreut hatte, war das Gespräch mit den Experten von Pure Encapsulations, in dem es um unsere Mikronährstoff-Analyse ging. Im Vorfeld haben wir nämlich alle unser Blut beim Hausarzt abnehmen lassen und an ein Labor geschickt. Gerade, weil ich durch meine (zum Glück nicht zu schwere) Schilddrüsenunterfunktion regelmäßig Blutbilder machen lassen muss und auch Magnesium und BCAAs einnehme, aber dennoch immer das Gefühl habe, dass mir "irgendetwas fehlt". Genau das hat sich dann auch bei der Analyse bestätigt - im Gespräch habe ich nicht nur erfahren, welche Mikronährstoffe mir fehlen, sondern auch, wie ich manches einfach durch die Ernährung ausgleichen kann - und wie mich die Pure Produkte unterstützen können. 

 

Generell finde ich den Ansatz von Pure super: Sie möchten nämlich nicht, dass ihre Kunden wahllos Kapseln & Co einwerfen, sondern ganz gezielt nur die Substanzen einnehmen, die sie auch wirklich benötigen. Das bedeutet auch, dass nicht jeder Mangel gleich nach Nahrungsergänzungsmittel verlangt, sondern vieles, wie gesagt, auch mit einer gesunden Ernährung ausgeglichen werden kann.

 


Ein Wochenende voller Highlights!

Mit einer Liste an ausgewählten Pure Produkten, die mich in Zukunft hoffentlich beim Sport, der Regeneration - aber vor allem auch im Alltag - unterstützen, ging's dann am Sonntagnachmittag wieder nach Hause. Außerdem im Gepäck: Die Erinnerung an ein superschönes, sehr gelungenes Bloggerwochenende und viele neue Bekanntschaften. Gestern ist dann auch das Paket mit den Produkten angekommen, die mir (danke dafür!!!) von Pure zur Verfügung gestellt werden und die ich in den nächsten Wochen und Monaten einnehmen werde, um dann auch hier in einem eigenen Artikel dann darüber zu berichten ... sicherlich ist da für manche von euch auch etwas dabei :-). 

 

An dieser Stelle möchte ich nochmals DANKE an das Team von Pure Encapsulations sagen - nicht nur für die Einladung zum Pure & Beauty Weekend, sondern vor allem auch für die vielen Highlights vor Ort, die das Wochenende zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Man hat an allen Ecken und Enden gesehen (und sieht es sicher auch auf den Fotos), wieviel Aufwand und Liebe zum Detail hier im Vorfeld und während dem Wochenende im Spiel war. 

© Cliff Kapatais/pixelcoma.at

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#16 - Viel Veränderung


Einiges ist den den letzten Wochen passiert - und auch, wenn ich zwischenzeitlich nicht alles zu 100% positiv sehen konnte, so bin ich jetzt doch wirklich zufrieden mit der Veränderung, die sich in Hinblick auf 2018 ergeben hat. Auch sportlich lief's in den letzten Wochen nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt hätte: Die Schmerzen im Hüftbeuger sind jetzt aber endlich entgültig Vergangenheit und sobald ich meine starke Verkühlung, die mich die letzte Woche beschäftigt hat, komplett überwunden habe, steht den Trainingseinheiten und Skitouren absolut nichts mehr im Wege. Mit dem Silvesterlauf in Seekirchen wartet ja noch ein letzter Wettkampf in diesem wirklich spannenden Jahr auf mich - da wird noch einmal Gas gegeben! Neu ist auch unser Familienmitglied "Lenny" - ein Beagle, auf den wir uns monatelang gefreut haben und der uns momentan ganz schön auf Trab hält und wahnsinnig viel Freude macht.


Time for a change!

Nach fast 4 1/2 Jahren war es für mich aus verschiedenen Gründen an der Zeit, Dachstein zu verlassen. Nach ein paar Tagen, in denen ich erst mal ein bisschen mit Allem abschließen und auch überlegen musste, was ich nun machen will, ist der Plan für die nächsten Wochen relativ konkret: Ich werde mir erst mal ein paar Wochen Pause gönnen und darf beim Österreichischen Triathlonverband, für den ich nebenbei ja schon länger als Freelancer tätig war, voraussichtlich ab Jänner mehr Aufgaben übernehmen. Das bedeutet auch, dass ich mich mehr auf mein Studium konzentrieren kann - und ich freue mich wahnsinnig, nun ein größerer Teil des ÖTRV-Teams werden zu dürfen ... und nun beruflich auch mehr mit dem Sport zu tun haben zu dürfen, zu dem ich letztendlich ja selbst durch den Verband gekommen bin. Aber auch die 4 1/2 Jahre bei Dachstein waren eine wirklich coole Zeit und ich hab viel dort lernen dürfen. Dafür bin ich dem ganzen Team dankbar - und werde gespannt verfolgen, was sich bei Dachstein so tut.

 

Früher oder später werde ich mich dann wieder nach einem 30h-Job umsehen, der neben dem berufsbegleitenden Studium gut schaffbar ist, aber das kann ich nun ohne Druck in den nächsten Wochen und Monaten machen. 

 


Mehr Zeit für Sport

Sobald ich dann auch wieder richtig fit bin, möchte ich das Lauftraining wieder aufnehmen - aber auch mehr Zeit im Hallenbad verbringen, da ich jetzt natürlich zeitlich um einiges flexibler bin und somit zu den Zeiten trainieren kann, an denen relativ wenig los ist. Auch für die eine oder andere Skitour sollte jetzt definitiv Zeit sein. Die Freizeit, die ich nun plötzlich zur Verfügung habe, möchte ich so gut es geht nutzen, um all das aufzuholen, wozu ich in den letzten Wochen oft nicht gekommen bin.

 


Lenny in Tha' House!

Ganz neu in meinem/unseren Leben ist auch ein kleiner Beagle-Welpe, für den wir uns rund 1 1/2 Jahre nach dem Verlust von unserem "Hunter" entschieden haben. Lenny ist zwar in erster Linie natürlich der Hund meiner Eltern und wohnt dementsprechend auch in meinem Elternhaus in Siezenheim, natürlich möchte ich aber auch so viel Zeit wie möglich mit ihm verbringen ... kein Wunder also, dass ich momentan ganz viel Zeit daheim verbringe und hier nun auch einen Arbeitsplatz habe, an dem ich gerade täglich am Jahresbericht für den ÖTRV arbeite. 

 

Lenny ist jetzt drei Monate alt und gibt ganz schön Gas - seine anfängliche Schüchternheit hat er überraschend schnell abgelegt und ist ziemlich frech und neugierig. Nachdem er die ersten Wochen noch nicht alleine über die Stiege in den Garten hinunter bzw. anschließend wieder hinaufgehen darf, muss man eigentlich stündlich mit ihm auf "Lackerl-Mission" :-).

 



Weihnachten & Silvester

Und so verbringe ich die Weihnachtszeit heuer irgendwie ganz anders, als in den letzten Jahren, wo alles immer sehr stressig und hektisch war. Plötzlich so viel Zeit für sich und andere zu haben, ist ein Riesen-Luxus, den ich jetzt auch wirklich schätze. Weihnachten werden wir wie immer mit der Familie im kleinen Kreis verbringen - und an Silvester habe ich, nachdem tagsüber ja der Silvesterlauf in Seekirchen stattfindet, auch nichts Spektakuläres geplant. 

 

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und erholsame Feiertage!

 

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#14 - Kurzes Update zwischendurch


Seit dem letzten Bericht sind viiiele Wochen vergangen - deshalb ist es wohl wieder mal Zeit für ein kurzes Update. Wer jetzt glaubt, dass in der Zwischenzeit nichts passiert ist, der täuscht ich allerdings - egal ob sportlich oder beruflich, bei mir tut sich gerade einiges. Vor allem, weil ich seit Anfang Oktober wieder (Teilzeit-) Studentin bin -aber auch, weil ich es im Herbst nochmal lauftechnisch wissen will und somit auch in der "Off-Season" ein paar Wettkämpfe am Programm stehen bzw. standen.


Back to the roots!

Nicht, dass es mir beruflich oder sportlich an Herausforderungen fehlt - aber ein Masterstudium hatte ich natürlich seit meinem Bachelor-Abschluss immer wieder auf meiner "Bucket List". Immerhin ganze vier Jahre hat es gedauert, bis ich mich zu 100% dazu entschließen konnte und es war von Anfang an klar, dass aus mir keine Vollzeit-Studentin mehr wird, jetzt, wo ich mich so sehr an das Arbeitsleben, regelmäßiges Einkommen und natürlich auch die sportlichen Möglichkeiten, die mit Letzterem zusammenhängen, gewöhnt habe. Bereits im Frühling habe ich mich deshalb an der Fachhochschule Kufstein, wo ich auch mein Bachelor-Studium absolviert habe, beworben - und wenig später schon die Zusage bekommen. Glücklicherweise gab mir auch mein Chef seinen Segen, was alles andere als selbstverständlich ist, da wir auch firmenintern (zumindest in der Zukunft) kleinere Adaptionen vornehmen müssen, um mich für die neue Herausforderung "freizuspielen". 

 


Arbeit, Studium & Sport?

Ab sofort arbeite ich somit nur noch 28,5h/Woche und habe folglich auch keinen All-In-Vertrag mehr. Wer sich jetzt fragt, wie ich all das - inklusive Triathlon-Training und Wettkämpfe - unter einen Hut bekommen möchte: Ich glaube (und hoffe), dass alles mit gutem Zeitmanagement, Ehrgeiz und ein bisschen Konsequenz machbar ist. Dank meinem Trainer, mit dem ich mich ja regelmäßig abstimme, sollte es auch nicht an der Trainingsplanung scheitern.

 

Somit sollte auch nebenbei noch ausreichend Zeit für's Training bleiben, obwohl ich künftig den Freitagnachmittag sowie den kompletten Samstag im Hörsaal verbringen darf. Fest steht aber auch, dass ich neue Ziele, wie etwa eine Mitteldistanz, erst mal verschieben werde, da ich ohnehin mit der Vorbereitung für die Europameisterschaft in Glasgow im August zu tun haben werde.


keep on running ...

Nachdem ich glücklicherweise nach wie vor absolut schmerzfrei laufe - was ja nach den enormen, ständigen Schmerzen, die ich während der Vorbereitung für Kitzbühel in der Wade hatte, absolut keine Selbstverständlichkeit für mich ist - steht einigen Wettkämpfen im Herbst nichts im Wege. Das große Ziel ist aber natürlich der Halbmarathon in Verona, der am 19. November 2017 stattfinden wird, und bei dem ich eeendlich die 1:50:00 Marke knacken will ...

 

Nach der Triathlonsaison steht nun wieder die Grundlagen-Ausdauer ganz oben auf der Liste. Was bedeutet: Laaange, sehr langsame Einheiten, die manchmal ein bisschen langweilig bzw. frustrierend sein können. Deshalb kam mir der eine oder andere Bewerb gerade recht, um zwischendurch ein bisschen Gas zu geben und die eine oder andere Zeit zu verbessern :-).


"Team Dachstein" beim Salzburger Businesslauf

Bereits Mitte September ging ich gemeinsam mit meinen beiden Kollegen Armin und Philipp beim Businesslauf in Salzburg an den Start. Bei starkem Regen konnte ich auf der durchaus sehr selektiven Strecke - mit Treppen, 90° Kurven und zwei Tiefgaragen-Durchquerungen - dann auch eine neue persönliche Bestzeit erzielen. Mit meiner Zeit von 27:51 auf die knapp 6km war ich an diesem Tag mehr als zufrieden, vor allem, weil ich eigentlich gar nicht gedacht hätte, dass ich aus dem Grundlagen-Training heraus eine Durchschnitts-Pace von 4:43/km laufen kann :-). 

 

Mit dem Team haben wir außerdem sogar den 8. Rang (von 319 Teams!) in der Mixed-Wertung belegt. Ziemlich amüsant finde ich übrigens das Foto von Salzburg24 (siehe anbei) bzw. die vielen Jungs hinter mir, bzw. das "Gespenst im Regen-Poncho". 


Neue Erkenntnisse ...

Kurz darauf war ich dann gemeinsam mit meiner Mama in Weinburg (Niederösterreich), da wir beide für unseren Laufverein die Ausbildung zum "Übungsleiter Laufsport" machen durften.

 

4 Tage mit viiielen neuen Inputs und auch einigen Praxiseinheiten. Bereits am ersten Tag ging's für alle auf die Laufbahn für einen Laktattest. - Für mich das absolute Highlight, da ich nur die Werte von Anfang 2016 hatte, bevor ich überhaupt regelmäßig trainiert habe. Deshalb war ich wirklich gespannt darauf, wie ich mich so entwickelt habe.

 

Fazit: Sie existiert tatsächlich, die Grundlagen-Ausdauer! Ich muss sagen, ich war ganz schön beeindruckt von dem Unterschied zwischen den beiden Tests. Außerdem versteh  ich jetzt auch meinen eigenen Trainingsplan besser bzw. weiß, dass mein Trainer Hubert mir die richtigen Einheiten aufschreibt :-).


Wolfgangsee-Uferlauf

Am 15. Oktober 2017 ging's zum 10km Uferlauf, der im Rahmen des Wolfgangseelaufs stattfand. Mein Ziel war natürlich, auf der leicht kupierten Strecke die Bestzeit vom Vorjahr zu unterbieten und die 50min. zu knacken - was mir beides auch gelungen ist. Wenn ich ganz ehrlich bin, hätte ich mir zwar etwas mehr erhofft, was die Zeit anbelangt, aber mit 49:22 min. war ich trotzdem ganz zufrieden: Über zwei Minuten schneller als letztes Jahr - und zum ersten Mal sub-50 auf 10km.

 

Irgendwie war ich an dem Tag aber auch körperlich einfach nicht ganz so gut drauf und hatte von Anfang an mit starkem Seitenstechen und zwischendurch auch Übelkeit zu kämpfen. Somit darf ich mich auf keinen Fall beschweren - auch deshalb nicht, weil ich ja eigentlich gar nicht auf kurze Bewerbe trainiert habe - und in der Team-Marathon-Wertung gemeinsam mit meiner Mama und einer Bekannten von uns den 3. Rang erreicht hab :-)).


Oktoberlauf St. Johann

Am Nationalfeiertag stand dann schon der nächste Wettkampf auf dem Programm - beim Oktoberlauf in St. Johann bin ich auch schon im vergangenen Jahr gestartet und durfte mich damals über Rang 2 in meiner Altersklasse freuen. Somit stand dieser Bewerb natürlich auch heuer wieder auf meiner Liste - und ganz heimlich hab ich natürlich schon von einem weiteren Podestplatz geträumt :-). 

 

Das "Spezielle" am Oktoberlauf ist die knackige Steigung, die in jeder der insgesamt vier Runden zu bewältigen ist. Dafür kann man aber auf der Geraden und auf der Bergab-Passage ordentlich Gas geben, was ich (für meine Verhältnisse) auch gemacht hab. Am Ende war ich dann rund  1 1/2 Minuten schneller als im Vorjahr - und auch, wenn es diesmal nur für Rang 3 gereicht hat, war ich richtig happy!



Es wird ernst ...

Wieder einmal ist die Zeit viel zu schnell vergangen - in genau 3 Wochen hab ich meinen Halbmarathon in Verona schon hinter mir, sitze hoffentlich schon mit einem Aperol Spritz in einer Pizzeria und freue mich über eine neue Bestzeit :-). Bis dahin stehen noch einige Trainingseinheiten am Plan, und auch beruflich ist momentan absolute "Kampfzeit". Ich freu mich aber natürlich schon auf den "großen Tag" - und werde euch auf dem Laufenden halten!

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