#31 - Experiment "Low Carb Challenge" (*Einladung)


Viele von euch haben es ja vermutlich auf Instagram mitbekommen, dass ich mich im Juni/Juli einem kleinen Experiment unterzogen habe. Die Idee dazu bzw. das Interesse daran hatte ich schon länger - und als ich beim Pure & Beauty Weekend im Pinzgau Lisa von "Koch mit Herz" kennengelernt habe, wollte ich die "30 Tage Low Carb Challenge" unbedingt auch mal probieren. Lest selbst, wie es mir dabei ergangen ist und wie ich in Zukunft meine Ernährung handhaben möchte.


Die Vorgeschichte

Bis ich vor zwei Jahren so richtig in den (Triathlon-) Sport gerutscht bin, war ich ziemlich unzufrieden mit meinem Körper. Auch heute fällt es mir oft noch schwer, zu akzeptieren, dass ich einfach eine etwas breitere Hüfte und etwas mehr Po habe, als andere Mädels bzw. Sportlerinnen. Seitdem ich aber festgestellt habe, dass man nicht unbedingt eine Top-Figur braucht, um einigermaßen schnell zu sein, klappt es um Einiges besser mit dem Selbstvertrauen :-). Natürlich habe ich ernährungstechnisch das eine oder andere ausprobiert - egal ob Dukan Diät, Heilfasten oder intermittierendes Fasten - so wirklich was gebracht hat (langfristig gesehen) nichts davon.  

 

Was leider immer wieder bei mir ein Thema ist, ist der Magen. Vor rund zwei Jahren hatte ich - vermutlich stressbedingt - ständig Gastritis und hatte regelrechte Panik vor den extremen Bauchschmerzen, die immer genau dann kamen, wenn man sie absolut nicht brauchen konnte. Im letzten Jahr sind die Bauchkrämpfe zwar generell weniger geworden, ganz los war ich sie aber nach wie vor nicht. Zudem hatte ich irgendwie immer wieder enorme Gewichtsschwankungen - was mir auch ganz schön auf die Nerven ging, weil ich einfach gemerkt habe, dass das nicht nur Muskeln sind, sondern auch Fett ... 

 

Obwohl ich noch nie etwaige Unverträglichkeiten austesten haben lasse, war ich schon der Meinung, dass ich z.B. Gluten einfach nicht so wirklich vertrage und mich generell nach Kohlenhydraten einfach müde und voll fühle. Trotzdem war aber natürlich - etwa am Frühstücksteller - immer Brot mit dabei, und natürlich jede Menge Zucker. 


Challenge accepted!

Beim Pure & Beauty Weekend stand dann auch ein Kochworkshop mit Lisa von "Koch mit Herz" am Programm. Das Lustige: Die Tirolerin war selbst früher als Triathletin aktiv (um einiges erfolgreicher als ich es bin ;-)) und auch sonst gibt es irgendwie einiges, was uns verbindet. Somit haben wir uns auch von Anfang an richtig gut verstanden. Im Workshop stellte ich schnell fest, dass "Low Carb" ganz schön gut schmecken kann und auch in der Zubereitung gar nicht so aufwändig ist, wie man vielleicht denkt.

 

Beim späteren Gespräch erzählte ich Lisa dann von meinen Magenproblemen - und sie schlug mir sofort vor, ihre Challenge auszuprobieren, weil sie die Symptome von sich selbst nur allzu gut kannte.

 

Aber 30 Tage lang ohne Industriezucker leben und fast komplett auf Kohlenhydrate verzichten? - Für mich irgendwie nicht so ganz vorstellbar.  

 


Das Prinzip

Die Low Carb Challenge ist mit Sicherheit keine Diät, sondern zielt auf eine langfristige Ernährungsumstellung ab. Wichtig ist es, sich zu Beginn mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das Problem unserer heutigen Ernährung ist - entgegen vieler Behauptungen (vor allem von früher) - nicht das Fett, sondern der Zucker und in weiterer Folge die "schlechten" Kohlenhydrate: Sie sorgen unter anderem dafür, dass der Blutzuckerspiegel ansteigt.

 

Was besonders wichtig ist: Low Carb funktioniert nicht ohne "High Fat" - das heißt, die weggelassenen Kohlenhydate müssen durch hochwertige Fette ersetzt werden, damit die Organe weiterhin optimal versorgt werden können und man sich fit fühlt.


Los geht's!

Ich muss zugeben, dass ich am Anfang dann doch ein bisschen überfordert war - Lisa wurde von mir gleich mal vorab mit einer Menge Fragen bombardiert. Besonders wichtig war mir, zu wissen, dass ich sportlich keinesfalls unter der Challenge "leide", da im Vorfeld der EM in Glasgow das Training zu diesem Zeitpunkt doch relativ intensiv war und ich keinesfalls weniger Energie haben wollte, was ich durch die Ernährungsumstellung befürchtete. Vor Beginn der Challenge bekam ich auf Lisas Website Zugang zu einem eigenen Bereich für die Challenge-Teilnehmer, wo ich eine Einkaufsliste und jede Menge Rezepte sowie konkrete Vorschläge für die Wochenplanung fand. Der Einkauf war zwar etwas mühsam, weil man tatsächlich manche Sachen nur online findet, das Meiste fand ich aber bei DM bzw. im Reformhaus. 

 

Obwohl mich Lisa vorgewarnt hatte, dass es zu Beginn durchaus etwas "hart" werden könnte und man sich mitunter auch schlapp fühlt, muss ich sagen, dass es von Anfang an gut geklappt hat. Was mir besonders sympathisch war: Lisa machte absolut kein Drama daraus, dass ich zwischendurch auch mal ein Glas Wein getrunken habe und an meinem Geburtstag die Torte genossen habe. Wichtig ist nur, dann nicht gleich den ganzen Tag zum "Cheat Day" zu erklären und wahllos Dinge in sich hineinzustopfen, sondern einfach das Glas Wein, die Torte oder was-auch-immer "auszuklammern" und sich ansonsten den restlichen Tag an die Challenge zu halten. 


Was gibt's zu essen?

Dank einem e-book mit Rezeptideen war es auch gar nicht problematisch, die passenden Gerichte zu finden. Meine Favoriten: Eierspeise mit Parmesan, Trüffelöl und Avocado zum Frühstück, Karfiolpizza mit Tomaten, Paprika und Mozzarella oder auch Faschiertes mit Tomaten, Minze und Feta (ich persönlich hab dann noch Marillen dazugegeben, was tatsächlich echt megagut schmeckt!) zu Mittag oder am Abend. -  Das letzte Gericht ist eine Eigenkreation, die eher aus Zufall (bzw. als "Restlverwertung") entstanden ist, mit der Zeit versteht man das Prinzip nämlich immer besser und wird ziemlich kreativ.

 

Außerdem am Speiseplan: Griechisches Joghurt, Beeren, Nüsse und viiiiel Lachs. Alles Lebensmittel, die ich wahnsinnig gern esse. Und siehe da: Kein einziges Mal Bauchweh, keine Leistungseinbrüche und auch ansonsten keine groben Entzugserscheinungen - obwohl es natürlich schon hart war, zu Eis, Schokolade und Kuchen "nein" sagen zu müssen. Dennoch wollte ich die Challenge unbedingt durchziehen. Wenn es allerdings mal gar nicht ging, hab ich mir ein paar der Xucker Schokodrops gegönnt. 


Mein Fazit

Mit "Low Carb - High Fat" habe ich für mich und meinen Körper eine wirklich gute Ernährungsvariante gefunden. Natürlich habe ich mich nach dem Ende der Challenge sehr über das erste Eis gefreut - und das erste Laugenstangerl :-). Auch in Schottland habe ich mich alles andere als optimal ernährt - aber schottischer Cider, Schokolade und Kuchen mussten halt einfach probiert werden. Interessanterweise hatte ich dennoch kein einziges Mal Magenkrämpfe - mein Magen scheint sich während der Challenge wirklich super erholt zu haben!

 

Für die Zukunft möchte ich mich grundsätzlich an die sogenannte "80 zu 20"-Regel halten - also zu 80% Low Carb essen, aber mir auch zwischendurch mal etwas gönnen. Vor Wettkämpfen werde ich weiterhin bei der bewährten Honigsemmel bleiben - und wenn es nur für "den Kopf" ist. 

 



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#30 - Age Group Triathlon-EM Glasgow 2018


Es war ein wahnsinnig aufregender, unvergesslicher Tag im Strathclyde Park in Glasgow: Meine zweite Triathlon-EM - nach Kitzbühel letztes Jahr war es auch die Erste im Ausland - ist bereits Geschichte und seit gestern Abend hat mich auch Österreich wieder. Im Anschluss an den Wettkampf haben meine beste Freundin Verena, die als Support mit dabei war, und ich nämlich dann noch ein paar Tage lang Schottland erkundet. Für alle, die mir zuhause die Daumen gehalten und mitgefiebert haben (und für alle anderen ;-)) gibt es hier den ausführlichen Nachbericht. 


Ankunft in Schottland

Am 8. August 2018 war es soweit: Gemeinsam mit Verena ging's von Salzburg aus über Frankfurt nach Glasgow. Übrigens ohne Rennrad, das (wie bereits im vorherigen Artikel erwähnt) bereits zwei Tage zuvor in Schottland angekommen war, da unser Flug in Bezug auf zusätzliches Sportgepäck ausgebucht war.

 

In der Nähe des Flughafens holten wir dann auch gleich unser Mietauto ab - und staunten nicht schlecht, als wir vor einem riiiesigen SUV (einem Renault Koleos, falls es jemand ganz genau wissen möchte) standen - damit hat sich dann auch direkt meine Befürchtung erübrigt, dass wir das Rad im Riesenkarton eventuell nicht in das Auto bekommen würden.

 

Die ersten Meter bei Linksverkehr waren für mich als Fahrerin zwar ungewohnt, dank Automatikschaltung ging's aber problemlos in Richtung Ferienwohnung ... oder auch nicht: Wir haben es nämlich tatsächlich geschafft, uns so oft zu verfahren, sodass wir am Ende über eine ganze Stunde länger gebraucht haben. Das Navigieren mit Google Maps & Co war tatsächlich in den ersten Tagen weitaus die größere Challenge als der Linksverkehr.

 

Unsere über Airbnb gebuchte Wohnung war dann das zweite Highlight des Tages (okay, der Karotten-Kuchen am Flughafen war eigentlich schon auch eines) - zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, alles super eingerichtet, inklusive Riesenküche und jede Menge Kochutensilien und Gewürze! Angesichts der Mengen, die beim ersten Einkauf in unserem Einkaufswagen gelandet waren, entschlossen wir uns dann kurzerhand dazu, am Abend selbst zu kochen. Die Auswahl in den großen, schottischen Supermärkten ist echt unglaublich - unendlich viel Fisch, Gemüsemischungen, Käse ... und Cider ;-).


Zweiter Tag in Glasgow

Nach dem Frühstück fuhren wir am Donnerstagvormittag zunächst erst mal zum Hotel, wo das Team vom Österreichischen Triathlonverband untergebracht war. Der große Vorteil als (Freelance-) Mitarbeiterin beim Verband: Mein Trainer/Kollege Hubert (Halbmarathon-Bestzeit übrigens 01:05h!) hat dann mein Rad auch gleich höchstpersönlich vor Ort zusammengebaut ... und ich "durfte" lediglich die Pedale selbst anschrauben. An dieser Stelle muss ich wohl auch gestehen, dass ich bisher keine Ahnung hatte, wie man ein Rennrad zerlegt - und das im Vorfeld auch nicht selbst erledigt habe, weil ich "Mädchen" nicht mal die Pedale runtergebracht habe. Hier gibt's definitiv einiges an Aufhol-Bedarf für mich, wenngleich ich in den letzten Tagen da jetzt schon einiges dazugelernt habe. Daher wohl auch der Entschluss von Hubert, das Rad besser ohne meine Unterstützung zusammenzubauen, um keine größeren Schäden oder Verletzungen an mir oder dem Rad zu riskieren :-).

 

Im Anschluss holten wir noch meine Startunterlagen ab und nutzten den freien Nachmittag, um nach Edinburgh (ca. eine Stunde entfernt) zu fahren und dort ein Stück auf den Arthur's Seat zu wandern, von wo aus man wirklich einen coolen Blick auf die Stadt hat. Auch das Zentrum der Hauptstadt Schottlands ist wunderschön - da dort allerdings derzeit das "Fringe Festival" stattfindet, war wahnsinnig viel los und wir waren dann nach einem Spaziergang inklusive Kaffee auch wieder froh, zurück ins "ruhige" Glasgow zu fahren. Abends fanden wir dann im Zentrum von Glasgow ein richtig cooles Burgerlokal und gingen anschließend noch ein bisschen in der Stadt spazieren, inklusive Beruhigungs-Achterl.



Vorbereitungen vor ort

Am Freitag fuhr Verena nach dem Frühstück alleine ins Zentrum, um sich die Stadt ein bisschen anzuschauen. Ich machte mich währenddessen auf den Weg zum Wettkampfgelände und besichtigte die Radstrecke, die - überraschenderweise, damit hatte ich echt nicht gerechnet! - ganz schön kupiert war, da es insgesamt dreimal (da drei Runden) auf einen kleinen Berg hinauf ging. Schnell stellte ich auch fest, dass die Temperaturen doch ziemlich kühl waren - dadurch ersparte ich mir aber auch das Umziehen, weil ich Radtrikot und -hose einfach über meine lange Laufbekleidung zog. Da es auch während der Besichtigung der Radstrecke etwas tröpfelte, machte mir das Wetter zu diesem Zeitpunkt generell schon irgendwie ein bisschen Sorgen - für Samstag war zu diesem Zeitpunkt nämlich echt viel Regen angesagt, was auf der sehr schmalen Radstrecke mit engen Kurven (2x 180° Wende) auch durchaus gefährlich werden konnte, was auch anschließend beim "Race Briefing" durch die Verantwortlichen vom Deutschen und Österreichischen Triathlonverband nochmal betont wurde. 

 

Aufgrund von Regen und Kälte verzichtete ich dann auch darauf, die Schwimm- bzw. Laufstrecke zu testen, checkte stattdessen mein Rad in die Wechselzone ein und fuhr zurück in unsere Wohnung, um alles für den Renntag vorzubereiten, mit Verena einkaufen zu gehen und dann gemütlich zu kochen, während wir uns das Elite-Rennen der Herren im Fernsehen anschauten, da wir für den Abend meinen Trainer Hubert und seine Frau Birgit (quasi meine "zweiten Eltern", die beide beim Triathlonverband arbeiten und mit denen es immer wahnsinnig lustig ist) zur Pasta "Party" mit Penne Blognese und Bier eingeladen hatten. Ein letzter Blick auf sämtliche Wetter-Apps vor dem Schlafengehen zeigte dann auch, dass sich die Wettervorhersage inzwischen deutlich gebessert hatte - mittlerweile war für den Samstag gar kein Regen mehr vorhergesagt, was sich tatsächlich auch bewahrheiten sollte. Mit einer "guten Mischung" aus Nervosität und Vorfreude ging ich dann relativ bald ins Bett.


It's Race day!

Am Samstag klingelte dann bereits um 4:45 Uhr der Wecker. Verena packte noch schnell Brote für ein späteres Frühstück beim Renngelände ein, während ich mich in alle verfügbaren Kleidungsschichten schmiss - und schon saßen wir im Auto auf dem Weg zum Renngelände beim "Strathclyde Park". Bei unserer Ankunft um ca. 6:00 Uhr war es wirklich extrem kalt - bei 8° Grad konnte (und wollte) ich noch gar nicht daran denken, in Kürze in das ca. 18° Grad kalte Wasser springen zu müssen.

 

Deshalb konzentrierte ich mich darauf, meinen Wechselzonen-Platz in Ruhe vorzubereiten und schaute gemeinsam mit Verena den ersten, jüngeren Athleten (die verschiedenen Altersklassen starteten getrennt im Abstand von einer halben Stunde) beim Wechsel vom Schwimmen auf's Rad zu. So spät wie nur irgendwie möglich ging ich dann in das Umkleidezelt, um mich umzuziehen. Ganz ehrlich: In so einem Moment, wenn man sich mit Gänsehaut am ganzen Körper zuerst in den Wettkampfanzug und anschließend in den Neoprenanzug zwängt und einem die Zehen währenddessen abfrieren, fragt man sich irgendwie schon, wieso man sich das eigentlich antut - aber die Vorfreude auf mein Rennen war natürlich größer :-).

 

Als wir dann eine halbe Stunde vor dem Start am Sammelplatz warteten, stieg auch endlich die Sonne etwas höher, und es wurde ein bisschen wärmer. - Und das Wichtigste:  Kein Regen weit und breit, für ein unglaubliches Wetterglück! Wenige Minuten vor unserem Start um 8:30 Uhr gab es dann auch kein Zurück mehr: Ab in's Wasser, das mir irgendwie deutlich kälter erschien als die angekündigten 18° Grad, was aber vermutlich einfach an der Außentemperatur lag, die inzwischen immerhin auf ca. 11° Grad gestiegen war. Die ersten Sekunden im Wasser bekam ich kaum Luft - zum Glück hat mir zu diesem Zeitpunkt niemand gesagt, dass das Wasser in dem Bereich, in dem wir schwimmen würden, zuvor noch chemisch behandelt werden musste, um uns bedenkenlos hinein zu lassen ... sonst wär' ich wohl einfach wieder herausgeklettert ;-).

Augen zu und durch.

Der Startschuss fiel - und ich fand mich mitten in einer Massenprügelei wieder. Da wir rund 70 Athletinnen waren, die am Steg alle nebeneinander "aufgefädelt" in einer Reihe starteten - und der Kurs entlang mehrerer Bojen verlief, galt es (theoretisch), vor der ersten Boje (ca. 150m entfernt) eine gute Position zu erwischen. Ich hätte ich mich wohl besser weiter außen positionieren sollen, denn schon auf den ersten Metern kämpfte ich zunächst ziemlich verzweifelt gegen die Panik an, die sich aus der Kälte des Wassers und den vielen Armen und Beinen um mich ergab. Vom Gefühl her schwammen wir eher über- als nebeneinander. Somit ließ ich mich etwas zurückfallen und versuchte, mich einigermaßen zu beruhigen. Was ich schon während dem Schwimmen befürchtet hatte, bestätigte sich dann beim Blick nach hinten beim Wasserausstieg - ich war tatsächlich sehr weit hinten im Feld gelandet. Dennoch war ich froh,  den kältesten Teil des Bewerbes hinter mir zu haben. 


Aufholjagd

Auf der Radstrecke konnte ich angesichts der anspruchsvollen Strecke zwar nicht wirklich viele Plätze gut machen - zum Glück verteilte sich aber zumindest das Feld ganz gut und die Strecke war komplett trocken. Bei jeder der drei Runden wurde ich natürlich von Verena lautstark angefeuert. Beim Absteigen vom Rad stellte ich dann auch sehr erfreut fest, dass meine Zehen mittlerweile wieder aufgetaut waren - somit stand einem guten, abschließenden Lauf (5km) nichts im Wege. Absolut motiviert lief ich von Anfang an ein (für meine Verhältnisse) relativ ambitioniertes Tempo, was sich auch wirklich gut anfühlte. Nach rund einem Kilometer wurde es dann auch auf der Laufstrecke anspruchsvoll, mit u.a. einem wirklich steilen Anstieg, was ich super nutzen konnte, um einige Konkurrentinnen zu überholen. Am letzten Kilometer gab dann ich nochmal Gas - rechts von mir (auf der anderen Seite des Sees) konnte ich bereits das Zielgelände sehen.


Geschafft!

Kurz vor dem Ziel standen dann Verena und Birgit, die mir - wie es sich bei einer EM gehört - ein Österreich-Fähnchen übergab, mit der ich wenige Sekunden später die Ziellinie überquerte. Im Ziel war ich dann einerseits schon ein bisschen unglücklich über die schlechte Schwimmleistung (obwohl die Schwimmzeit eigentlich gar nicht so mies war, wie befürchtet), aber auch superhappy über den abschließenden Lauf. Auch die Gesamtzeit ist angesichts der Bedingungen absolut in Ordnung. 

 

Danach freute ich mich dann auf eine heiße Dusche, bevor es noch einen Fototermin mit dem gesamten Österreichischen Team gab und ich von Verena und meinen ÖTRV-Kollegen mit Saft, Bier, Pommes und Kaffee versorgt wurde. - Die verbrauchten Kalorien hab ich damit definitiv ziemlich schnell wieder kompensiert. Das ist aber auch das Schöne nach einem Wettkampf, dass man (fast) wahllos Dinge in sich hineinstopfen kann. Von Sonntag bis Mittwoch waren wir dann mit dem Mietwagen noch ausgiebig in Schottland unterwegs - dazu folgt aber ein eigener Artikel :-).

 

Mein Fazit? Eine Europameisterschaft ist einfach ein unvergessliches Erlebnis - und einfach mit "normalen" Bewerben nicht so richtig vergleichbar - weder in Bezug auf die Gegebenheiten und die Stimmung vor Ort, noch hinsichtlich der Konkurrenz. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich in meiner Altersklasse seeehr weit hinten gelandet bin - aber um das geht es (für mich) bei einer EM auch nicht. Wenn ich mir ansehe, wie ich mich heuer - vor allem beim Laufen - gesteigert habe, dann sollte ich wohl einfach ein bisschen stolz auf mich sein - und optimistisch, dass ich mit dem richtigen Training auch noch Einiges mehr aus mir herausholen kann. Ich bin einfach dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit habe, bei so einem Event dabei zu sein. Deshalb gilt mein Dank in erster Linie meinem Trainer Hubert, der dafür sorgt, dass ich neben Job und Studium sinnvoll und gezielt trainiere, aber auch allen anderen, die immer mit mir mitfiebern, mich unterstützen (vor allem meine Mama als "Lauf-Buddy"!) und die sich mit mir über "die kleinen Erfolge" freuen. Ein ganz besonderes DANKE natürlich auch an meine beste Freundin Verena, die mich nach 21 Jahren Freundschaft einfach in und auswendig kennt und vor Ort wirklich alles getan hat, um mich perfekt zu unterstützen. Ich glaub, keine hat an der Strecke lauter geschrien ;-).

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#27 - Lieblingsprodukte // Juni


Ich geb's ja zu - ich bin schon ein ziemlicher Freak, was innovative (Sport-) Produkte anbelangt. Wann immer ich (meinst online) auf etwas stoße, das sich spannend, vielversprechend oder einfach nur "cool" anhört, werden die meist auch gleich bestellt und ausprobiert. Das ist manchmal ein Reinfall, zahlt sich aber oft auch richtig aus. Aus diesem Grund werde ich ab sofort jeden Monat drei Produkte vorstellen, die ich euch gerne zeigen würde, weil ich persönlich sie richtig cool finde. Manche davon sind absolute "Problem-Löser" - vielleicht helfen sie euch genauso wie mir ... ein Grund mehr, sie mit euch zu teilen :-). 

#01: BEI BLASEN & SCHEUERSTELLEN: PJURACTIVE 2SKIN Gel

Meine "Entdeckung" des vergangenen Jahres und gleichzeitig auch eines der besten Produkte überhaupt ist das 2skin Anti-Chafing Gel von pjuractive. Schon als Kind habe ich bei jeder Wanderung unter extremen Blasen an den Fersen gelitten - und auch nach Läufen konnte ich deshalb oft tagelang nur in Flipflops herumhumpeln - was zugegebenermaßen vor allem im Winter ziemlich blöd ist. Mit den Triathlons kamen dann auch regelmäßig offene Stellen unter den Armen durch das Scheuern des Wettkampfanzuges dazu - bis ich auf die Produkte von "pjuractive" gestoßen bin. Das Gel hat irgendwie eine ganz spezielle Konsistenz - es ist komplett unsichtbar, fettet nicht und fühlt sich wie unsichtbarer Schutzfilm an. Die enthaltenen Silikonmoleküle ziehen nämlich nicht, wie bei anderen Produkten, in die Haut ein, sondern bleiben als extrem gleitfähiger Film auf der Haut. Bereits der erste Test hat mich absolut überzeugt - seitdem ist das kleine Fläschchen bei jedem Lauf und Triathlon mit dabei.

 

Mein Tipp: Ich schmiere mir vor jedem Triathlon nach dem Anziehen des Neoprens die Knöchel und Handgelenke ein - so komme ich danach in der Wechselzone viel leichter wieder aus dem engen Anzug heraus. 

 

Jetzt testen! Von pjuractive bekomme ich einige Proben des Gels. Wer es also selbst testen möchte, kontaktiert mich am besten entweder hier über die Kommentare - first come, first serve. Versenden werde ich allerdings nichts, aber viele von euch treffe ich ja ohnehin regelmäßig beim Training oder bei Wettkämpfen :-). 

 

UVP: EUR 9,95 für 20ml - erhältlich im pjuractive-Onlineshop

 

*Werbung: Ich habe kurz vor diesem Artikel bei pjuractive angefragt, ob ich eventuell ein paar Proben zum Weitergeben bekommen könnte, da ich unbedingt über dieses Produkt berichten wollte. In der Folge habe ich auch selbst ein weiteres Fläschchen des "2skin Gels" erhalten. 


#02: Powerbar Power gel shots

Ich muss gestehen, dass ich absolut kein Fans von Gels & Co bin - da bei mir der Fokus aber auf den kürzeren Distanzen liegt, komme ich meist mit isotonischen Getränken aus. Da ich oft viel zu nervös bin, um richtig frühstücken zu können, hab ich die PowerGel Shots von PowerBar immer dabei - meistens nehme ich ca. eine halbe Stunde einen dieser GelShots. Fünf Stück davon entsprechen laut Hersteller PowerBar übrigens einem Säckchen PowerGel - sie liefern eine Kombination aus unterschiedlichen Kohlenhydrat-Quellen. 

 

Vor allem, wenn nach der Arbeit noch eine Trainingseinheit ansteht und ich mich irgendwie müde und schlapp fühle, wirkt meist schon ein Gummi Wunder ... und ja, ich gestehe: Die Dinger schmecken einfach auch richtig gut (ähnlich wie die Colaflascherln von Haribo - gibt's aber auch mit Orangen-Geschmack). 

 

UVP: EUR 1,59 (9 Stück) - erhältlich u.a. auf pb-shop.at


#03: SKINFIT Basics DRY BAG

Als Mitglied der Skinfit-Crew 2018 (und gleichzeitig natürlich Riesenfan der Produkte) möchte ich als drittes Produkt in diesem Monat das "Skinfit Dry Bag" vorstellen: Perfekt für die Schwimmutensilien beim Training, den nassen Wettkampfanzug nach dem Wettkampf - oder auch einfach in der Freizeit beim Badesee, damit die Wertsachen nicht nass werden. Das Material des Beutels ist sehr dünn, robust und wasserfest - und fasst insgesamt 8 Liter.

 

Auch praktisch: Lässt man etwas Luft im Dry Bag, bevor man es einrollt, kann man es auch als angenehmen Polster - zum Beispiel am Strand - verwenden. 

 

UVP: EUR 19,00 - erhältlich im Skinfit-Onlineshop


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#26 - Einladung: Salomon "How to Trail Run"


Schon vor einigen Wochen, nämlich Mitte April, wurde ich ganz unverhofft von Salomon eingeladen, an deren Trailrunning-Workshops unter dem Slogan "How to Trail Run" teilzunehmen. - Jetzt komme ich endlich dazu, etwas ausführlicher darüber zu berichten. Die Einladung war natürlich ein willkommener Ausgleich zum vielen Lauftraining auf Asphalt - und ich war auch richtig gespannt, was mich vor Ort erwarten würde. Vorab wurde ich von Salomon dann sogar noch komplett ausgestattet: Nicht nur die passenden Schuhe, sondern auch ein komplettes Lauf-Outfit wurden mir rechtzeitig zugeschickt, sodass ich bereits perfekt ausgerüstet zum Workshop nach Elsbethen fahren konnte. Auch, wenn ich letztendlich aus beruflichen Gründen nur einmal teilnehmen konnte, habe ich eine ganze Menge gelernt - und natürlich auch superviel Spaß gehabt!


Die richtige ausrüstung

Schon wenige Tage nachdem ich für den Workshop zugesagt hatte, kam mit der Post ein Riesenpaket für mich an. Eigentlich hatte ich mich einfach auf ein Paar Trailrunning-Schuhe gefreut, nachdem ich erfahren hab, dass ich auch Ausrüstung bekommen würde - deshalb war ich dann doch ziemlich erstaunt darüber, dass auch ein komplettes Outfit (Short, Shirt & Jacke) dabei war. Das Highlight waren dann aber doch die Schuhe: Den "Sense Ride W" hatte ich mir nämlich schon einige Male im Onlineshop angesehen und immer wieder überlegt, ob ich ihn mir gönnen sollte. Schließlich bin ich ja doch, sooft es halt geht, auch auf (zumindest) gemischtem Untergrund unterwegs - und verlege vor allem im Sommer das Training am liebsten an den Fuschlsee, wo die Strecke zwar kein richtiger Trail ist, aber aufgrund der hügeligen Strecke und dem Schotter- und Waldboden eine gute Sohle schon von Vorteil ist. 


Ab zum Workshop!

Vor dem Workshop war ich, wie gesagt, durchaus gespannt, was mich erwarten würde. Noch dazu hatte ich irgendwie auch keine Gelegenheit gehabt, die Schuhe vorab beim Laufen zu testen - "volles Risiko" also, wenn man so Blasen-empfindlich wie ich ist :-). Als Verstärkung hab ich auch gleich meine Mama mit zum Treffpunkt nach Elsbethen genommen - die hat im Gegensatz zu mir nämlich schon jede Menge Trailrunning-Erfahrung und ist sogar im Rahmen des "Transalpine Run" vor einigen Jahren (in Etappen) schon von Ruhpolding bis nach Sexten (IT) gelaufen. Bei unserer Ankunft wurde natürlich sie - wie die anderen Teilnehmer - noch mit Testschuhen ausgestattet - und dann ging's auch schon los. 


Wichtig: Aufwärmen!

Nachdem wir uns in zwei Gruppen (Anfänger und Fortgeschrittene) aufgeteilt hatten, hieß es am Fuße des Salzburger Hausbergs "Gaisberg" zunächst "Aufwärmen": Fuß- bzw. Unterschenkelkreisen, Beinschwingen und auch die Mobilisation der Arme sollten uns später helfen, sicher im Gelände unterwegs zu sein. Vor allem beim Trailrunning reicht es nämlich nicht aus, sich einfach nur "warm zu laufen" - die Gelenke und Bänder sollten schon gut aufgewärmt sein, um Verletzungen (etwa durch Umknicken) vorzubeugen. Geplant waren rund 8km mit rund 300 Höhenmetern - also auch für mich absolut machbar ;-).


Jede Menge Tipps ...

Das Laufen selbst war dann mega-abwechslungsreich und auch in der Gruppe ein Riesenspaß, aber durchaus auch eine Herausforderung, wenn man ansonsten fast nur auf Asphalt bzw. zumindest befestigtem Boden unterwegs ist. Zwar war das Tempo echt locker, die Steigungen und das teils sehr unwegsame Gelände machten mir aber zeitweise schon ein bisschen zu schaffen. Hintereinander liefen wir schmale Pfade entlang, bogen dann aber immer wieder vom ausgetrampelten Weg ab, um einfach mal mir-nix-dir-nix auf allen Vieren einen Hang hochzuklettern, wobei wir uns nur an ein paar Ästen anhalten konnten. Für die besonders steilen Abschnitte hatte unser "Coach" Kerstin von Personal Fitness Salzburg auch gleich einen Tipp parat: Stützt man sich kraftvoll beim schnellen Gehen auf den Oberschenkeln ab, kommt man viel effizienter, mit verhältnismäßig wenig Kraftaufwand nach oben. Die Belohnung für die Anstrengung? - Ein richtig genialer Blick auf die Stadt Salzburg, den ich vor lauter Begeisterung nicht fotografiert habe :-(.


Und wieder bergab!

Bevor es dann wieder hinunter zum Ausgangspunkt ging, gab es zuerst noch einige Tipps zum Bergab-Laufen: Besonders im steilen, wurzeligen Gelände sind nämlich Koordination und Schnelligkeit gefragt - und die Muskulatur, Knie und Gelenke werden auch ganz schön gefordert. Generell sollte man beim Bergab-Laufen einen zu starken Fersenaufsatz vermeiden, da sonst der Aufprall nicht wirklich "abgefedert" werden kann - und er in der Folge direkt auf den Körper (also Gelenke, Knie & Hüfte) übertragen wird. Davon abgesehen läuft es sich viel ökonomischer, wenn man mit dem Mittelfuß und einem leicht gebeugten Aufsatzbein aufsetzt und dabei (mit dem Oberkörper nicht zu weit zurückgelehnt) eher kleinere Schritte macht. Geübtere Trailrunner setzen übrigens zeitweise sogar zuerst mit dem Vorfuß auf - und nutzen damit das (bei Trailrunning Schuhen üblicherweise vorhandene) tiefere Sohlenprofil im vorderen Bereich des Schuhs.  


Mein fazit

Trailrunning ist definitiv eine willkommene Abwechslung für mich - und gleichzeitig auch perfekt, um die  Koordinationsfähigkeit, Reaktion und Wendigkeit zu verbessern. Besonders cool finde ich auch die Einstellung der Trailrunner: Es geht nämlich viel weniger um Pace und Distanz, als darum, seinen eigenen Weg im Gelände zu finden und sich im Idealfall dann mit einer coolen Aussicht selbst zu belohnen. Den "Sense Ride" von Salomon kann ich übrigens absolut empfehlen - dank seiner mittleren Profiltiefe, der angenehmen Passform und der dämpfenden EVA-Zwischensohle ist der Schuh nicht nur der perfekte Begleiter auf den Trails, sondern auch auf wechselndem (Asphalt, Schotter, Wald) Untergrund bzw. beim Wandern ideal. 

 

*Werbung/Einladung

 


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#25 - Rennbericht: Wolfgangsee Challenge


Ein neues Wochenende, ein neues Rennen: Nachdem ich mich ja letztes Jahr sehr spontan für eine Teilnahme an der Wolfgangsee Challenge entschieden hatte, war das Event heuer von Anfang an ein Fixpunkt auf meinem Rennkalender. Nachdem ich in Linz ja einen ganz guten Start erwischt habe, war ich natürlich gespannt, wie es diesmal so laufen würde. Das Ziel - wie immer: Zeit verbessern und mit ganz viel Glück vielleicht sogar einen Stockerlplatz schaffen. Ob es geklappt hat? Lest selbst.


Wolfgangsee calling!

Nachdem ich ja letzte Woche meine Mama als Support dabei hatte, ging es diesmal für mich alleine nach Strobl am Wolfgangsee. Nachdem ich ja mittlerweile doch einige Leute kenne und auch mein Schwimmkollege Flo mit dabei war, war das aber natürlich gar kein Problem. Das Wetter war schon in der Früh angenehm warm, wenn auch etwas schwül, und der Himmel bewölkt. Nachdem es letztes Jahr sehr gewittrig und dementsprechend auch windig (was beim Schwimmen für hohe Wellen und am Rad für ordentlich Gegenwind sorgte) war, hoffte ich einfach, dass das Wetter diesmal stabil bleiben würde.

 

Gespannt war ich auch auf die Entscheidung bezüglich Neoprenanzug, da es diesmal laut Seetemperatur ziemlich knapp werden würde ... 


die letzten Vorbereitungen

Nachdem wir unsere Startunterlagen abgeholt hatten, räumten Flo und ich auch gleich unsere Plätze in der Wechselzone ein - währenddessen kam dann auch schon die Durchsage, dass sich die Wettkampfrichter für ein Neoprenverbot entschieden hatten. Während Flo ein wenig unglücklich darüber war,  sah ich es grundsätzlich ganz positiv - kein Neopren bedeutet zwar eine etwas schlechtere Wasserlage und dadurch mehr Kraftaufwand beim Schwimmen bzw. einfach eine schlechtere Schwimmzeit - immerhin aber eine Möglichkeit, nach dem doch etwas enttäuschenden Schwimmen in Linz nochmals zu checken, wie ich nun tatsächlich "drauf" war. Und: Kein zusätzlicher Zeitaufwand für das Neopren-Ausziehen nach dem Schwimmen und kein Waschen/Trocknen des Neoprens dann am Abend zuhause. Also alles halb so wild :-).


Swim / Bike

Eine Stunde nach dem Start der Olympischen Distanz war es dann auch für uns soweit: Das Einschwimmen verlief diesmal bei mir recht zögerlich, weil ich den See irgendwie - in Kombination mit den  doch noch kühlen Außentemperaturen - gar nicht so warm fand, als ich dann aber endlich die Zähne zusammenbiss und mich reinstürzte, war's dann doch nicht so tragisch :-). Dann ging's auch schon los - und weil der See aufgrund des Wetters in den letzten Wochen einen sehr niedrigen Wasserstand hat, mussten wir die ersten 20m im knietiefen Wasser auf den groben Steinen laufen, was sichtlich allen ziemlich weh tat - umso froher war ich, als die Wassertiefe endlich zum Kraulen reichte. Da ich diesmal nicht außen gestartet war, fand ich mich relativ schnell in einer Massen-Prügelei wieder und bekam einige Schläge ins Gesicht ab - kurz hielt mich sogar jemand (passiert leider immer wieder) am Knöchel fest, ließ dann aber - nach einem Tritt mit meinem anderen Bein ;-) - zum Glück relativ rasch wieder aus. Jedenfalls dauerte es ein bisschen länger, bis ich meinen Rhythmus fand und einigermaßen ungestört schwimmen konnte.

 

In der Wechselzone ging's (ohne Neopren) recht schnell, und schon war ich auf der Radstrecke. Glücklicherweise war diesmal deutlich weniger Wind, sodass ich das Radeln halbwegs schnell hinter mich brachte - die Radstrecke ist auf der Bundesstraße, es geht also leicht hügelig zuerst immer in die eine, und dann immer in die andere Richtung, ohne viel Abwechslung. 

 


Run

Nach einem erneut schnellen Wechsel ging's hinaus auf die Laufstrecke, die sich gegenüber dem Vorjahr komplett geändert hatte. Zwar wusste ich, dass die Strecke diesmal nicht komplett flach und großteils auf Schotter verlaufen würde, als es dann nach rund einem Kilometer plötzlich seeeehr steil und doch ein Stück lang bergauf ging, war ich aber doch ein wenig überrascht. Nachdem aber auch diese "Hürde" geschafft war, ging es - zwar durchaus hügelig, aber nicht mehr allzu extrem - wieder zügiger dahin. Auf den letzten 200m vor dem Ziel hieß das Motto dann sehr unerwartet "all out!", weil mich eine andere Teilnehmerin, die noch dazu in meinem Alter zu sein schien, im Endspurt überholte ... wollte ich mir dann aber doch nicht widerstandslos gefallen lassen, und konnte das Duell dann ganz knapp für mich entscheiden.


Stockerplatz!

Auf die Online-Ergebnisse mussten wir diesmal lange warten - deshalb entschied ich mich erst mal für die Dusche und eine Massage, bevor ich nochmal zum Zielgelände ging, wo die ausgedruckten Ergebnisse ausgehängt waren. Und dann die Überraschung: Platz 3 in meiner Altersklasse! - Da wir doch immerhin 12 Mädels in der AK waren, hatte ich damit echt nicht gerechnet. Somit ging's dann natürlich zuerst zur

 

Siegerehrung, bevor ich im mich im "Bramsau Bräu" in der Faistenau mit meinen Eltern, die mit unserem Hund am Berg gewesen waren, zum Essen traf - und anschließend gab's für unseren "Lenny" dann auch noch die erste kleine (wenn auch  nicht ganz freiwillige) Schwimmeinheit im Hintersee ;-).


Fazit: So kann's weitergehen.

Generell bin ich wirklich sehr zufrieden mit dem heutigen Rennverlauf: Das Schwimmen war zwar auch nicht so gut, wie zu Saisonbeginn erhofft, dennoch war ich fast 1 1/2 Minuten schneller als in Linz. Beim Radfahren konnte ich mich gegenüber dem Vorjahr um rund 2 Minuten verbessern - für die hügelige Laufstrecke hab ich (noch) keinen Vergleich, bin aber auch sehr zufrieden, auch, weil ich immerhin die siebtbeste Damen-Laufzeit hatte. Platz 12 (von 36) bei den Damen bedeutet auch, dass ich es endlich mal wieder ins erste Drittel geschafft habe. Und ein Altersklassen-Podestplatz ist sowieso richtig cool, vor allem, weil es tatsächlich erst mein Zweiter ist und es letztes Jahr mehrmals der undankbare vierte Platz geworden ist. 

 

So kann's jedenfalls weitergehen - jetzt stehen aber erst mal wieder ein paar intensivere Trainingseinheiten  - und somit maximal zwischendurch ein Lauf-Wettkampf - auf dem Plan, bevor es dann Mitte/Ende Juli wieder spannend wird. ;-)

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#24 - Rennbericht: Linztriathlon


Endlich! Nach einigen Laufwettkämpfen stand heute der erste Triathlon am Programm: Der Linztriathlon ist bereits seit drei Jahren ein Fixpunkt in meinem Kalender - der Bewerb lässt einfach keine Wünsche offen: Top-Organisation, abwechslungsreiche Strecken, ein wirklich cooles Renngelände inkl. der Möglichkeit, nach dem eigenen Rennen noch die weiteren Wettkämpfe in der Sonne am See liegend mitzuverfolgen. Aus den genannten Gründen ging's auch heute wieder um 6:00 Uhr morgens auch wieder ab nach Linz! Und weil ich irgendwie gerade noch total im "Rennfieber" bin, gibt es hier auch gleich den Rennbericht zur heutigen Sprintdistanz beim Linztriathlon.


Wie immer nervös

Die Zeit bis zum ersten Triathlon der Saison hat sich bei mir heuer irgendwie besonders lange angefühlt. Zwar ist der Linztriathlon eigentlich jedes Jahr der "Saisonauftakt" - ich glaube, heuer war es aber einfach vor allem deshalb irgendwie anders, weil ich einfach absolut verletzungs- und somit schmerzfrei trainieren konnte und nicht schon im Vorfeld etwas verunsichert war. Wenn man sich bedenkenlos auf etwas freuen kann, fühlt sich die Wartezeit halt irgendwie länger an ... ist zumindest bei mir so :-). 

 

Natürlich war ich aber vor allem am gestrigen Abend ziemlich nervös und angespannt - ein Laufbewerb ist für mich einfach etwas ganz anderes, beim Triathlon spielt einfach so viel mehr mit, da muss alles zusammenpassen, damit man gut ins Ziel kommt und das Rennen genießen kann.


Early Birds am Weg nach Linz

Wie jedes Jahr beim Linztriathlon durfte ich auch diesmal wieder auf meine Mama als "Coach" und "Fanclub" zählen. Das ist nicht nur viel lustiger und bewahrt mich in den Stunden vor dem Start davor, vor Nervosität gefühlt zu sterben ;-) sondern hat auch den Vorteil, dass ich nicht nur an allen Ecken angefeuert werde, sondern auch jede Menge Fotos von mir bekomme. Jedenfalls ging es für uns um Punkt 6:00 Uhr ab nach Linz, da bereits ab 7:30 Uhr die Startunterlagen abzuholen waren. Alles hat perfekt geklappt - Kaffee unterwegs, Parkplatz quasi direkt im Zielbereich und problemlose letzte Vorbereitungen in der Wechselzone. Da diesmal aufgrund der Wassertemperatur Neoprenverbot verhängt wurde, ging das Umziehen auch zackig - und ich hatte ausreichend Zeit, mich aufzuwärmen bzw. einzuschwimmen.


Bescheidene Schwimmleistung

Die Minuten vor dem Start sind für mich immer die Schlimmsten - deshalb war ich froh, dass relativ bald der Startschuss viel und wir ins Wasser laufen konnten. Beim Start selbst kam ich gut weg und fand schnell in meinen Rhythmus - ich hatte das Gefühl, kraftvoll und schnell voranzukommen. Umso verwunderter war ich dann, als mir meine Uhr eine ziemlich miese Schwimmzeit anzeigte. Letztendlich war ich ganze zwei Minuten langsamer, als beispielsweise vor zwei Jahren, was einerseits am Neoprenverbot liegen könnte - andererseits hat mir meine Uhr aber auch eine Distanz von 850m (statt 750) angezeigt ... natürlich kann ich aber auch nicht sagen, ob das tatsächlich der Fall ist - allerdings scheinen die Schwimmzeiten heuer generell deutlich schlechter zu sein, als in den letzten Jahren und mir wurde auch von anderen Teilnehmerinnen schon bestätigt, dass sie ebenfalls weitaus langsamer waren, als sie sich eigentlich gefühlt haben.

 


Ab aufs Rad!

Ohne lästiges Neopren-Ausziehen dauerte es heute nicht lange, bis ich mit dem Rad die Wechselzone wieder verließ und die 25km lange (kurze) Radstrecke in Angriff nahm. Was diesmal übrigens deutlich besser war, als in den Vorjahren, war das Wetter: Die Temperatur war angenehm warm, aber der Himmel bedeckt, sodass es einfach nicht so warm wurde. 

 

Am Rad war ich diesmal echt zufrieden - vor allem, wenn ich bedenke, dass ich heuer durch Studium und Arbeit (und den bisherigen Fokus aufs Laufen) einfach nicht so viele Radkilometer absolviert habe, wie es der Fall sein sollte/könnte. Die Radstrecke beim Sprint ist (im Gegensatz zur Olympischen Distanz vom Vorjahr) grundsätzlich flach, bis auf zwei kurze Steigungen, trotz Gegenwind kam ich eigentlich gut voran und konnte die meiste Zeit auf dem Aero-Lenker gestützt fahren. 


der Abschließende Lauf

Wieder zurück in der Wechselzone ging auch der Tausch der Rad- gegen die Laufschuhe superschnell, und schon befand ich mich auf der 5km langen Laufstrecke. Zwar bekam ich nach rund zwei Kilometern ziemliches Seitenstechen bzw. Krämpfe im Bauch, hatte aber das Glück, dass ich das relativ schnell wieder in Griff bekam und ohne Stehenbleiben weiterhin relativ flott (für meine Verhältnisse halt) in Richtung Ziel laufen konnte. Am Ende war es dann - angefeuert von einigen Bekannten und natürlich meinem "Coach" (Mama) - natürlich nicht schwer, auf den letzten Metern noch ein bisschen Gas zu geben, sodass ich immerhin noch eine Frau überholen konnte.

 

Ab ins Ziel - und dann war der erste Triathlon der Saison auch schon wieder vorbei.


Der nächste, Bitte!

Zusammenfassend bin ich absolut zufrieden mit dem heutigen Rennverlauf. - Denn auch, wenn das Schwimmen diesmal scheinbar nicht gepasst hat, konnte ich auf der Radstrecke über zwei und auf der Laufstrecke sogar mehr als drei Minuten gegenüber 2016 herausholen. Besonders beim Laufen merke ich, dass sich echt durch die vielen Trainingseinheiten (Danke an dieser Stelle wieder mal meinem Trainer Hubert!) echt viel getan hat. Während ich bisher bei keinem Triathlon eine 5km-Zeit unter 25min. hatte, konnte ich heute trotz Seitenstechen exakt 24:00 laufen. Das klingt jetzt zwar erst mal nicht nach viel, ist für mich aber doch eine deutliche Verbesserung. Der nächste Bewerb findet jedenfalls schon kommenden Sonntag statt - ich kann es jetzt schon kaum erwarten und freu mich auf viele bekannte Gesichter bei der Wolfgangsee Challenge!

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#23 - Produkttest: New Balance 1400v6


Für die Agentur Sportalpen (wo ich übrigens auch seit Mitte April neben meinem Studium 30h/Woche arbeite) durfte ich bereits in der Vergangenheit ein Modell von New Balance testen – und war natürlich auch diesmal wieder superhappy, als kürzlich erneut ein weiteres New Balance-Modell in meinem Schuhschrank Einzug halten durfte. Nach dem Durchlesen einiger Testberichte war ich wirklich gespannt, was mich da genau erwarten würde - und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden definitiv übertroffen! - Aber lest selbst, wie mein Fazit ausgefallen ist ...

 


COOLES DESIGN, TOP-PERFORMANCE

Ich muss gestehen, dass ich beim Laufschuh-Kauf  wie vermutlich die meisten (zumindest weiblichen) Läufer nicht zu 100% nach den „inneren Werten“ urteile – ein bisschen spielt da schon auch immer auch die Optik mit ... und genau die hat mir von Anfang an richtig gut gefallen: Das Obermaterial ist extrem dünn, aber dennoch sehr fest und umschließt den Fuß einfach perfekt. Dank einer speziellen Struktur wirkt es zudem sehr technisch und gibt dem Schuh zusammen mit den Farben einen richtig coolen Look. Auch im Schuh-Inneren setzt New Balance auf Minimalismus - hier wird auf unnötige Polsterungen verzichtet und, großer Pluspunkt: Das Innenmaterial ist komplett nahtlos verarbeitet! Wer also des Öfteren von Blasen geplagt ist, wird hier (genau wie ich) richtig happy sein.


Einfach Top!

Aber auch hinsichtlich der übrigen Features hält der 1400v6, was er verspricht – Leichtigkeit, (bei diesem Gewicht unerwartet) großartige Dämpfung und eine perfekte Passform. Geeignet ist er laut Hersteller übrigens für jede Distanz, egal ob 5km oder (Halb-)Marathon – was ich mir auch wirklich vorstellen kann, wenngleich ich ihn erst mal auf den kürzeren Distanzen einsetzen werde.

 

Beim ersten Praxistest hatte ich tatsächlich das Gefühl, eigentlich gar keinen Schuh anzuhaben - zumindest dann, wenn es um das Gewicht geht. Hinsichtlich der Dämpfung ist der 1400v6 dank der RevLite-Mittelsohle nämlich richtig genial und ermöglicht einen kraftvollen, stabilen Abdruck. 


Mein Fazit

Mit dem 1400v6 hält New Balance definitiv das, was der Schuh verspricht: Leichtigkeit, Flexibilität, perfekte Passform und großartige Dämpfung - ein wahres Multitalent also, das mich garantiert ab sofort bei vielen Trainingseinheiten und Wettkämpfen begleiten wird! 

 

Den vollständigen Textbericht gibt es auf sportalpen.com zum Nachlesen.

 


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#22 - Rennbericht: Halbmarathon in Linz


Erstaunlicherweise habe ich tatsächlich in der letzten Woche schon einige Anfragen bekommen, wo denn mein Rennbericht vom Halbmarathon in Linz bleibt. Und ja, ich geb es zu, ich hab absichtlich erst mal ein paar Tage vergehen lassen - ganz abgesehen davon, dass ich auch gerade meine erste Arbeitswoche im neuen Job hinter mir habe und mich erst wieder an den neuen Rhythmus (Arbeit/FH/Freizeit) gewöhnen muss. Aber: Hier ist er nun - der "langersehnte" (oder auch nicht) Rennbericht von einem nicht ganz alltäglichen Halbmarathon, den ich in der Form so schnell nicht wiederholen möchte. Trotzdem möchte ich auch diese Erfahrung teilen, in der Hoffnung, dass zumindest andere von meiner Erfahrung profitieren und somit von diesem "Schicksal" verschont bleiben :-).


Erfolgreiche vorbereitung

Die letzten Wochen und Monate sind trainingstechnisch echt gut gelaufen. Der Hauptgrund dafür war sicherlich, dass ich bis zum Ende absolut schmerz- und verletzungsfrei war und dementsprechend mit gutem Gefühl trainieren konnte. Alle drei Wettkämpfe im Vorfeld (5km, 15km & 10km) waren echt cool - und meine Pokalsammlung ist um ganze drei Trophäen reicher geworden - ich durfte also bei jedem Wettkampf auf dem (Altersklassen-)Stockerl stehen. Top-motiviert ging es deshalb dann auch in den "Vorbereitungs-Endspurt" in Richtung Halbmarathon in Linz ... Die letzten Tage vor dem Bewerb sind dann immer ein bisschen schwierig, weil man einerseits wahnsinnig motiviert ist, andererseits aber fast nichts mehr trainieren soll, um dann beim Rennen auch wirklich topfit zu sein.  Natürlich war ich auch ein bisschen nervös - so ein Halbmarathon ist jedes Mal eine kleine Herausforderung für mich - schließlich bereitet man sich doch intensiver vor, als auf kürzere Bewerbe, und ich hatte mir nach Verona im Herbst natürlich das Ziel gesetzt, meine Zeit wieder ein bisschen zu verbessern ...


Early birds am weg nach linz

Am Renntag mussten wir ziemlich früh aufstehen und stiegen schon um kurz nach 6:00 Uhr ins Auto, weil Mustafe - ein Vereinskollege von mir - beim 10km Bewerb (und somit schon eine Stunde früher als wir) startete. Das Praktische an solchen Uhrzeiten ist aber auch, dass man zuerst noch zu müde ist, um überhaupt nervös zu sein ;-). In Linz angekommen, hatten wir dann aber ausreichend Zeit, um uns umzuziehen und aufzuwärmen, bevor wir uns - bei bereits spürbar warmen Temperaturen -  an den Start stellten.

Ich muss übrigens auch nach dem zweiten Start in Linz sagen, dass der (Halb-)Marathon dort definitiv ein wirklich cooler Bewerb ist - allein schon deshalb, weil der Start einfach mal auf der Voest-Autobahn ist :-).

 

Tja, und dann ging's auch schon los - und ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung, wie das Ganze enden würde.

 


Es Läuft ... oder auch nicht ...

Nachdem ich die ersten zwei Kilometer wie immer etwas flott angelaufen bin, fand ich dann relativ bald "mein Tempo" und versuchte, einfach den Kopf auszuschalten und drauf los zu laufen. Diesmal war es allerdings wirklich leichter gesagt, als getan - denn irgendwie schien es einfach nicht zu passen und ich überlegte tatsächlich schon vor der Streckenhälfte, auszusteigen. Grundsätzlich ist mir ein solches "Tief" während dem Halbmarathon durchaus bekannt - das habe ich eigentlich fast immer, und das ist auch der Grund, warum ich mich auf kürzeren Strecken und vor allem bei Triathlons einfach wohler fühle - aber so früh hatte ich nicht damit gerechnet. Die nächsten Kilometer verbrachte ich dann damit, mich über mich selbst zu ärgern, da ich einfach das Gefühl hatte, mental total mies drauf zu sein und innerlich nur herumzujammern, anstatt das Rennen zu genießen. Anstrengend und (für die Jahreszeit) warm war es schließlich für alle anderen auch!

 

Trotzdem ging es irgendwie immer weiter - und auch das Tempo konnte ich eigentlich super halten, bzw. war ich sogar deutlich schneller, als ich es mir vorgenommen hatte - einer richtig guten Zeit stand also eigentlich nichts im Wege. Und trotzdem: Immer wieder versuchte ich vergeblich, mich neu zu motivieren, dachte an alle, die mich in den letzten Wochen im Training begleitet hatten und von denen ich wusste, dass sie mir die Daumen hielten und gespannt auf meinen Zieleinlauf warteten. Was ich irgendwie ziemlich vernachlässigt hatte, war das Trinken an den Labestationen - auch deshalb, weil ich die Massenpanik, die vor jedem Stand regelrecht ausbrach, überhaupt nicht mag und kein Fan von Drängeleien mit verschwitzten Läuferkollegen bin. Trotzdem gehört das Trinken aber natürlich vor allem bei so warmen Temperaturen einfach genauso dazu, wie einen Schritt vor den anderen zu setzen - und ich hatte es viel zu lang unterlassen. Und genau das sollte ich auch wenig später bereuen ...


DAS ENDE NAHT ...

Dass ich bei Kilometer 15 zwar dann doch ein paar Schlucke getrunken habe, half aber zu diesem Zeitpunkt dann auch nicht mehr so richtig. Mental war ich ohnehin schon komplett am Ende - Sorgen machte mir aber mittlerweile vor allem auch die Gänsehaut, die ich am ganzen Körper hatte und die schon beim Linztriathlon im Vorjahr nichts Gutes vorausgesagt hatte. Verzweifelt versuchte ich aber trotzdem, halbwegs fokussiert zu bleiben (was ja ohnehin bislang auch nicht geklappt hatte) und einfach weiterzulaufen. Bei Kilometer 17 musste ich dann doch das Tempo etwas verringern, war aber nach wie vor in Richtung <1:46 unterwegs. Bei Kilometer 19 übergoss ich mich dann komplett mit Wasser - in der Hoffnung, es nach dieser Abkühlung einfach noch halbwegs fit ins Ziel zu schaffen. Und weiter ging's, in Richtung Finish Line ...


Ein uuunendlich langer weg

Die letzten zwei Kilometer kamen mir einfach nur endlos lange vor. Tatsächlich erinnere ich mich gar nicht mehr an die komplette Strecke - geschweige denn an den Zieleinlauf selbst. - Da ist einfach nur eine riesige Erinnerungslücke. Ich weiß nur noch, dass ich immer wieder geglaubt habe, das Ziel zu sehen - und dann aber feststellen musste, dass es doch noch nicht da war. Ich kann mich auch noch erinnern, dass ich auf dem Kopfsteinpflaster mehr gestolpert, als gelaufen bin, dass ich falsch (nämlich in Richtung Marathonstrecke) abgebogen bin und mich die Zuschauer darauf aufmerksam gemacht haben. Wie im Rausch bin ich einfach nur mehr gerannt - immer mit dem Gedanken, es irgendwie ins Ziel schaffen zu müssen. Danach bricht die Erinnerung dann ab, ich weiß noch, dass ich auf einen Rollstuhl gehoben wurde - und man mir gesagt hat, ich müsse die Beine anheben, damit man mich schieben könne. 


Einfach nur schräg.

Als ich dann wieder aufgewacht bin, lag ich in einer Riesenhalle auf einem Feldbett. Auch, wenn ich irgendwie noch total benebelt war, stellte ich doch verhältnismäßig schnell fest, dass ich die Rettungssanitäterin, die neben  mir stand, kannte - meine ehemalige Studienkollegin Steffi,  die inzwischen ehrenamtlich als Sanitäterin beim Roten Kreuz arbeitet, hatte mich bei meiner "Einlieferung" auch gleich erkannt und ist - dankenswerterweise - die ganze Zeit bei mir geblieben und hat sich echt super um mich gekümmert. Anfangs war ich einfach nur müde, konnte nicht wirklich sprechen und heulte eigentlich die meiste Zeit ... eine komplette Ausnahmesituation, die ich wirklich noch nie erlebt habe. Aber wenn du aufwachst, nicht weißt, wie du da hingekommen bist, wo du bist, dir so ziemlich alles wehtut und du nicht mal mehr die Hausnummer von deiner Wohnadresse weißt, ist das wirklich alles andere als lustig. Es hat irgendwie auch relativ lange gedauert, bis sich alles wieder stabilisierte und es mir endlich etwas besser ging - ich weiß gar nicht, wieviele Infusionen ich bekommen habe, aber ich glaub, es waren schon einige. Mehr Sorgen als mein eigener Zustand machte mir vor allem auch die Tatsache, dass meine Mama scheinbar noch nicht wusste, was passiert war - und sich garantiert wahnsinnig Sorgen machte. Völlig verzweifelt versuchte ich, jedem verfügbaren Sanitäter und Arzt (ein Wunder, dass Steffi mit mir nicht verzweifelt ist) zu erklären, dass sie irgendeinen Weg finden mussten, sie zu erreichen und über meinen Aufenthaltsort zu informieren. Da sie selbst auch gelaufen war, hatte sie natürlich das Handy in der doch etwas entfernten Umkleide.

Happy End

Nach einer gefühlten Ewigkeit ging's dann endlich deutlich bergauf und ich konnte endlich auch den Kopf wieder selbst anheben, ohne dass mir schwindlig oder schlecht wurde. Zur weiteren Verbesserung meines Zustandes trug dann vor allem auch bei, dass meine Mama irgendwann doch in die Umkleide gegangen war und am Handy die Nachricht die ihr Steffi geschickt hatte, gelesen hat. Ich war dann doch ziemlich erleichtert, als sie nach einer gefühlten Ewigkeit endlich in der Ambulanz auftauchte. Fast genauso froh war ich, als ich auch endlich erfuhr, dass ich es noch ins Ziel geschafft hatte - der Gedanke, dass der ganze Kampf umsonst gewesen sein könnte, hatte mich zuvor nämlich schon ganz schön fertig gemacht ;-).

 

Nach insgesamt rund zwei Stunden im Ambulanz-Zentrum war es dann soweit - ich konnte mich endlich aufsetzen und nach einer halben Banane auch den Weg nach Hause antreten. Die Nacht habe ich dann unter elterlicher Aufsicht in meinem früheren Kinderzimmer verbracht und durfte glücklicherweise auch meinen Arbeitsbeginn bei Sportalpen auf Mittag verschieben, sodass ich ausschlafen und mich noch ein bisschen erholen konnte. 


Fazit

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich wirklich einen peinlichen Anfängerfehler gemacht habe - an einem so warmen Tag so wenig zu trinken, ist einfach nur dämlich ... und ich bin ganz sicher nicht stolz darauf. Dass man auch dann noch weiterläuft, wenn es einem schon absolut nicht mehr gut geht, macht absolut keinen Sinn und ist das Risiko sicherlich nicht wert. Vermutlich/Hoffentlich gibt es aber doch einige Leute in meinem Umfeld, die es zumindest ein bisschen nachvollziehen können, dass man, wenn man sich rund 19km lang durchgekämpft hat, auch nicht widerstandslos zwei Kilometer vor dem Ziel aufgibt und stehen bleibt. 

 

Letztendlich bin ich einfach nur erleichtert, dass das Ganze dann doch noch gut ausgegangen ist - somit bin ich auf jeden Fall um eine Riesen-Erfahrung reicher und kann nur jedem raten, vor allem bei wärmeren Temperaturen von Anfang an bei den Versorgungsständen zu trinken und eine Kappe aufzusetzen. 

 

Was ich jetzt auch weiß, ist, dass ich mental vielleicht doch nicht ganz so schwach bin, wie ich immer von mir geglaubt hab - denn diesmal hat mich wirklich nur mein Kopf ins Ziel gebracht. Dass es dann trotz allem mit einer Zeit von 1:46:41 für eine neue Bestzeit gereicht hat, freut mich aber natürlich trotzdem - beim nächsten Mal nehme ich dann definitiv die <1:45:00 in Angriff ... allerdings mit Kappe & genügend Flüssigkeit :-).

 

Abschließend möcht' ich mich einfach nochmal bei meinem Umfeld, vor allem aber auch beim Roten Kreuz in Linz bedanken - die Sanitäter und Ärzte waren einfach großartig, ganz besonders natürlich die Steffi: Dass du die ganze Zeit da warst, war echt ein Wahnsinn, ich war einfach so froh, nicht allein zu sein!


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#21 - Rennbericht: Welser Frauenlauf


Nach meinem Ausflug in die Biathlon-Welt letztes Wochenende stand heute der Start in die (Lauf-) Wettkampfsaison auf dem Programm. Wie auch schon im letzten Jahr ging es für einige aus unserem Verein nach Wels, um dort an den unterschiedlichen Bewerben teilzunehmen, die im Rahmen des Welser Halbmarathons ausgetragen wurden. Mein Fazit des heutigen Tages? - Wenns läuft, dann läuft's ... 


Immer wieder ... wels.

Wie auch schon in den vergangenen drei Jahren wollte ich auch heuer wieder unbedingt in Wels starten. Bisher war ich immer als Mitglied einer 3er-Damenstaffel auf der 7,1km-Strecke unterwegs, für heuer hatte ich mir aber etwas Neues ausgesucht: Da ich bisher Frauenläufe eher "verweigert" (ich finde es einfach lustiger, mit Männern gemeinsam zu laufen) hatte, ohnehin aber gerne mal eine exakte 5km-Zeit haben wollte und sich außerdem noch meine Freundin Kathi bereit erklärte, ebenfalls teilzunehmen, habe ich mich vor einigen Wochen eben für den "1. Welser Felbermayr Frauenlauf " angemeldet. So richtig für die kurze Distanz trainiert habe ich zwar nicht, da ich mich im Moment eher auf den Grundlagenbereich bzw. den Halbmarathon in Linz im April vorbereite - dennoch hatte ich natürlich schon die Hoffnung, eine für mich wirklich gute Zeit zu laufen.


Ganz schön kalt!

Bei unserer Ankunft haben Kathi und ich tatsächlich - wenn auch nur spaßhalber - überlegt, wieder ins Auto zu steigen und zurück nach Salzburg zu fahren. Der Grund dafür waren die niedrigen Temperaturen, der eisige Wind und die Tatsache, dass es in Wels über Nacht (im Gegensatz zu Salzburg) geschneit hatte.

 

Natürlich war "Kneifen" aber keine Option, mit Jacke und Handschuhen beim Aufwärmen ging es dann auch ganz gut. Der Frauenlauf wurde übrigens zum ersten Mal veranstaltet - mit 81 Teilnehmerinnen am Start stand einer erfolgreichen Premiere definitiv nichts im Wege. Und ich für meinen Teil war natürlich wahnsinnig gespannt, welche Zeit es am Ende werden würde ... Das Ziel: Auf jeden Fall deutlich unter 25:00!


Start in der "Spitzengruppe"

Natürlich läuft ein Frauenlauf ein wenig anders ab als die meisten anderen Wettkämpfe - vor allem deshalb, weil hier ja wirklich "Hobbyläuferinnen" angesprochen werden sollen, die vielleicht sogar ihren ersten Wettkampf bestreiten. So kam es dann auch dazu, dass ich mich in der ersten Reihe wiederfand und auch den ersten Kilometer mit drei anderen Mädels ganz vorne lief. Der kalte Gegenwind machte es uns ganz schön schwer, sodass ich spontan beschloss - natürlich auch "geflasht" vom Gefühl, ganz vorne hinter dem Führungsfahrzeug zu rennen - möglichst lange dranzubleiben, obwohl ich natürlich wusste, dass ich das Tempo nicht durchhalten würde. Irgendwann musste ich mich dann schweren Herzens von den schnelleren Mädels lösen und lief ab der Hälfte an der sechsten Position. Leider zog sich das Feld sehr auseinander, auf die vorderen Läuferinnen aufzuschließen war aufgrund des hohen Tempos und der Tatsache, dass ich wirklich am Limit lief, keine Option - hinter mir war aber auch niemand zu sehen, mit dem ich mich eventuell zusammenschließen hätte können, um gegenseitig ein bisschen Windschatten zu bieten. Somit lief ich die meiste Zeit komplett alleine - immer wieder mit dem Blick auf die Uhr. Diese zeigte mir ein relativ konstantes Tempo von 4:40 min./Minute an, über das ich mich wirklich freute, da ich eigentlich nicht geglaubt hatte, dass ich das über längere Zeit überhaupt durchhalte.

 


Bestzeit!

Ich denke, ich habe hier wirklich heute das Maximum herausgeholt - im Ziel war ich dann auch dementsprechend fertig, aber unglaublich happy. Mit einer Endzeit von 23:11 Minuten war ich deutlich besser, als erwartet - es ist einfach ein cooles Gefühl, zu merken, dass man sich weiterentwickelt und immer schneller wird. - Natürlich ist, wenn ich mich mit anderen Läuferinnen vergleiche, noch viiiel Luft nach oben, aber so kann's gerne weitergehen. Das Wichtigste bzw. Erfreulichste im Moment ist letztendlich die Tatsache, dass ich derzeit absolut verletzungsfrei bin und somit schmerzfrei trainieren kann. So macht das Ganze einfach viel mehr Spaß, ich muss mich aber auch immer wieder selbst ermahnen, nicht zu übertreiben - und zum Glück hab ich ja auch meinen Trainer Hubert, der darauf schaut, dass ich nicht zu viel Gas gebe. 

 


und Weiter geht's!

In den nächsten Wochen bleibt es weiter spannend - Mitte April beginne ich bei der Agentur "Sportalpen" zu arbeiten und habe dann somit wieder einen geregelten (30h-)Job. Ich bin superhappy und freu mich wirklich schon auf spannende neue Aufgaben, die auch perfekt zu meinem Digital Marketing-Studium passen, und ein sportbegeistertes, supercooles Team. 

 

Wettkampfmäßig stehen in den nächsten Wochen einige Bewerbe auf dem Programm - bevor ich Mitte April beim Halbmarathon in Linz starte, werde ich bereits kommendes Wochenende bei einem 15km-Bewerb im Wiener Prater starten und Anfang April hoffentlich auch eine neue Bestzeit auf der 10km-Distanz in Nussdorf schaffen. Ich halte euch hier natürlich am Laufenden :-)

 


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#20 - Unerwarteter Biathlon-Erfolg


Letztes Wochenende durfte ich von Freitag bis Sonntag beim Sportalpen Biathlon-Camp im Pillerseetal (Tirol) dabei sein. Die perfekte Gelegenheit, um zumindest einmal in dieser Saison die Langlaufski auszupacken und außerdem mit dem Pillerseetal eine Region kennenzulernen, die ich bisher noch nicht wirklich kannte. Oben drauf gab's jede Menge Spaß mit den anderen Teilnehmern und viele coole Tipps von den Profis. Das Highlight war dann aber doch der Volksbiathlon am Sonntag, für den ich mich ursprünglich eigentlich gar nicht angemeldet hätte ...


Pillerseetal calling!

Nach einer erfolgreichen (Lauf-)Trainingswoche ging es für mich am Freitag - mit einem kurzen Zwischenstop bei Riap Sport in Bad Reichenhall, wo man sich zum Glück bereit erklärte, ganz spontan meine Langlaufski zu "wachseln" - direkt nach St. Ulrich im Pillerseetal. Die Agentur Sportalpen, mit der ich zu Dachstein-Zeiten eng zusammengearbeitet habe und die eine Reihe richtig cooler Camps veranstaltet, hatte mich zuvor gefragt, ob ich Lust hätte, teilzunehmen und nebenbei organisatorisch ein wenig mitzuhelfen. - Ein Angebot, dass ich natürlich nicht ausschlagen konnte, es gibt ja schließlich nichts Cooleres, als ein Outdoor-Wochenende mit jeder Menge Sport!

 


Ab auf die Skating-Ski!

Dort angekommen, wurde ich auch gleich den Teilnehmern vorgestellt, die schon am Vortag angereist waren und bereits einen Vormittag auf der Loipe in den Beinen hatten - und genau dorthin ging es auch nach dem Mittagessen wieder. Die ersten Meter auf den Langlaufskiern waren natürlich ein bisschen ungewohnt, zudem war es relativ warm und somit ziemlich "sulzig" - aber es klappte von Anfang an eigentlich ziemlich gut und machte vor allem einen Riesenspaß!  Nachdem ja alle außer mir schon am Vormittag fleißig gewesen waren, stand der Nachmittag ganz im Zeichen des Schießens - das Langlaufen ist schließlich nur die "halbe Miete" beim Biathlon ...


Fokussieren, Luft anhalten & Schuss!

Ein absolutes Highlight waren die beiden Trainer, die uns das gesamte Camp über begleiteten: Georg Wörter und Fritz Pinter waren selbst beide als Leistungssportler aktiv, vor allem Fritz blickt auf eine Reihe erfolgreicher Weltcup-Starts zurück. Am Schießstand ging es dann nach einer kurzen Einweisung auch gleich zur Sache: Zuerst ohne, später dann mit Ski, galt es, möglichst ruhig zu bleiben und "ins Schwarze" zu treffen. Dass das gar nicht so einfach ist, merkt man spätestens, wenn man nach einer kleinen Langlauf-Runde wieder zum Schießstand kommt und der Puls entsprechend hoch ist. Dank einiger Tipps und Tricks der beiden klappte es aber bei allen von uns von Anfang an recht gut. Abschließend entschlossen wir uns noch zu dritt zu einer kleinen Abendrunde, bevor wir uns hungrig auf's Buffet im Hotel Strasserwirt. stürzten und den Abend mit Kartenspielen verbrachten.

 


Unterwegs auf der Loipe

Am Samstag wurden wir dann je nach Können in zwei Gruppen aufgeteilt - während die Anfänger in der Nähe des Schießstandes Übungen machten, ging es für uns Fortgeschrittene nach ein paar Gleichgewichts-Übungen direkt auf die Loipe. Übrigens gibt es im Pillerseetal über 150 präparierte Loipen-Kilometer zu entdecken - und jedem, der schon mal in Tirol war, brauche ich wohl nicht vom genialen Panorama zu erzählen :-). Immer wieder gab es von Fritz ein paar Tipps, um die Technik zu verbessern - und so fühlte sich das Skaten immer leichter und "flüssiger" an. Echt schade, dass ich es zuvor in dieser Saison nie geschafft habe, die Ski einzupacken und auf die Loipe zu gehen ... Total motiviert bat ich dann auch die Verantwortliche vom Tourismusverband, mich für das Rennen am Folgetag, für das die anderen Teilnehmer alle gemeldet waren, doch noch anzumelden. 


Race-Day!

Am Sonntag war dann die Nervosität in der Gruppe groß - kein Wunder, einige standen ja erst seit drei Tagen auf den Langlaufskiern. Angekommen am Renngelände des Volksbiathlon Hochfilzen, hatten wir zunächst nochmal die Möglichkeit, uns auf der Loipe aufzuwärmen und ein paar Probeschüsse zu machen, bevor auch schon die Starts zum Teambewerb erfolgten. Die Zeit verging dann auch relativ schnell, und wir machten uns auf den Weg zum Start des Einzelbewerbes. Zuvor hatte ich schon gesehen, dass in meiner Altersklasse (Frauen Jg. 1977-2004) nur acht Starterinnen gemeldet waren und hoffte auf einen Platz unter den Top 5 ... und insgeheim auch auf einen "Stockerlplatz", wenngleich mir der doch ziemlich unrealistisch erschien, da ich ja davon ausging, dass die anderen Mädels einige Langlauftage mehr absolviert hatten, als ich. 

 


... und Los geht's!

Wenige Sekunden vor dem Start beschloss ich spontan, mich ganz nach vorne zu stellen, da es die meisten anderen Teilnehmer vorzogen, etwas weiter hinten zu bleiben. Somit kam ich beim Start auch echt gut weg und konnte mich relativ weit vorne einreihen. Von nun an ging's leicht hügelig dahin und ich stellte nach kurzer Zeit fest, dass mich noch keine andere Frau überholt hatte. Motiviert von den beiden Trainer, die mich an der Strecke bei einer Steigung ordentlich anfeuerten, beschloss ich, mir vorerst aber keine Gedanken über meine Position zu machen und einfach mein Bestes zu geben. Mit 4/5 Treffern am Schießstand musste ich nur eine Strafrunde laufen - und ging auf die zweite Runde. 

 


Es läuft!

Mittlerweile war ich natürlich doch von ein paar Läufern überholt worden - und ging davon aus, dass auch Mädels dabei gewesen waren ... mit Haube und Sportbekleidung lässt sich nämlich  teilweise doch relativ schwer sagen, um welches Geschlecht es sich handelt, das einen gerade überholt ;-). Trotzdem beschloss ich, einfach durchzubeißen und keinesfalls langsamer zu werden - und träumte bereits heimlich von einem Stockerlplatz. Auf den letzten Metern vor dem zweiten - und somit letzten - Schießen begleitete mich dann sogar Georg, und versuchte, mir irgendwas zuzurufen, das ich beim starken Wind allerdings nicht vestanden habe. Somit versuchte ich einfach, nochmal alles an Tipps abzurufen, das uns die beiden Trainer mitgegeben hatten, und schmiss mich enthusiastisch auf die Matte am Schießplatz.


Erste Frau - wie bitte?

Das Coole am Volksbiathlon ist, dass es nach nur zwei 2km-Runden nach dem zweiten Schießen quasi direkt ins Ziel geht. Da ich wieder 4/5 getroffen hatte, war auch die Strafrunde schnell erledigt - und ich stellte fest, dass sich der Sprecher mit seiner Moderation irgendwie auf mich zu konzentrieren schien. Schnell noch möglichst elegant durch den Zielbogen - und mein erster Biathlon war geschafft! Nach wenigen Verschnauf-Sekunden, während der ich mich auf den Knien abgestützt hatte, richtete ich mich wieder auf und blickte direkt in die Kamera des Teams vom Salzburger Regionalsender RTS. Als die Moderatorin dann ihre Frage mit "Die erste Dame muss natürlich schon ein Interview geben ..." einleitete, war mir klar: Ich hatte tatsächlich den Gesamtsieg geholt! - Was war hier bitte los, das konnte doch nicht wahr sein!?


Einfach nur "schräg"!

Irgendwie hab ich dann doch ein bisschen gebraucht, um das Ganze zu realisieren. Auch, wenn wohl die Meisten der richtig guten Biathleten bzw. Langläufer beim Teambewerb gestartet sind, so habe ich mich immerhin gegen zehn andere Teilnehmerinnen (und durchaus auch einige Männer) durchgesetzt. Das Gefühl, bei einem Wettkampf als Erste ins Ziel zu kommen, obwohl man absolut gar nicht damit gerechnet hat, ist einfach unbeschreiblich ... Auch irgendwie lustig ist, dass ich bei den Wettkämpfen in "meinen Sportarten" eigentlich doch immer weeeeit entfernt von einem Gesamtsieg bin - und dann bei meinem allerersten Biathlon einfach gewinne. Die Quote für das Sportalpen-Camp war jedenfalls überragend, außer mir durften sich auch ein paar andere TeilnehmerInnen über Stockerlplätze freuen - und ich weiß schon jetzt: Nächstes Jahr bin ich wieder dabei ... und werde versuchen, meinen Titel zu verteidigen! :-)

 

Hier gibt's übrigens noch einen ganz coolen Presseartikel ...


© alle Fotos: Sportalpen.com

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#19 - Traumtag in Dorfgastein/Ski Amadè


Wie ich schon im letzten Blogartikel erzählt habe, stehen bei mir momentan (witterungsbedingt - den Schnee muss man schließlich ausnützen!) nicht unbedingt nur die klassischen Triathlon-Sportarten, also Schwimmen, Laufen und Radfahren am Programm. Letzteres wird momentan überhaupt ein wenig ignoriert, ich kann mich einfach nicht wirklich dazu motivieren, im Wohnzimmer vor dem Fernseher am Rad zu sitzen, wenn draußen Schnee liegt und die Sonne scheint. Deshalb hab ich mich wahnsinnig gefreut, als ich kürzlich im Namen der Bergbahnen Dorfgastein kontaktiert und gefragt wurde, ob ich Lust hätte, einen Tag im Skigebiet Amadè zu verbringen.


meine erste "Einladung"!

Zuerst konnte ich es irgendwie gar nicht glauben, dass ich mit meiner winzigen Reichweite tatsächlich von einem Unternehmen gefragt wurde, ob ich Lust hätte, einen Tag nach Dorfgastein zu kommen. Umso cooler war es dann auch, dass ich gleich noch eine Freundin mitbringen durfte. Auf der Suche nach "sportlichen Mädels" ist die Verantwortliche offensichtlich über meinen kleinen Blog gestolpert, was mich wirklich wahnsinnig freut! 

 

Die perfekte Gelegenheit, um meine Freundin (und gleichzeitig auch FH-Buddy und Lieblings-Taxidienst für die Fahrten nach Kufstein :-)) Kathi, Snowboard bzw. Ski einzupacken und endlich den Skitag zu verbringen, von dem wir schon seit Wochen gesprochen haben! 


What a view!

Der Wetterbericht sah schon am Tag zuvor vielversprechend aus - die Realität hat unsere Erwartungen aber definitiv übertroffen! Bei absolutem Traumwetter holten wir die Tageskarten für das gesamte Skigebiet "Ski Amadè" - übrigens eines der Größten in Europa! - ab und waren auch sehr erleichtert darüber, dass die angekündigte "Sibirische Kälte" noch nicht angekommen war. Die Temperaturen waren tatsächlich so angenehm (etwas unter Null Grad), sodass ich mich kurzerhand entschloss, eine der vier Kleidungsschichten im Auto zu lassen. Umso wichtiger: Ski- bzw. Sonnenbrille und Sonnencreme! Oben am Fulseck (2.033m) angekommen, mussten wir gleich mal synchron die Handys auspacken und das geniale Panorama festhalten.


Sonne, neuschnee, pistenspaß!

Von der Bergstation am Fulseck aus machten wir uns auf, um die Pisten zu erkunden. So richtig weit herumgekommen sind wir angesichts der Größe des Gebiets (760 Pistenkilometer sind für einen Tag dann doch etwas zu viel ...) zwar nicht, aber wir haben doch einige Abfahrten zusammengebracht. Bei dem Wetter waren übrigens sogar die Liftfahrten ein Traum :-). Durch das weitläufige Pistennetz verteilen sich übrigens auch die Skifahrer gut, wir mussten eigentlich nie wirklich anstehen - und das, obwohl ja gerade noch teilweise Semesterferien sind. Unsere Lieblingspiste war übrigens die Abfahrt "Kühageralm" - generell sind eigentlich alle Pisten (die wir gefahren sind) aufgrund ihrer Breite absolut perfekt zum Carven, egal ob mit dem Snowboard oder den Skiern.

 


Verdiente Pause

Frische Luft und viele Pistenkilometer machen natürlich dann doch irgendwann hungrig - somit war das nächste Ziel am frühen Nachmittag dann recht schnell gefunden (Hütten gibt's übrigens im Skigebiet genug!): Die Wengeralm. Natürlich wollten wir unbedingt draußen in der Sonne sitzen und fanden in der Wengeralm sofort einen Tisch mit ausreichend Platz für uns. Eventuell war der Hunger zu diesem Zeitpunkt schon ein bisschen zu groß, wir haben bei der Bestellung nämlich etwas übertrieben ... aber man geht ja schließlich nicht jeden Tag Skifahren! Nach einer (Kinder-)Portion Grillwürstel gab's dann noch jeweils einen Germknödel, den wir allerdings beide nicht ganz geschafft haben - als kleine Verdauungshilfe musste dann noch ein kleines Schnapserl her :-). 


Die letzten Abfahrten

Trotz unseren seeehr vollen Bäuchen wollten wir das Wetter noch ausnutzen und schnallten Board und Ski nochmal an. Als wir dann allerdings wenig später ein geniales Plätzchen neben der Piste mit einigen Liegestühlen entdeckten, war ziemlich schnell Schluss mit der Motivation, weiterzufahren. Bei einem spontanen "Fotoshooting" entstanden dann auch ein paar ziemlich coole Aufnahmen. - Okay, wir wollen uns hier jetzt nicht zu sehr selbst loben, aber der Ausblick war bei dem Wetter wirklich genial. Nach einiger Zeit in der Sonne mussten wir dann leider doch irgendwann ins Tal abfahren - wo wir dann auch festgestellt haben, dass etwas mehr Sonnencreme auch nicht geschadet hätte ... aber ein wenig Farbe im Gesicht ist definitiv nicht das Schlechteste nach so einem perfekten Tag ;-)).

 


Fazit

Meine erste "Einladung" hätte wohl nicht besser sein können - vielen Dank an die Bergbahnen Dorfgastein und Ski Amadè für diesen genialen Skitag! Egal ob Snowboarder oder Skifahrer, Mädels-Tag oder Familien-Ausflug: Das Skigebiet hat definitiv für Jeden eine Menge zu bieten. Vor allem das Gebiet von Dorfgastein zeichnet sich durch die breiten Pisten und vielfältigen Abfahrten aus - und auch die Wengeralm können wir absolut empfehlen ... kleiner Tipp zum Abschluss: Auch nach einer Kinderportion Grillwürstel sollte man sich vielleicht den Germknödel besser teilen, der ist nämlich wirklich riesig :-).

 

 

*Werbung/Einladung der Bergbahnen Dorfgastein 

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#18 - Wintertraining & Saisonplanung


Lange war es jetzt relativ ruhig hier am Blog. Das heißt aber natürlich nicht, dass sich nichts getan hätte - nach einer längeren, verletzungsbedingten Trainingspause bin ich seit zwei Wochen wieder voll motiviert im "Trainings-Modus". Die wichtigsten Wettkämpfe für 2018 stehen mittlerweile auch schon fest und in den nächsten Tag sollte auch mein Trainingsplan eintreffen, sodass ich wieder richtig losstarten und sinnvoll trainieren kann. Hier gibt's einen kleinen Einblick, was sich in der Zwischenzeit so getan hat und welche Pläne ich für das heurige Jahr habe.


neuer Blogtitel

Seit letzter Woche hört mein Blog auf einen neuen Namen - aus "lisa goes tri" wurde "running liesl". Grund dafür ist in erster Linie, dass ich mich mittlerweile eigentlich nicht mehr so ganz als "Triathlon-Einsteigerin" sehe und sich auch der Hintergrund des Blogs ein wenig verändert hat. Ursprünglich war ja Anfang 2017 mein Ziel, hier über meinen Weg zur Triathlon-EM im Vorjahr zu berichten.  Und obwohl auch heuer wieder ein "Großereignis" auf dem Programm steht, soll es hier ein bisschen allgemeiner werden, was es ja im letzten Jahr nach Kitzbühel auch schon irgendwie war. Laaange habe ich überlegt, wie mein Blog nun heißen könnte - und irgendwie fand ich "running liesl" passend und ganz lustig. - Sozusagen eine Mischung aus einem meiner Spitznamen, der Sportart, von der ich ursprünglich ausgegangen bin, und "running sushi" (letzteres ist vielleicht eher Zufall ;-)). 


Good news von Skinfit

Das mit Sicherheit größte "sportliche" Highlight der letzten Wochen war definitiv die Nachricht von Skinfit, dass ich es in die "Skinfit Crew" geschafft habe. Das ist quasi ein Ambassador Programm, für das man sich jährlich bewerben kann und in das nicht allzu viele Sportler aufgenommen werden. Im letzten Jahr hat es leider nicht geklappt - deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, nun Teil des Teams sein zu dürfen und die Marke im Training und bei Wettkämpfen zu repräsentieren. Ich freu mich auch schon wahnsinnig auf das Skinfit-Paket, das im März bei mir eintreffen wird. Die Marke ist vor allem im Laufsport und Triathlon sehr bekannt und beliebt - mir gefallen besonders die schlichten Designs und die Tatsache, dass es sich um eine österreichische Marke (mit Sitz in Vorarlberg) handelt. Besonders gespannt bin ich auch, ob ich bei Wettkämpfen dann auch das eine oder andere Skinfit-Crew-Mitglied kennenlernen werde ...


Zurück im Training

Nach einer - doch längeren als ursprünglich erwartet - Laufpause geht es nun endlich bergauf. Die Schmerzen in der Hüfte sind nach vielen (Strom-/Hochton-) Therapie-Stunden und einigen Wochen Stillstand nun endlich verschwunden. Natürlich war ich in den letzten Wochen aber auch nicht komplett faul, sondern habe die Zeit genützt, um zumindest zweimal pro Woche ins Hallenbad zu gehen und ein bisschen an meiner Schwimmtechnik und -ausdauer zu arbeiten. Natürlich standen aber auch einige Skitouren - sogar mit unserem Beagle-Zwergerl Lenny - auf dem Programm. Ein bisschen Abwechslung muss schließlich sein - und was wäre der Winter ohne Schnee-Aktivitäten :-).

 

Nun geht's aber auch im Lauftraining wieder voran - da hab ich natürlich einiges aufzuholen und freu mich deshalb schon auf meinen Trainingsplan, der gerade noch auf meine Wettkampfpläne abgestimmt wird.


Planung 2018

Für das heurige Jahr hab ich mir vor allem vorgenommen, auf der Sprintdistanz Gas zu geben. Das liegt natürlich in erster Linie daran, dass die EM in Glasgow im August ebenfalls auf dieser Distanz ausgetragen wird,  andererseits hab ich aber auch am Ende des letzten Jahres festgestellt, dass ich einfach ein - wie mein Trainer so schön sagt - "Wettkampf-Viech" bin und heuer möglichst viele Wettkämpfe machen möchte, um vor allem auch Erfahrung zu sammeln. Klar steht (vielleicht schon 2019) auch früher oder später eine Mitteldistanz am Programm, aber heuer möchte ich einfach mal auf der kurzen Distanz schneller werden, vor allem beim Laufen auf der 5km-Strecke.

 

Dennoch startet auf diese Saison wieder mit dem Halbmarathon-Training - einfach aus dem Grund, weil vor allem das Grundlagentraining die ideale Basis für das spätere Training ist. Mit Linz hab ich ja auch noch eine Rechnung offen - ob sich eine neue Bestzeit ausgeht, kann ich aufgrund der doch recht kurzen Zeit, die für die Vorbereitung noch bleibt, nicht genau sagen, aber ich möchte möglichst nah an die 01:47 von Verona ran. 


Wettkämpfe 2018

Hier gibt's mal eine kleine Übersicht, was für heuer grundsätzlich alles geplant ist - durch mein Studium müssen die Wettkämpfe ja (mit ganz wenigen Ausnahmen) am Sonntag und nicht allzu weit von Salzburg entfernt stattfinden. 

 

 

18.03.18   // Welser Halbmarathon (5km)

08.04.18   // Int. GRAWE Oichtental Halbmarathon (10km)

15.04.18   // Linz Marathon (Halbmarathon)

06.05.18   // Braunauer Sprinttriathlon (Sprint)

02.06.18   // Linztriathlon (Sprint)

10.06.18   // Wolfgangsee Challenge (Sprint)

17.06.18   // Eisenwurzen Triathlon (Sprint)

23.06.18   // Steeltownman (Sprint)

28.07.18   // Trizell (Sprint)

9.-11.8.18 //  European Championships Glasgow (Sprint)

 


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#17 - Mein Sportjahr 2017


Das Jahr 2017 war vor allem in sportlicher Hinsicht ein ganz Besonderes für mich: Viel Training, coole Wettkämpfe, ein paar körperliche "Rückschläge" und als absolutes Highlight die European Triathlon Championships über die Olympische Distanz in Kitzbühel. Ich durfte viele neue Erfahrungen machen, viel Neues lernen - und feststellen, dass auch ich mit gezieltem Training noch Einiges herausholen und Erfolge feiern kann, von denen ich vor einem Jahr noch nicht mal geträumt habe. Kurz gesagt - 2017 war einfach genial! Deshalb möchte ich hier nochmal auf die absoluten Höhepunkte des Jahres zurückblicken und diese Erinnerungen mit euch teilen.


Ohne Training geht nix.

Die größte Erkenntnis des Jahres war mit Sicherheit, dass man nur mit gezieltem Training seine Ziele erreicht. Das war mir natürlich auch schon zuvor klar, dennoch habe ich bis vor einem Jahr sportlich eigentlich immer nur das gemacht, wozu ich gerade Lust hatte. Nach der Qualifikation für die EM in Kitzbühel war mir natürlich schon Ende 2016 klar, dass ich daran etwas ändern muss - deshalb habe ich meinen ÖTRV-Arbeitskollegen Hubert, der selbst im Laufsport unglaubliche Leistungen abgeliefert hat, um Unterstützung gebeten.

 

An den auf mich abgestimmten Trainingsplan musste ich mich natürlich erst gewöhnen - plötzlich hatte ich ziemlich genaue Vorgaben, wann ich was trainieren sollte. Besonders ungewohnt waren vor allem auch die vielen GA1-Einheiten, die meine Grundlagenausdauer verbessern bzw. eigentlich erst überhaupt mal entwickeln sollten.


Linz Halbmarathon

Anfang April stand bereits der erste Wettkampf auf dem Plan: Beim Halbmarathon in Linz wollte ich die 1:50er-Marke knacken - meine persönliche "Bestzeit" nach insgesamt erst drei Halbmarathons lag zu diesem Zeitpunkt noch bei 1:54:34. Leider hatte ich im Vorfeld bereits seit Wochen mit einem Schienbeinkantensyndrom und Problemen mit der Wade zu kämpfen. Alles andere als die idealen Vorraussetzungen, um mein Ziel an diesem Tag zu erreichen ...

 

Letztendlich stand an diesem Tag eine Zeit von 1:50:07 auf der Ergebnisliste. Für mich persönlich zunächst eine Riesenenttäuschung - da ich mich zu sehr auf meine GPS-Uhr verlassen hatte, die mir eine falsche Pace (aufgrund falscher Streckenmessung) angezeigt hatte. So weh es einerseits tat, zu wissen, dass ich mein Ziel nur aufgrund meiner eigenen Naivität verpasst hatte - auf der anderen Seite war ich überrascht, dass ich trotz der ständigen Schmerzen überhaupt so nah an mein Ziel herangekommen war.

 

Natürlich hab ich aber auch aus meinen Fehlern gelernt - und mich seither nie wieder zu 100% auf die Uhr verlassen ... 


neues Airstreeem bike

Kurz darauf durfte ich direkt im Headquarter der Salzburger Radmarke Airstreeem mein neues Rennrad in Empfang nehmen. Das Geniale dabei: Gründer und Geschäftsführer der Marke Stefan Probst stellte mir das Bike für die Saison kostenlos zur Verfügung, quasi als Unterstützung für die EM in Kitzbühel.

 

Stefans Hintergedanke war damals sicherlich, dass ich mich nach Saisonende nicht mehr trennen können würde - und genau so ist es dann am Ende auch gekommen :-). Mit dem Model "Kalima", das extra an mich angepasst wurde, bin ich nach wie vor superhappy - und freu mich schon jetzt wieder auf den Frühling, wenn es wieder ins Freie geht. Ein Riesendanke an dieser Stelle auch  nochmals an Stefan und das Airstreeem-Team für den großartigen Support, der ja bei einer Hobby-Sportlerin wie mir absolut nicht selbstverständlich ist.


Linztriathlon

Ende Mai stand dann auch schon Triathlon Nr. 2 am Programm: Die Olympische Distanz in Linz, die gleichzeitig eigentlich auch bereits die "Generalprobe" für Kitzbühel sein sollte. Bei sehr heißen Temperaturen gab es an diesem Tag vor allem eine neue Erkenntnis für mich: Trinken, trinken, trinken ... sonst geht am Ende gar nix mehr.

 

Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt einfach noch relativ wenig Erfahrung mit der richtigen Ernährung im Wettkampf, was bei einer sportlichen Belastung von rund drei Stunden an diesem Tag allerdings absolut notwendig gewesen wäre. So musste ich mich den Temperaturen von über 30 Grad (Start zu Mittag) mehr oder weniger geschlagen geben und war am Ende einfach nur froh, dass ich es - mit viel Gehen auf der Laufstrecke - überhaupt ins Ziel geschafft habe, wo ich zu allem Überfluss auch noch für einen kurzen Einsatz der Rettungssanitäter sorgte. Dennoch lief an diesem Tag auch einiges gut und ich hoffte einfach nur auf niedrigere Temperaturen bei der EM.


Europameisterschaft in Kitzbühel

Nach einem Start bei der Wolfgangsee Challenge über die Sprintdistanz, bei der ich mir noch ein wenig Selbstvertrauen holen konnte, war es dann soweit: Meine erste Age Group Europameisterschaft in Kitzbühel, für die ich mich im Jahr zuvor eigentlich gar nicht absichtlich qualifiziert hatte! Die Nervosität war natürlich groß, auch aufgrund der Tatsache, da es sich ja um eine Heim-EM handelte.

 

An diesem Tag hat dann tatsächlich alles gepasst - kühle Temperaturen, perfekter Support dank meinen Eltern und meiner besten Freundin Verena und ein wirklich geniales Rennen. Nach wie vor hatte ich zu diesem Zeitpunkt mit Schienbein & Wade zu kämpfen, an diesem Tag konnte ich - nach vielen schmerzhaften Trainingseinheiten und auch relativ viel Verzweiflung und Unsicherheit - das aber alles ausblenden und überglücklich die Ziellinie überqueren.


Erholung & Traun Triathlon

Nach Kitzbühel war dann einfach Auskurieren der Verletzungen und Erholung angesagt - nach einem Urlaub auf Kreta und einigen coolen Tagen am Berg war ich dann wieder motiviert und startete ohne viel Training beim Trizell über die Sprintdistanz, was mir auch ein nur mittelmäßiges Ergebnis einbrachte. 

 

Das wollte ich so nicht als Abschluss der Triathlon-Saison stehen lassen und fand mit dem Aloha Triathlon in Traun (OÖ) über die Sprintdistanz noch eine neue Herausforderung:  Die Qualifikation für die EM über die Sprintdistanz 2018 in Glasgow (Schottland) wollte ich zumindest versuchen. Auch, wenn das Rennen nicht perfekt war, durfte ich mich gleich über zwei Erfolge freuen: Die Qualifikation für Glasgow und den Titel der oberösterreichischen "Sportunion Landesmeisterin" in meiner Altersklasse bzw. den Vize-Titel bei den Damen. 


Saisonabschluss in Verona

Nach ein paar Läufen im Herbst stand Mitte November noch der letzte wichtige Wettkampf auf dem Programm: Beim Halbmarathon in Verona wollte ich nun endlich mein großes "Lauf-Ziel" für 2017 erreichen. Obwohl ich auch diesmal zuvor wieder von einer Verletzung bzw. Überlastung im Hüftbeuger geplagt war, hat es diesmal schlussendlich geklappt: Das Gefühl, das eigene Ziel nicht nur knapp geschafft zu haben, sondern mit 1:47:20 wirklich deutlich unter der 1:50er-Marke gelandet zu sein, war so überwältigend, dass ich zum ersten Mal in meiner sportlichen "Karriere" einige Tränen vergießen musste. - Vor allem, weil ich wusste, dass mir viele Freunde und Bekannte, aber vor allem auch meine Familie die Daumen gehalten hatten und nur darauf warteten, zu erfahren, ob es diesmal geklappt hatte.

 

An dieser Stelle muss ich auch den Hubert (obwohl er es sicherlich nicht gerne liest) nochmal dankend erwähnen, der mich mit seinem Trainingsplan optimal auf Verona vorbereitet hat.


Bereit für 2018!

Und so geht ein wirklich unvergessliches Jahr zu Ende. Auch, wenn vielleicht nicht immer alles zu 100% nach Plan/Wunsch gelaufen ist, so habe ich in diesen Fällen zumindest viel dazulernen können. Für 2018 gibt es schon ein paar Pläne - das Highlight wird aber mit Sicherheit die Europameisterschaft über die Sprintdistanz in Glasgow sein, die im kommenden August stattfindet und mit der ich - zusammen mit Verena, die wieder als Support dabei ist - eine kleine Schottland-Reise verbinden werde.

 

Was hier nochmal gesagt werden muss: DANKE an meine Familie (vor allem an meine Mama, die als "Coach" bei vielen Wettkämpfen dabei war) meine Freundinnen und Freunde und überhaupt alle, die das hier lesen und mir immer wieder (egal ob hier als Kommentar, auf Facebook oder Instagram) schreiben. Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und Gesundheit & Erfolg für 2018!


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#16 - Viel Veränderung


Einiges ist den den letzten Wochen passiert - und auch, wenn ich zwischenzeitlich nicht alles zu 100% positiv sehen konnte, so bin ich jetzt doch wirklich zufrieden mit der Veränderung, die sich in Hinblick auf 2018 ergeben hat. Auch sportlich lief's in den letzten Wochen nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt hätte: Die Schmerzen im Hüftbeuger sind jetzt aber endlich entgültig Vergangenheit und sobald ich meine starke Verkühlung, die mich die letzte Woche beschäftigt hat, komplett überwunden habe, steht den Trainingseinheiten und Skitouren absolut nichts mehr im Wege. Mit dem Silvesterlauf in Seekirchen wartet ja noch ein letzter Wettkampf in diesem wirklich spannenden Jahr auf mich - da wird noch einmal Gas gegeben! Neu ist auch unser Familienmitglied "Lenny" - ein Beagle, auf den wir uns monatelang gefreut haben und der uns momentan ganz schön auf Trab hält und wahnsinnig viel Freude macht.


Time for a change!

Nach fast 4 1/2 Jahren war es für mich aus verschiedenen Gründen an der Zeit, Dachstein zu verlassen. Nach ein paar Tagen, in denen ich erst mal ein bisschen mit Allem abschließen und auch überlegen musste, was ich nun machen will, ist der Plan für die nächsten Wochen relativ konkret: Ich werde mir erst mal ein paar Wochen Pause gönnen und darf beim Österreichischen Triathlonverband, für den ich nebenbei ja schon länger als Freelancer tätig war, voraussichtlich ab Jänner mehr Aufgaben übernehmen. Das bedeutet auch, dass ich mich mehr auf mein Studium konzentrieren kann - und ich freue mich wahnsinnig, nun ein größerer Teil des ÖTRV-Teams werden zu dürfen ... und nun beruflich auch mehr mit dem Sport zu tun haben zu dürfen, zu dem ich letztendlich ja selbst durch den Verband gekommen bin. Aber auch die 4 1/2 Jahre bei Dachstein waren eine wirklich coole Zeit und ich hab viel dort lernen dürfen. Dafür bin ich dem ganzen Team dankbar - und werde gespannt verfolgen, was sich bei Dachstein so tut.

 

Früher oder später werde ich mich dann wieder nach einem 30h-Job umsehen, der neben dem berufsbegleitenden Studium gut schaffbar ist, aber das kann ich nun ohne Druck in den nächsten Wochen und Monaten machen. 

 


Mehr Zeit für Sport

Sobald ich dann auch wieder richtig fit bin, möchte ich das Lauftraining wieder aufnehmen - aber auch mehr Zeit im Hallenbad verbringen, da ich jetzt natürlich zeitlich um einiges flexibler bin und somit zu den Zeiten trainieren kann, an denen relativ wenig los ist. Auch für die eine oder andere Skitour sollte jetzt definitiv Zeit sein. Die Freizeit, die ich nun plötzlich zur Verfügung habe, möchte ich so gut es geht nutzen, um all das aufzuholen, wozu ich in den letzten Wochen oft nicht gekommen bin.

 


Lenny in Tha' House!

Ganz neu in meinem/unseren Leben ist auch ein kleiner Beagle-Welpe, für den wir uns rund 1 1/2 Jahre nach dem Verlust von unserem "Hunter" entschieden haben. Lenny ist zwar in erster Linie natürlich der Hund meiner Eltern und wohnt dementsprechend auch in meinem Elternhaus in Siezenheim, natürlich möchte ich aber auch so viel Zeit wie möglich mit ihm verbringen ... kein Wunder also, dass ich momentan ganz viel Zeit daheim verbringe und hier nun auch einen Arbeitsplatz habe, an dem ich gerade täglich am Jahresbericht für den ÖTRV arbeite. 

 

Lenny ist jetzt drei Monate alt und gibt ganz schön Gas - seine anfängliche Schüchternheit hat er überraschend schnell abgelegt und ist ziemlich frech und neugierig. Nachdem er die ersten Wochen noch nicht alleine über die Stiege in den Garten hinunter bzw. anschließend wieder hinaufgehen darf, muss man eigentlich stündlich mit ihm auf "Lackerl-Mission" :-).

 



Weihnachten & Silvester

Und so verbringe ich die Weihnachtszeit heuer irgendwie ganz anders, als in den letzten Jahren, wo alles immer sehr stressig und hektisch war. Plötzlich so viel Zeit für sich und andere zu haben, ist ein Riesen-Luxus, den ich jetzt auch wirklich schätze. Weihnachten werden wir wie immer mit der Familie im kleinen Kreis verbringen - und an Silvester habe ich, nachdem tagsüber ja der Silvesterlauf in Seekirchen stattfindet, auch nichts Spektakuläres geplant. 

 

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und erholsame Feiertage!

 

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#15 - Rennbericht: Verona Halbmarathon


Nachdem mit der Triathlon-Europameisterschaft in Kitzbühel im heurigen Juni ja bereits das mit Sicherheit größte Highlight meiner bisherigen, sportlichen Karriere stattgefunden hat, sollte diesen Herbst noch ein weiteres folgen: Der Halbmarathon in Verona. Nachdem ich ja in Linz beim ersten Versuch, eine Halbmarathon-Zeit unter 01:50 Stunden zu laufen, gescheitert war, galt es in den letzten Wochen im Training nochmal Gas zu geben - was, wie ich schnell feststellen musste, am Ende einer doch langen und sehr turbulenten Saison nicht ganz so einfach war, wie ursprünglich erwartet. Ob es sich "mein Zeit-Ziel" am Ende ausgegangen ist? - So viel darf in der Einleitung schon mal verratet werden: JA!


Es Zwickt wieder ...

Die letzten zwei Wochen vor dem Halbmarathon waren zugegebenermaßen alles andere als das, was man als "ideal" beschreiben würde. Nachdem ich seit dem Sommer absolut schmerz- und verletzungsfrei trainieren hatte können, war ich absolut optimistisch gestimmt, dass nun nichts mehr schief gehen würde ... und es kam, wie es kommen musste: Zwei Tage vor unserem offiziellen Saisonabschluss-Lauf, dem Höglwörtherseelauf in Bayern, tauchten Schmerzen in der Hüfte bzw. beim Hüftbeuger auf. Diese wurden zunächst natürlich mal als nicht tragisch eingestuft - und selbstverständlich wollte ich mir den Start beim letzten Wettkampf vor Verona auch nicht nehmen lassen. Auch meine Masseurin fand keine Anzeichen einer ernstzunehmenden Verletzung sondern vermutete des Problem eher im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule, da ich mich generell irgendwie "schief" fühlte. 


Generalprobe in Höglwörth

Am Tag des Rennens in Höglwörth versuchte ich dann, mich möglichst lange und gut aufzuwärmen, in der Hoffnung, dass damit die Schmerzen eventuell verschwinden würden.

 

Während dem Rennen war ich dann ohnehin zu sehr beschäftigt mit der kupierten Strecke und lief ziemlich am Limit, sodass ich gar nicht an die Schmerzen in der Hüfte dachte. Die 13km lange Strecke konnte ich zudem in 01:02:10 zurücklegen - über 2 Minuten schneller als im Vorjahr! Obwohl die Hüfte nach dem Rennen dann doch ordentlich "zwickte", war ich superhappy und motiviert. Mit insgesamt 30 Startern konnten wir auch die Vereinswertung gewinnen - sechs 3-Liter-Flaschen Bier für die Weihnachtsfeier sind jedenfalls schon mal gesichert :-).


Es wird ernst ...

Die letzten zwei Wochen vor Verona waren dann in vielerlei Hinsicht nicht optimal. Zum einen war es beruflich wahnsinnig stressig, da wir sowohl unseren Katalog für Winter 2018 fertigstellen, als auch unser Salesmeeting veranstalten mussten - trotz Studium und dem vereinbarten 30h-Wochenpensum saß ich gefühlt fast Tag und Nacht vor dem Bildschirm und versuchte, alles fertigzubringen. Dass auch mein Körper nicht mitspielen wollte, sorgte dabei nicht unbedingt für bessere Stimmung - am Ende mussten die Trainingseinheiten dann doch teilweise etwas gekürzt werden, weil die Schmerzen in der Hüfte einfach zu groß waren. 

 

Am Ende war ich mir jedenfalls alles andere als sicher, dass ich mein Ziel diesmal erreichen würden - und ich kannte mich gut genug, um zu wissen, dass ein Scheitern in diesem Fall wirklich schwer zu verdauen sein würde. Trotzdem versuchte ich, positiv zu bleiben - schließlich freute ich mich ja doch auf das Rennen und wollte jedenfalls mein Bestes geben.


Ciao, Italia!

Am Samstag vor dem Rennen ging es dann von der FH in Kufstein direkt weiter nach Verona. Dort angekommen, holten wir unsere Startnummern ab und checkten im Hotel ein. Das Geniale: Unsere Unterkunft war nur wenige Gehminuten vom Start entfernt, was wirklich superpraktisch war, da es doch etwas kühl war und wir somit keine zusätzliche Bekleidung abgeben mussten, da wir direkt zum Start gehen konnten.

 

Am Abend gab's dann noch einen Riesenteller Gnocchi und - gehört schließlich dazu - zwei Gläser Wein und ein Tiramisu :-) ... und dann ging's auch schon ab ins Bett, um am nächsten Tag fit zu sein. 

 

 

 


Raceday!

Als ich am Sonntag um 6:30 Uhr aufwachte, war ich eigentlich überhaupt nicht nervös - das heißt schon mal was, weil ich ja (vor allem vor den Triathlons) normalerweise keinen Bissen herunterbringe und auch emotional oft ziemlich angeschlagen bin. Diesmal konnte ich problemlos ein Honigsemmerl essen und ausreichend Tee dazu trinken. Ein paar Gruppenfotos später ging's dann auch schon in Richtung Start. Irgendwie waren wir dann doch relativ spät dran, dazu kam noch die schlechte Beschilderung der einzelnen Sektoren (je nach angepeilter Laufzeit für Halbmarathon/Marathon) ... auf jeden Fall ging alles extrem schnell, zum Aufwärmen war keine Zeit mehr und ich stellte mich einfach in den erstbesten Sektor, um ja nicht den Startschuss zu verpassen. Rund um mich waren überall Italiener - alle gut gelaunt und hochmotiviert. 


Auf geht's!

Der Startschuss fiel und die Masse setzte sich in Bewegung. Schnell stellte ich fest, dass ich mich vielleicht etwas zu weit hinten eingeordnet hatte und nutzte jede Gelegenheit, um zu überholen und so halbwegs in mein Lauftempo zu finden. Die Hüfte spürte ich zwar von Anfang an, dennoch wollte ich es einfach versuchen und zumindest so lange laufen, wie es eben möglich war. 

 

Im Laufe der Zeit fand ich auch den einen oder anderen Österreicher und genoss die Atmosphäre. Auf's Trinken verzichtete ich diesmal fast komplett, da die Temperatur mit unter 10 Grad ja sehr niedrig war und ich ohnehin immer Probleme mit Seitenstechen und Magenschmerzen habe. Der regelmäßige Blick auf die Uhr zeigte mir, dass ich ziemlich gut in der Zeit lag - aber auch nicht allzu viel "Puffer" hatte. Im Hinterkopf war natürlich immer die Frage, ob die Hüftschmerzen schlimmer werden und mich am Ende dann vielleicht doch zum Aufgeben zwingen würden ...

 


Das Ziel naht ...

Kilometer und Kilometer ging vorbei - ich glaube, ich bin selten so konstant und fokussiert gelaufen - und je näher das Ziel kam, desto überzeugter war ich, dass ich es diesmal schaffen würde. An die Hüfte dachte ich immer seltener, die Schmerzen waren zwar nach wie vor da, aber nie so stark, dass ich wirklich Probleme damit hatte. Bei Kilometer 17 hatte ich dann ganz kurz einen kleinen Einbruch und merkte, dass ich bisher doch ein (für meine Verhältnisse) relativ hohes Tempo gelaufen war.

 

Dennoch versuchte ich, nicht nachzulassen - und zwei Kilometer später war mir klar, dass es sich diesmal ausgehen würde. Diesmal würde ich nicht um lächerliche sieben Sekunden zu langsam sein! 

 



Geschafft!

Ich versuchte trotzdem, mich noch zurückzuhalten und - wie man so schön sagt - "fokussiert" zu bleiben. Übelkeit oder Seitenstechen wären natürlich das Letzte gewesen, was ich so kurz vor dem Ziel gebraucht hätte. 

 

Den letzten Kilometer gab ich dann einfach Gas und überholte noch eine ganze Menge Läufer, bevor ich dann schon die "Arena di Verona" sehen konnte und in die Zielgerade einbog. Nachdem ich ins Ziel gelaufen war und meine Mama sah, die natürlich schon eiiinige Minuten vor mir angekommen war, passierte dann auch schon die nächste "Premiere": Ich musste einfach HEULEN. Und das ist mir wirklich noch nie passiert, dass ich vor Freude geheult hab :-). Mama hat dann, glaube ich, gleich mitgeheult, als ich ihr die Zeit auf meiner Uhr gezeigt hab. Der Rückweg zum Hotel war zwar dann etwas lang, weil wir beide ziemlich (Mama kämpft schon seit einigen Wochen mit ihrem Fuß) gehumpelt sind - aber ich war einfach nur überglücklich.

 


Fazit

Mit meiner Zeit von 1:47:20 habe ich mein Ziel mehr als nur erreicht - ich hätte mir niemals gedacht, dass ich diese Zeit schaffen würde. Im Nachhinein gesehen, war einfach alles perfekt - kein Seitenstechen, kein Magenweh, die Schmerzen waren auch mehr als erträglich ... es war einfach der perfekte Tag! Natürlich wurde dann auch ausgiebig (soweit das halt möglich ist, nach einem Wettkampf) gefeiert - es gab einfach so viele geniale Leistungen, über die ich mich irgendwie nochmal genau so sehr freute, wie über meine eigene ... egal ob meine Mama, die nach einem gesundheitlich wirklich schwierigen Jahr immerhin den Halbmarathon (statt dem geplanten Marathon) in einer großartigen Zeit von 01:36h gelaufen ist, mein Papa, der den Marathon in unglaublichen 03:04h geschafft hat, oder auch meine Freundin & Lieblings-Studienkollegin Kathi, die in Verona ihren ersten Halbmarathon gelaufen ist und vor einem Jahr sicherlich auch nicht gedacht hat, dass sie das jemals machen würde :-). 

 

Bedanken möchte ich mich unbedingt bei meinem Trainer Hubert, der mich gemeinsam mit seiner Frau Birgit am Vorabend des Rennens nochmal so richtig motiviert hat und mich während des ganzen Jahres mit seinen Trainingsplänen begleitet (und manchmal auch gefordert ;-)) hat - und natürlich bei meinen Eltern, vor allem bei meiner Mama, die mich bei vielen der Trainingseinheiten begleitet hat ... du bist einfach die beste "Pacemakerin"!

 

... jetzt wird erst mal geschont - bis die Hüfte wieder voll einsatzfähig ist!

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#14 - Kurzes Update zwischendurch


Seit dem letzten Bericht sind viiiele Wochen vergangen - deshalb ist es wohl wieder mal Zeit für ein kurzes Update. Wer jetzt glaubt, dass in der Zwischenzeit nichts passiert ist, der täuscht ich allerdings - egal ob sportlich oder beruflich, bei mir tut sich gerade einiges. Vor allem, weil ich seit Anfang Oktober wieder (Teilzeit-) Studentin bin -aber auch, weil ich es im Herbst nochmal lauftechnisch wissen will und somit auch in der "Off-Season" ein paar Wettkämpfe am Programm stehen bzw. standen.


Back to the roots!

Nicht, dass es mir beruflich oder sportlich an Herausforderungen fehlt - aber ein Masterstudium hatte ich natürlich seit meinem Bachelor-Abschluss immer wieder auf meiner "Bucket List". Immerhin ganze vier Jahre hat es gedauert, bis ich mich zu 100% dazu entschließen konnte und es war von Anfang an klar, dass aus mir keine Vollzeit-Studentin mehr wird, jetzt, wo ich mich so sehr an das Arbeitsleben, regelmäßiges Einkommen und natürlich auch die sportlichen Möglichkeiten, die mit Letzterem zusammenhängen, gewöhnt habe. Bereits im Frühling habe ich mich deshalb an der Fachhochschule Kufstein, wo ich auch mein Bachelor-Studium absolviert habe, beworben - und wenig später schon die Zusage bekommen. Glücklicherweise gab mir auch mein Chef seinen Segen, was alles andere als selbstverständlich ist, da wir auch firmenintern (zumindest in der Zukunft) kleinere Adaptionen vornehmen müssen, um mich für die neue Herausforderung "freizuspielen". 

 


Arbeit, Studium & Sport?

Ab sofort arbeite ich somit nur noch 28,5h/Woche und habe folglich auch keinen All-In-Vertrag mehr. Wer sich jetzt fragt, wie ich all das - inklusive Triathlon-Training und Wettkämpfe - unter einen Hut bekommen möchte: Ich glaube (und hoffe), dass alles mit gutem Zeitmanagement, Ehrgeiz und ein bisschen Konsequenz machbar ist. Dank meinem Trainer, mit dem ich mich ja regelmäßig abstimme, sollte es auch nicht an der Trainingsplanung scheitern.

 

Somit sollte auch nebenbei noch ausreichend Zeit für's Training bleiben, obwohl ich künftig den Freitagnachmittag sowie den kompletten Samstag im Hörsaal verbringen darf. Fest steht aber auch, dass ich neue Ziele, wie etwa eine Mitteldistanz, erst mal verschieben werde, da ich ohnehin mit der Vorbereitung für die Europameisterschaft in Glasgow im August zu tun haben werde.


keep on running ...

Nachdem ich glücklicherweise nach wie vor absolut schmerzfrei laufe - was ja nach den enormen, ständigen Schmerzen, die ich während der Vorbereitung für Kitzbühel in der Wade hatte, absolut keine Selbstverständlichkeit für mich ist - steht einigen Wettkämpfen im Herbst nichts im Wege. Das große Ziel ist aber natürlich der Halbmarathon in Verona, der am 19. November 2017 stattfinden wird, und bei dem ich eeendlich die 1:50:00 Marke knacken will ...

 

Nach der Triathlonsaison steht nun wieder die Grundlagen-Ausdauer ganz oben auf der Liste. Was bedeutet: Laaange, sehr langsame Einheiten, die manchmal ein bisschen langweilig bzw. frustrierend sein können. Deshalb kam mir der eine oder andere Bewerb gerade recht, um zwischendurch ein bisschen Gas zu geben und die eine oder andere Zeit zu verbessern :-).


"Team Dachstein" beim Salzburger Businesslauf

Bereits Mitte September ging ich gemeinsam mit meinen beiden Kollegen Armin und Philipp beim Businesslauf in Salzburg an den Start. Bei starkem Regen konnte ich auf der durchaus sehr selektiven Strecke - mit Treppen, 90° Kurven und zwei Tiefgaragen-Durchquerungen - dann auch eine neue persönliche Bestzeit erzielen. Mit meiner Zeit von 27:51 auf die knapp 6km war ich an diesem Tag mehr als zufrieden, vor allem, weil ich eigentlich gar nicht gedacht hätte, dass ich aus dem Grundlagen-Training heraus eine Durchschnitts-Pace von 4:43/km laufen kann :-). 

 

Mit dem Team haben wir außerdem sogar den 8. Rang (von 319 Teams!) in der Mixed-Wertung belegt. Ziemlich amüsant finde ich übrigens das Foto von Salzburg24 (siehe anbei) bzw. die vielen Jungs hinter mir, bzw. das "Gespenst im Regen-Poncho". 


Neue Erkenntnisse ...

Kurz darauf war ich dann gemeinsam mit meiner Mama in Weinburg (Niederösterreich), da wir beide für unseren Laufverein die Ausbildung zum "Übungsleiter Laufsport" machen durften.

 

4 Tage mit viiielen neuen Inputs und auch einigen Praxiseinheiten. Bereits am ersten Tag ging's für alle auf die Laufbahn für einen Laktattest. - Für mich das absolute Highlight, da ich nur die Werte von Anfang 2016 hatte, bevor ich überhaupt regelmäßig trainiert habe. Deshalb war ich wirklich gespannt darauf, wie ich mich so entwickelt habe.

 

Fazit: Sie existiert tatsächlich, die Grundlagen-Ausdauer! Ich muss sagen, ich war ganz schön beeindruckt von dem Unterschied zwischen den beiden Tests. Außerdem versteh  ich jetzt auch meinen eigenen Trainingsplan besser bzw. weiß, dass mein Trainer Hubert mir die richtigen Einheiten aufschreibt :-).


Wolfgangsee-Uferlauf

Am 15. Oktober 2017 ging's zum 10km Uferlauf, der im Rahmen des Wolfgangseelaufs stattfand. Mein Ziel war natürlich, auf der leicht kupierten Strecke die Bestzeit vom Vorjahr zu unterbieten und die 50min. zu knacken - was mir beides auch gelungen ist. Wenn ich ganz ehrlich bin, hätte ich mir zwar etwas mehr erhofft, was die Zeit anbelangt, aber mit 49:22 min. war ich trotzdem ganz zufrieden: Über zwei Minuten schneller als letztes Jahr - und zum ersten Mal sub-50 auf 10km.

 

Irgendwie war ich an dem Tag aber auch körperlich einfach nicht ganz so gut drauf und hatte von Anfang an mit starkem Seitenstechen und zwischendurch auch Übelkeit zu kämpfen. Somit darf ich mich auf keinen Fall beschweren - auch deshalb nicht, weil ich ja eigentlich gar nicht auf kurze Bewerbe trainiert habe - und in der Team-Marathon-Wertung gemeinsam mit meiner Mama und einer Bekannten von uns den 3. Rang erreicht hab :-)).


Oktoberlauf St. Johann

Am Nationalfeiertag stand dann schon der nächste Wettkampf auf dem Programm - beim Oktoberlauf in St. Johann bin ich auch schon im vergangenen Jahr gestartet und durfte mich damals über Rang 2 in meiner Altersklasse freuen. Somit stand dieser Bewerb natürlich auch heuer wieder auf meiner Liste - und ganz heimlich hab ich natürlich schon von einem weiteren Podestplatz geträumt :-). 

 

Das "Spezielle" am Oktoberlauf ist die knackige Steigung, die in jeder der insgesamt vier Runden zu bewältigen ist. Dafür kann man aber auf der Geraden und auf der Bergab-Passage ordentlich Gas geben, was ich (für meine Verhältnisse) auch gemacht hab. Am Ende war ich dann rund  1 1/2 Minuten schneller als im Vorjahr - und auch, wenn es diesmal nur für Rang 3 gereicht hat, war ich richtig happy!



Es wird ernst ...

Wieder einmal ist die Zeit viel zu schnell vergangen - in genau 3 Wochen hab ich meinen Halbmarathon in Verona schon hinter mir, sitze hoffentlich schon mit einem Aperol Spritz in einer Pizzeria und freue mich über eine neue Bestzeit :-). Bis dahin stehen noch einige Trainingseinheiten am Plan, und auch beruflich ist momentan absolute "Kampfzeit". Ich freu mich aber natürlich schon auf den "großen Tag" - und werde euch auf dem Laufenden halten!

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#13 - Rennbericht: Aloha Triathlon Traun


Als Abschluss der heurigen Triathlon-Saison, die für mich mit Sicherheit aufgrund der EM in Kitzbühel unvergesslich bleibt, hatte ich mir relativ spontan noch einen letzten Bewerb ausgesucht, bevor ich den Schwerpunkt dann auf Bergsteigen und Laufen legen werde. Bergsteigen, weil einige meiner Kollegen und ich im September gemeinsam auf den Großglockner gehen möchten - und Laufen, weil ich die Halbmarathon-Zeit von 01:50:07 so nicht stehen lassen möchte, und im November beim Verona Halbmarathon den zweiten Versuch in diesem Jahr wagen werde, die 01:50:00-Marke zu unterbieten. Somit folgen auch weitere, spannende Wochen und Monate - und ich freue mich auch jetzt schon wieder auf die nächste Triathlon-Saison. Der "Aloha Triathlon" in Traun/OÖ war jedenfalls (aus jetziger Sicht) der letzte Triathlon in diesem Jahr.


It's Race day!

Der Sonntagmorgen begann zunächst einmal etwas unerwartet - nachdem es den ganzen Samstag über geregnet hatte, war die Angst vor einem verregneten Bewerbs-Tag natürlich relativ groß, weshalb ich mich auch am Vorabend mit diversen Wetter-Apps beschäftigt hatte. Für mich stand nach ausgiebiger Analyse sämtlicher Wetterberichte am Samstagabend vor dem Schlafengehen jedenfalls fest: Der Sonntag würde auf alle Fälle schon von in der Früh weg trocken sein.

 

Umso überraschter (oder auch verzweifelter) war ich, als gegen 06:00 Uhr morgens der Regen wie verrückt an meine Fensterscheiben prasselte. Vorsichtshalber packte ich dann widerwillig auch noch Ärmlinge und - für den absoluten Notfall - eine Regenjacke ein. Dass meine Auswahl an Wetter-Apps allerdings weiterhin einen "trockenen Bewerb" prognostizierte, stimmte mich jedoch zuversichtlich. Schnell noch alles ins Auto gepackt, dreimal konzentriert darüber nachgedacht, ob auch wirklich alles "on board" war - und los ging's auch schon nach Oberösterreich.


Der Countdown läuft ...

Schon am Weg nach Traun wurde das Wetter - und somit auch meine Laune - immer besser. Angekommen am Renngelände hatte ich ausreichend Zeit, um gemütlich meine Unterlagen abzuholen und die letzten Vorbereitungen zu treffen. Etwas unruhig wurde ich dann allerdings, als kurz vor der Rennbesprechung per Lautsprecher verkündet wurde, dass einige Bikes falsch abgestellt worden waren - meines inklusive. Da beim Check-in bereits einige Mitstreiter ihre Plätze in der Wechselzone eingerichtet hatten, hatte ich mich einfach nur an den anderen orientiert - und in der Folge denselben "Fehler" gemacht: Sämtliche Räder standen in die falsche Richtung und ich musste erst einmal warten, bis die Besitzer der anderen Bikes kamen, damit wir alles umstellen konnten. Während der Wettkampfbesprechung zwängte ich mich dann schon in meinen Neopren, um die verlorene Zeit aufzuholen, und ging danach gleich ins Wasser, um mich kurz aufzuwärmen, bevor auch schon der Startschuss der ersten (von zwei) Startwellen erfolgte und auch ich mich für meinen Start in Welle 2 bereit machte.

 


On Your marks!

Der Startschuss für meine Welle fiel - und das Wasser brodelte. Wieder einmal verlor ich nach einem guten Start kurzzeitig die Orientierung - definitiv etwas, an dem ich für nächstes Jahr noch arbeiten muss. Kurz vor der Wende nach der zweiten Boje hatte ich dann allerdings etwas Pech - in der "Kurve" erwischte jemand mit dem Arm meine Schwimmbrille, sodass sie verrutschte und sich relativ schnell mit Wasser füllte. Die Zeit, quasi "anzuhalten" und die Brille abzunehmen, auszuleeren und neu aufzusetzen, wollte ich mir zu diesem Zeitpunkt absolut nicht nehmen - immerhin hatte ich mich zuvor etwas weit aus dem Fenster gelehnt: Da Herwig, der Geschäftsführer des Österreichischen Triathlonverbandes und sein Administrations-Mitarbeiter Hubert im Vorfeld gewettet hatten, wer der Schnellere von beiden sein werde, hatte ich mich hier kurzfristig eingeklinkt und ebenfalls gewettet, dass ich beide im Schwimmen schlagen würde. 

 

Somit galt es, ab sofort halbblind weiterzuschwimmen, was mir einige weitere "Hiebe" von Mitstreitern bescherte. Trotzdem kam ich - zwar langsamer als bei anderen Bewerben, aber nicht allzu schlecht - nach exakt 16 Minuten (und deutlich vor den beiden Konkurrenten - Wette gewonnen!) aus dem Wasser.


Kampf gegen den Wind

Nach dem Wechsel - der in Traun übrigens seit diesem Jahr in einer Halle stattfindet - legte ich am Bike los und freute mich auf eine relativ flache Strecke. Mit dem starkem Gegenwind hatte ich allerdings nicht gerechnet - und auch nicht damit, dass die Strecke zur Hälfte immer etwas bergauf ging ... nicht stark, aber doch so, dass ich - auch durch den Wind - zeitweise das Gefühl hatte, fast stehen zu bleiben. Schnell merkte ich aber, dass es auch allen anderen gleich ging - und konnte bei den Damen meine Position ganz gut verteidigen, während mich natürlich einige Männer überholten. Die zweite Hälfte der Radstrecke war dann wirklich flach und ging zeitweise immer leicht bergab, sodass ich nochmal ordentlich in die Pedale treten konnte und auch wirklich Spaß hatte, für meine Verhältnisse einmal ordentlich "dahinzuflitzen".

 

Eine kleine Herausforderung war dann der erneute Wechsel in der Halle, da es mit den Radschuhen an den Füßen (selbst schuld - da ich nach wie vor nicht am Rad aus den Schuhen schlüpfen und somit barfuß absteigen kann) irgendwie ganz schön rutschig am Betonboden war.

 


3 Runden um den See

Mit den Laufschuhen an den Füßen ging es wieder hinaus aus der Halle - und wie so oft in den letzten drei Wochen stellte ich fest, dass sämtliche Probleme an den Schienbeinen und Waden weg waren und ich einfach schmerzfrei drauf los laufen konnte. Drei Runden um den kleinen Öedter See standen mir nun noch bevor - inzwischen war auch die Sonne herausgekommen und die Temperaturen nach wie vor richtig angenehm warm, aber nicht zu heiß. Schon am Beginn der ersten Runde bekam ich die Information, dass Herwig (der zugegebenermaßen am Vortag etwas zu lang gefeiert hatte, sonst wäre das sicherlich nicht möglich gewesen) nur vier Minuten vor mir lag - ich hatte also immerhin schon eine Minute insgesamt (er war ja in der ersten Welle, also fünf Minuten vor mir gestartet) auf ihn gut gemacht. Zu viel riskieren wollte ich allerdings nicht, um ihn einzuholen, deshalb lief ich gleichmäßig mein Tempo weiter - konnte mich aber am Ende der zweiten Runde doch ziemlich freuen, als ich ihn "lockeren" Schrittes überholte.

 

Eine weitere Runde später überquerte ich sehr zufrieden die Ziellinie - wieder einmal ein Wettkampf, bei dem einfach alles gut gepasst hat ... auch wenn ich heuer sicher schon fitter war, aber seit Kitzbühel war ich einfach doch ein bisschen faul gewesen :-).


Happy end, Happy Lisa

Am Ende habe ich dann auch meine Wette gewonnen - ich war definitiv beim Schwimmen schneller als die beiden "Jungs" und durfte mich bei der Siegerehrung sogar noch über eine kleine Überraschung freuen: Da ich mit dem RLC Sterngartl ja für einen oberösterreichischen (Sportunion-) Verein starte und in Traun die Sportunion Landesmeisterschaften im Triathlon ausgetragen wurden, konnte ich mich über den "Landesmeistertitel" in der AK24-29 freuen. Zwar waren in meiner Altersklasse auch nur zwei Teilnehmerinnen, aber dafür kann ich ja nichts - und freue mich deshalb trotzdem über die Medaille ;-). 

 

Außerdem konnte ich mich mit Rang 5 in meiner AK wieder für eine Age Group Europameisterschaft qualifizieren. Ob ich im August 2018 tatsächlich zur Sprint-EM nach Glasgow fliegen werde, steht noch nicht 100%ig fest - nach der EM über die Olympische Distanz heuer in Kitzbühel wäre aber ein Start bei der EM über die Sprintdistanz durchaus verlockend  - und: Schottland soll ja auch ganz schön sein ...

 

 



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#12 - Produkttest: New Balance Fresh Foam Zante v3


Einige Wochen vor meinem Start bei der Triathlon-EM in Kitzbühel durfte ich für Sportalpen einen Laufschuh testen: Den "Fresh Foam Zante v3" von New Balance. Zwar hatte ich im Laufe meines Läuferlebens natürlich schon Modelle vieler Marken an den Füßen, New Balance war aber zunächst einmal absolutes Neuland für mich, wenngleich ich von einigen Seiten bereits viel Positives über die Produkte hatte. Somit war ich absolut neugierig auf den Laufschuh, der sich laut Hersteller besonders für schnelle, spritzige Einheiten  eignet, und einen perfekten Kompromiss aus Dynamik und Komfort darstellt. Grund genug, um in der Vorbereitungsphase für die EM in Kitzbühel einen ersten Test auf der Laufbahn in Rif zu wagen ...


Der erste Eindruck

Optisch lässt der federleichte Neutralschuh meiner Meinung nach auch für stilbewusste Läuferinnen absolut keine Wünsche offen: Das luftige, dünne Obermaterial des Fresh Foam Zante v3 ist nahtlos verarbeitet und sorgt für einen technisch-hochwertigen Look.

 

Ein besonderer Hingucker ist übrigens die Sohle, die auf dem Mittelsohlenmaterial „Fresh Foam“ von New Balance basiert und ein komfortables, dynamisches Abrollen ermöglicht. Schon beim ersten Anprobieren fühlte ich mich richtig wohl.

 

Besonders im Vorfußbereich bietet der Laufschuh viel Platzund sorgt so für ein angenehmes, luftig-leichtes Gefühl.


Ab auf die Laufbahn!

Um den Fresh Foam Zante v3 unter perfekten Bedingungen testen zu können, ging ich auf die Laufbahn beim Olympiazentrum Salzburg-Rif. Wenn nicht gerade Trainings stattfinden, hat man dort häufig die ganze Bahn für sich alleine.

 

Bereits beim Einlaufen machte sich der leichte, komfortable Aufbau des Schuhs bemerkbar – und animiert geradezu zu hohem Tempo. Ich musste mich regelrecht einbremsen, um nicht schon auf den ersten Metern loszusprinten. 

 

Nach dem Aufwärmen standen bei mir dann einige Steigerungsläufe auf dem Programm, bei denen ich den Fresh Foam Zante v3 auf allen Geschwindigkeits-Levels testen konnte. Egal ob bei gemütlichem oder schnellem Tempo: Die Sohle sorgt einerseits für perfekte Dämpfung, ermöglicht auf der anderen Seite aber ein extrem dynamisches Abrollen bzw. Abstoßen.


Mein Fazit

Der Fresh Foam Zante v3 ist ab sofort bei jeder schnellen Einheit dabei – durch seinen komfortablen, aber extrem leichten Aufbau sorgt er für ein dynamisches Abrollen und animiert dadurch dazu, das Tempo zu erhöhen.

 

Aber auch auf einer gemütlichen Runde sorgt der Schuh für eine verlässliche Dämpfung und jede Menge Spaß beim Laufen.

 

 

Mein Tipp: Lieber den Schuh zunächst bei kürzeren Einheiten testen, bevor man damit längere Strecken in Angriff nimmt. So hat man ausreichend Zeit, um sich an das „neue“ Abrollgefühl zu gewöhnen.


Outfit: Trinamic Collection

Neben dem Fresh Foam Zante v3 durfte ich auch zwei Teile der New Balance Bekleidungskollektion testen. Die besondere Zusammensetzung der „NB FLEX-Technologie“ mit 3D-Stretch sorgt sowohl bei der „Trinamic Jacket“, als auch beim „Trinamic Short Sleeve Top“ für eine perfekte Passform und ein angenehm weiches, atmungsaktives Tragegefühl.

 

Beim Shirt ist auch die Kompression, die den Läufer bei der Bewegung unterstützen soll, deutlich spürbar. Strategisch platzierte Perforationen sowie reflektierende Elemente machen beide Oberteile zu perfekten Begleitern beim Training, egal ob tagsüber oder in der Nacht! 



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#10 - ... und jetzt?


Schon fast drei Wochen liegt die EM in Kitzbühel jetzt schon zurück. Was seitdem passiert ist? Eigentlich gar nicht so viel, zumindest nicht "sportlich gesehen". Trotzdem fragt sich vielleicht der/die Eine oder Andere, wie es jetzt bei mir weitergeht. Fest steht: Der Blog bleibt, und ich werde auch weiterhin über meine sportlichen Highlights berichten. Vielleicht wird sich auch gelegentlich das eine oder andere Rezept bzw. ein Reisebericht einschleichen. 


Von Der Em auf die Messe ....

Am Sonntag nach dem Rennen bin ich direkt von Kitzbühel nach Dornbirn gefahren, und habe gleich im nächsten Hotel eingecheckt. Abends gab es dann das "große Wiedersehen" mit meinem Arbeitskollegen, die dankenswerterweise schon den ersten Messetag der "OutDoor Friedrichshafen" ohne mich gemeistert hatten - was gar nicht so selbstverständlich ist, da das mit Abstand unsere wichtigste Messe ist. In den darauffolgenden Tagen standen bei mir dann jede Menge Termine auf dem Programm - eigentlich perfekt, um die müden Beine mal ein bisschen zu schonen. Trotzdem hätte ich gerne mal eine Runde mit den Laufschuhen gedreht, was sich aber einfach nicht ausgegangen ist.


Am Dachstein-Gipfel

Zurück von der OutDoor habe ich dann letzten Mittwoch mehrere Stunden damit verbracht, mal alles auszupacken, die viele Wäsche zu waschen - und andererseits auch schon wieder für das nächste Abenteuer zu packen. Am Freitag war nämlich schon wieder "Aufbruch" angesagt - diesmal in Richtung Dachstein-Gebirge, wo wir gemeinsam mit unserer Agentur den Gipfelklettersteig in Angriff nehmen wollten. Außerdem standen vor Ort noch zwei weitere Veranstaltungen auf dem Programm: Das Klettersteigcamp von Bergwelten und eine Händlerwanderung mit unserem Markenbotschafter, dem blinden Bergsportler Andy Holzer. 

 

Der Gipfelsieg am Dachstein war richtig genial - auch, wenn wir nicht von unten losgegangen sind, sondern lediglich nach der Auffahrt mit der Bergbahn über den Gletscher gewandert und dann den Klettersteig hinaufgestiegen sind ... es war einfach ein cooles Gefühl, am Gipfel zu stehen. 


ERst mal relaxen!

Leider hat sich an dieser Stelle dann doch die Sommergrippe gemeldet, die ich mir schon auf der OutDoor eingefangen haben muss. Nach dem Gipfelsieg am Dachstein machte mein Körper dann endgültig schlapp, sodass ich schweren Herzens vorzeitig aus der Ramsau am Dachstein abreisen und mich mal wirklich ein paar Tage schonen musste. Einerseits natürlich alles andere als super, bei den Temperaturen der letzten Tage im Bett zu liegen - andererseits aber irgendwie auch einmal angenehm, einfach "nichts" zu tun und Zeit in der eigenen Wohnung zu verbringen. Mittlerweile bin ich wieder einigermaßen fit - und stelle fest, wie sehr mir der Sport schon abgeht. 10 Tage lang ohne Bewegung führen bei mir eher dazu, dass alles beginnt, zu zwicken und ich zunehmend unentspannt werde. Somit bin ich richtig happy, wieder fit zu sein - ich hab mein Rennrad und die Laufschuhe schon richtig vermisst :-).

 


Geburtstag auf der seiser alm

Letztes Wochenende war ich dann mit meinen Eltern auf der Seiser Alm in Südtirol - allerdings hatte ich mich schon während der Vorbereitung für Kitzbühel entschieden, den Halbmarathon dort (den ich auch letztes Jahr gelaufen bin) diesmal nur als Zuschauerin zu erleben, da ich vor allem die Sehne im Unterschenkel, die nach wie vor etwas beleidigt ist, schonen wollte. 

 

Dennoch war es ein richtig cooles Wochenende - nicht zuletzt deshalb, weil meine Eltern beide in ihren Altersklassen (Mama 1., Papa 2.) am Podest standen, sondern auch, weil die Region Seiser Alm landschaftlich einfach wirklich wunderschön ist. Und: Den anderen beim Laufen zusehen ist auch irgendwie mal ganz angenehm - auch, wenn ich schon ein bisschen wehmütig war ...

 



Beach, please!

Zumindest das Rennrad muss aber schon bald wieder einige Zeit lang ohne mich auskommen - kommenden Montag geht es auf Urlaub nach Kreta! Tatsächlich haben wir uns entschieden, zum ersten Mal seit einigen Jahren wieder als Familie auf Urlaub zu fahren - und zwar genau dort hin, wo es uns allen am besten gefällt und jede Menge Kindheitserinnerungen wieder hochkommen werden. Ich weiß auch wirklich nicht, wie lange es her ist, dass ich zwei Wochen am Stück auf Urlaub war, deshalb freu ich mich umso mehr auf ganze 14 Tage Sommer, Sonne, Strand und Meer ... und natürlich die eine oder andere Laufrunde bzw. Wanderung - nur am Strand liegen geht einfach nicht.

 

Bis dahin wünsche ich euch allen ebenfalls sonnige Tage hier in Österreich oder wo auch immer. See you soon :-).

 


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#09 - Geschafft!!!


"Stop doubting yourself - work hard, and make it happen." 

 

Um exakt 7:55 Uhr fiel heute der Startschuss bei der Age Group Europameisterschaft in Kitzbühel. Meine beiden Ziele habe ich absolut erreicht - ich bin definitiv nicht Letzte geworden ;-) und konnte in unter drei Stunden finishen. Eine Pizza, jede Menge Flüssigkeit und ein Stündchen "Powernap" später habe ich nun Zeit, in einem Blogartikel auf die letzten Tage, vor allem aber natürlich auf den heutigen Vormittag, zurückzublicken.


Team "ÖTRV" beim citytriathlon

Bereits am Mittwochabend fand der erste Programmpunkt des (verlängerten) Triathlon-Wochenendes statt: Der City Triathlon bildet stets den Auftakt des Triathlons in Kitzbühel und ist vor allem für die Einwohner der Stadt immer ein Highlight. Dabei wird auf der Bühne eine Art "Team-Triathlon" absolviert: Solange der Schwimmer dem (steigenden) Widerstand im Gegenstrombecken standhält, dürfen der Radfahrer (am Ergometer) und der Läufer (am Laufband) Kilometer sammeln. Obwohl ich eigentlich gar nicht aktiver, sondern lieber passiver Teil des Teams gewesen wäre, musste ich dann kurzfristig doch als Schwimmerin einspringen. Leider musste ich mich letztendlich dann doch relativ bald dem starken, sprudelnden Gegenstrom geschlagen geben. War aber definitiv ein cooles "Warm Up" für die nächsten Tage ...


Getting ready ...

Den Donnerstag und Freitag nützte ich dann, um mir einerseits die Lauf- und Radstrecke anzuschauen (die es ganz schön in sich haben), andererseits aber auch, um meine Kollegen vom ÖTRV (ich mache nebenbei immer wieder Grafikarbeiten für den Österreichischen Triathlonverband - so bin ich auch überhaupt erst zum Triathlon gekommen) ein bisschen zu unterstützen.

 

Gestern Abend kam dann auch der erste Teil meines Fanclubs in Kitzbühel an - ich hab mich echt wahnsinnig gefreut, dass meine beste Freundin Verena extra aus Wien angereist ist, um mich abzulenken, und vor allem dann auch beim Rennen anzufeuern. Somit gingen wir zuerst ins Stadtzentrum auf eine (halbe) Pizza, bevor wir dann an den Schwarzsee fuhren, um bei der Kaiserschmarrn-Party des "Team Austria" dabei zu sein. Relativ früh ging es dann auch schon ins Bett - immerhin klingelte heute um 5:00 Uhr schon der Wecker ...


Es geht los!

Nach einem kleinen Frühstück fuhr ich um kurz nach 6:00 Uhr direkt zum Renngelände, um meine restlichen Utensilien in die Wechselzone zu bringen (das Rad musste schon gestern Abend eingecheckt werden). Vor Ort erfuhren wir dann auch, dass wir tatsächlich mit Neopren schwimmen durften (das hängt immer von der Wassertemperatur, und war diesmal wirklich knapp). Auf das Einschwimmen verzichtete ich, weil es doch noch recht kalt war und ich nicht eine Dreiviertelstunde im nassen Neoprenanzug auf meinen Start warten wollte, und wärmte mich stattdessen im Trockenen auf.

 

Pünktlich um halb sieben kamen dann auch meine Eltern an, die Verena am Weg vom Hotel abgeholt hatten. Somit waren mein Fanclub und ich startklar :-). 

 



On your marks ...

Der Start erfolgte in sogenannten "Wellen" - somit mussten sich immer nur die Teilnehmerinnen 2-3 Altersklassen im Wasser "matchen", was, verglichen mit anderen Triathlons, bei denen oft 200 Starter gleichzeitig schwimmen, wirklich angenehm war. In meinem Fall waren es rund 40 Teilnehmerinnen, mit denen ich gemeinsam auf den Startschuss wartete.

 

Beim Schwimmen war ich diesmal wirklich gefordert - ich hatte ein bisschen Angst, ganz hinten im Feld zu landen, was mich sicherlich demotiviert hätte. Tatsächlich klappte es aber richtig gut, und ich stieg mit einer neuen Bestzeit von 27:51 Minuten (die Alte lag bei ca. 32 min.) aus dem Wasser. 

 

 


Radeln & Laufen

Der anschließende Wechsel aufs Rad klappte super - endlich bin ich mal wieder schnell aus dem Neoprenanzug gekommen - und schon konnte ich die Radstrecke in Angriff nehmen. Insgesamt wurden in drei Runden 42km und 585 Höhenmeter zurückgelegt. Natürlich war ich bergauf wie gewohnt nicht unbedingt die Stärkste, aber zumindest auf der Geraden klappte es (trotz Gegenwind) ganz gut. 

 

Auch das Wechseln aufs Laufen gelang mir diesmal schnell - und schon befand ich mich auf der 10km langen Laufstrecke (2 Runden á 5km), die mit 122 Höhenmetern auch ein wenig hügelig, aber wirklich superschön war. Immer wieder kam es zu Überhol-Manövern zwischen einer Konkurrentin und mir, am Ende musste ich ihr leider den Vortritt lassen, da ich aber auch einfach für mich entschieden hatte, mich beim Endspurt ein wenig zurückzuhalten, um den Zieleinlauf auch wirklich genießen zu können. Wer mich kennt, weiß ja, dass ich im Ziel öfters mal mit Übelkeit und Kreislaufproblemen zu kämpfen habe.


Emotionaler zieleinlauf

Im Vorfeld habe ich mich eigentlich überhaupt nicht damit beschäftigt, wie ich mich beim Zieleinlauf fühlen würde. Eigentlich bin ich zu diesem Zeitpunkt auch nie besonders emotional - diesmal musste ich aber tatsächlich ein wenig mit den Tränen kämpfen: Die geniale Atmosphäre, mein "Fanclub", all die anderen Freunde und Bekannten, die mir zujubelten - und Birgit Maier (sie und ihr Mann arbeiten beide in der ÖTRV-Geschäftsstelle), die mir auf den letzten Metern das rot-weiß-rote Fähnchen in die Hand drückte, mit dem ich nach 2:57:43 die Ziellinie überquerte. Ein unvergessliches Gefühl, endlich das geschafft zu haben, wofür ich fast ein Dreivierteljahr lang gearbeitet habe. Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass ich einmal bei einer Europameisterschaft teilnehmen würde? - Ich selbst ganz bestimmt am Allerwenigsten.


Danke.

Auch einige Stunden nach dem Zieleinlauf bin ich immer noch ein bisschen emotional :-) und möchte einfach auch die Gelegenheit nützen, um DANKE zu sagen. In erster Linie gilt dieser Dank Hubert Maier, der zwar hier sicher nicht erwähnt werden möchte, aber ohne dessen maßgeschneiderten Trainingsplan das alles sicher nicht möglich gewesen wäre. - Vor allem, weil es nicht immer einfach war, Beruf und Sport unter einen Hut zu kriegen und es oft eine ziemliche Challenge war, ausreichend Training unterzubringen. 

 

Bedanken möchte ich mich natürlich aber auch bei meinen Eltern, die immer Verständnis hatten, wenn ich mal etwas "ungemütlich"  war. Gemeinsam mit Verena haben sie heute auf der Strecke dafür gesorgt, dass ich ständig mit einem Lächeln unterwegs war und das Rennen auch wirklich genießen konnte. 

 

Danke natürlich auch an alle anderen aus der "ÖTRV-Familie", die mich heute angefeuert und in den letzten Tagen super betreut haben.


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#08 - Der Countdown läuft ...


Unglaublich, aber wahr: In 10 Tagen ist bereits mein Bewerb bei der Triathlon Europameisterschaft in Kitzbühel. Abgesehen davon, dass sich langsam, aber sicher, die Nervosität bemerkbar macht, fühle ich mich ganz gut vorbereitet und möchte das Rennen an sich einfach nur genießen. An den letzten beiden Wochenenden habe ich an zwei Bewerben teilgenommen - in erster Linie, um ein bisschen "Triathlon-Feeling" zu bekommen, aber auch, um noch ein wenig Erfahrung zu sammeln, was die Abläufe in der Wechselzone etc. anbelangt. Deshalb gab's quasi "last minute" noch ein wenig Wettkampf-Erfahrung in Linz und am Wolfgangsee.


RENNBericht: Linztriathlon

Am 27. Mai 2017 fand am Pleschinger See der Linztriathlon statt - wo ich auch bereits in den letzten beiden Jahren am Start war (2015 als Staffel-Schwimmerin und letztes Jahr im Sprint-Einzel). 

 

Um zumindest eine zweite Olympische Distanz (auch "Kurzdistanz" genannt) vor der EM in Kitzbühel absolviert zu haben, meldete ich mich natürlich für genau diesen Bewerb an. Ein relativ großer Nachteil war bereits absehbar: Der Startschuss würde erst um 12:45 Uhr fallen - und tatsächlich war dieser Samstag einer der ersten, an denen die Temperatur über 30° kletterte. Trotzdem fuhr ich hochmotiviert und in Begleitung meiner Mama nach Linz, freute mich zunächst über ein Wiedersehen mit einigen Bekannten und durfte sogar noch ein TV-Interview geben. Kurz vor dem Start wurde es dann doch etwas stressig für mich - ich hatte große Mühe, bei der Hitze überhaupt mal in meinen Neopren zu kommen und konnte mich nur mehr ganz kurz einschwimmen, bevor es auch schon zum Start ging.

 

ready to race :-)
ready to race :-)

On your marks ...

Der Startschuss fiel pünktlich um 12:45 Uhr in der Mittagshitze - und ich war zunächst erst mal mit dem Landstart überfordert, da ich bisher immer Wasserstarts gehabt hatte und mich einfach viel zu weit nach hinten gestellt hatte. Trotzdem fand ich, im Wasser angekommen, recht schnell eine gute Position inmitten der rund 300 Starter bzw. hielt mich, wie eigentlich immer, eher seitlich von der Masse auf. In Linz beträgt die Schwimm-Distanz übrigens anstatt der üblichen 1,5 Kilometer nur 900m, was für eine halbwegs passable Schwimmerin wie mich, die bei den anderen beiden Disziplinen eher Zeit verliert, nicht ganz optimal ist. 

 

Angekommen in der Wechselzone schälte ich mich aus dem Neoprenanzug und wechselte so schnell, wie möglich, auf's Bike, um den 45km langen Radkurs in Angriff zu nehmen, der es mit rund 600 Höhenmetern ganz schön in sich hatte. Dass ich keine starke Radfahrerin (liegt wohl daran, dass ich heuer extrem wenig Rad-Kilometer sammeln konnte) bin, weiß ich ja ohnehin - daher überraschte es mich wenig, dass mich doch einigen, die ich beim Schwimmen zunächst überholt hatte, geschlagen geben musste.

 

Ab auf die Radstrecke!
Ab auf die Radstrecke!

Es wird "heiss"!

Beim Absteigen vom Bike stellte ich schnell fest, dass es inzwischen so richtig heiß geworden war - ein Glück, dass ich mir am Vortag noch bei Skinfit ein Cap zum Laufen gecheckt hatte :-). Motiviert ging es hinaus aus der Wechselzone und die ersten paar hundert Meter in ganz gutem Tempo dahin, wodurch ich zunächst einige Mitstreiter überholen konnte. Leider hatte ich am Rad (im Nachhinein gesehen) einfach viel zu wenig getrunken - was sich zunächst in Form von Seitenstechen, ab Kilometer 5 dann aber auch mit Schwindel und Übelkeit bemerkbar machte. Wenn ich ehrlich bin, habe ich wirklich ein paar Mal überlegt, ob ich es überhaupt ins Ziel schaffen würde - große Sorgen machte mir vor allem die Gänsehaut am ganzen Körper, die mich schon erahnen ließ, dass mein Kreislauf ziemlich am Limit sein musste. 

 

Letztendlich habe ich es aber dann doch irgendwie - auch mit mehreren "Geh-Phasen" ins Ziel geschafft - und nach einem Cool-Pack, ausreichend Flüssigkeit und einer kalten Dusche war ich auch wirklich happy, nicht aufgegeben zu haben und meine zweite olympische Distanz hinter mich gebracht zu haben.

 

Kampf auf der Laufstrecke
Kampf auf der Laufstrecke


Rennbericht: Wolfgangsee Challenge - Classic sprint

Nachdem das Rennen in Linz ja irgendwie doch nicht ganz so optimal verlaufen war, wie ich es mir erhofft hatte, wollte ich unbedingt noch einen zweiten Triathlon absolvieren, um vor Kitzbühel zumindest einen Bewerb mit einem "guten Gefühl" gefinisht zu haben. Daher habe ich mich spontan am vergangenen Wochenende für den "Classic Sprint" Bewerb bei der Wolfgangsee Challenge im Salzkammergut angemeldet. Der Wetterbericht war eher unzuverlässig - und so war ich froh, dass es zwar ordentlich windig war, aber immerhin beim Start (und auch während des gesamten Bewerbes) noch kein Regen fiel. Bei starkem Wellengang war ich beim Schwimmen ordentlich gefordert - wieder eine Erfahrung mehr! - und schluckte auch einiges an Wasser. Was für ein Glück, dass der Wolfgangsee Trinkwasser-Qualität hat :-)! Auch am Rad musste ich ordentlich in die Pedale treten, um gegen den starken Gegenwind eine Chance zu haben. Unsicher, ob die Beine noch Kraft genug für einen passablen Lauf haben würden, wechselte ich dann auf die Laufstrecke - und merkte schnell, dass ich einen richtig guten Tag erwischt hatte. Mit ganz gutem, gleichmäßigen Tempo konnte ich die 5,5km in knapp 27 Minuten zurücklegen, und finishte genau so, wie ich es mir erhofft hatte: Superhappy und sogar mit ein wenig Reserven, die ich aber absichtlich nicht abgerufen habe, um noch ausreichend Energie für die letzte wirkliche Trainingswoche zu haben. 

 

... leichter Wellengang beim Schwimmen ;-)
... leichter Wellengang beim Schwimmen ;-)

Es wird ernst ...

Diese Woche gilt es, nochmal ein bisschen an der Ausdauer, aber auch der Technik zu arbeiten, bevor dann nächste Woche auch noch ausreichend Zeit für Regeneration sein sollte. Leider habe ich mittlerweile neue "Wehwechen" - zwar ist das Schienbeinkanten-Syndrom etwas besser, allerdings habe ich fast durchgehend Schmerzen in der linken Wade. Deshalb geht's am Freitag zu einem Gefäßspezialisten, um zumindest herauszufinden, was das Problem ist - meine Masseurin vermutet eine Venenentzündung, mit der ich mich in diesem Fall für Kitzbühel auch wohl oder übel anfreunden muss. Immerhin weiß ich nach den letzten beiden Wettkämpfen, dass ich trotzdem laufen kann. Natürlich wird, sofern sich der Verdacht bestätigt, dann nach dem Rennen aber erst mal Schonen angesagt sein, damit das kein langfristigeres Problem wird ...

 

Bereits am kommenden Mittwoch werde ich nach Kitzbühel fahren, um vorab die Strecken besichtigen zu können - und natürlich auch, um die "EM-Luft" ein bisschen zu genießen. Ich werde euch jedenfalls auf dem Laufenden halten - und mit Sicherheit vor dem Rennen noch ein Update liefern!

 

happy im Ziel am Wolfgangsee
happy im Ziel am Wolfgangsee

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#07 - Zeit für ein Update


Hurra, der Sommer kommt! Seit man endlich auch bei uns in Salzburg etwas davon merkt, kann der Großteil meines Trainings im Freien stattfinden - mit Ausnahme der Schwimm-Einheiten, die aktuell aufgrund der Wassertemperaturen noch im Hallenbad stattfinden müssen. Und nachdem die letzten Wochen bei mir - vor allem beruflich - sehr intensiv waren, habe ich es tatsächlich erst jetzt geschafft, mich hinzusetzen, um einen neuen Blog-Beitrag zu produzieren und somit alle auf dem Laufenden zu halten, die das auch tatsächlich wollen :-). Es ist für mich wieder mal einfach unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht - inzwischen sind es nicht mal mehr 4 Wochen bis zum "großen Tag" in Kitzbühel und die Nervosität und Vorfreude steigen von Tag zu Tag ...


RENNBericht: Ritzensee-Lauf in Saalfelden

Ende April fand in Saalfelden der Ritzensee-Lauf statt, der bei mir eigentlich schon seit mehreren Jahren ein Fixpunkt in der Wettkampf-Planung ist - vor allem aufgrund der Tatsache, dass es für die Plätze 1-3 jeder Altersklasse Honiggläser als Trophäe gibt ... und Honig kann man immer brauchen :-).

 

Bei traumhaftem Wetter mussten alle Teilnehmer die 2,1km lange Runde dreimal bewältigen - Jede davon hat zwar nur 35 Höhenmeter, die es jedoch in sich haben, da sich der gesamte Anstieg jeweils in einem Stück durchzieht, was sich am Ende dann schon bemerkbar macht, weil man auf der Geraden und bergab ja doch immer Gas geben muss.

 

Mit dem Ergebnis war ich ganz zufrieden: Sieg in meiner Altersklasse und - das Wichtigste - 1 1/2 Minuten schneller als im Vorjahr. UND natürlich ein großes Glas Honig, mit dem ich jetzt wieder monatelang auskomme :-)).

Die perfekte Kulisse, um sich ein wenig "zu quälen" :-)
Die perfekte Kulisse, um sich ein wenig "zu quälen" :-)

Mein neues Bike ist da!

Ein Riesen-Highlight war für mich auch die Abholung  meines neuen Airstreeem "Kalima" Bikes. Es wurde vor Ort dann auch noch von Alex Dürager, der selbst in der Bundesliga fährt, perfekt auf mich und meine Bedürfnisse abgestimmt und von mir kurz darauf auch schon bei der ersten Ausfahrt mit einigen Höhenmetern ausgiebig getestet. Ich bin wirklich superhappy damit - und merke selbstverständlich auch deutlich den großen Unterschied zum "Vorgänger"-Rad, das einfach schon einige Jahre und vor allem Kilometer auf dem Buckel hatte. Somit bin ich jetzt perfekt gerüstet für die Trainings-Ausfahrten und Wettkämpfe! 

 

Alex hat alles im Griff!
Alex hat alles im Griff!

Hinaus in's freie!

Nachdem die Temperaturen nun auch (meistens) schon perfekt zum Radeln sind, liegt bei mir im Training momentan der Fokus auf den Outdoor-Ausfahrten: Dank meinem Arbeitskollegen und "Bike Buddy" Christoph muss ich auch fast nie alleine fahren, da er immer (und grundsätzlich an 7 Tagen die Woche) gerne bereit ist, mich auf seine Lieblingstour über den Haunsberg mitzunehmen. - Für mich absolut ideal, weil er einerseits Rücksicht auf mich nimmt, aber auch dafür sorgt, dass ich auf der Geraden nicht vergesse, ein bisschen Gas zu geben und mich nicht auszurasten. Bergauf ist er aber natürlich auf und davon und wartet dann oben auf mich, was mir aber eh sehr recht ist - wenn es richtig anstrengend wird, bin ich nämlich lieber alleine :-).

 

Auch im Schwimmtraining merke ich, dass ich schön langsam schneller werde - mir fehlen aktuell, aufgrund der Wassertemperaturen, aber noch die langen Einheiten im See, die hoffentlich in den nächsten Tagen starten können. Beim Laufen kämpfe ich leider nach wie vor mit meinem Schienbeinkantensyndrom, habe es aber halbwegs im Griff. 

Mein Lieblings-Streckenabschnitt am Haunsberg
Mein Lieblings-Streckenabschnitt am Haunsberg


Rennbericht: Salzburger Airport Lauf

Mitte Mai fand dann ein weiterer Lauf - mit Charity-Hintergrund - statt, den ich wirklich allen (egal ob Läufer oder Hobbysportler) empfehlen kann: Der 3. Salzburger Airport Lauf am Salzburger Flughafen. Leider gab es im Vorfeld ein kleines Missverständnis: Ich und zwei Vereinskolleginnen wollten nämlich eigentlich als Staffel starten, hatten uns dementsprechend auch von der Ausrüstung/Vorbereitung danach gerichtet, mussten jedoch (wie einige andere auch) vor Ort feststellen, dass es keine Staffel-, sondern nur eine Teamwertung gab. Für uns aber auch kein großes Drama - innerhalb von 1 1/2 Stunden musste man sooft wie möglich die 1,5km-Runde laufen. Am Ende habe ich dann immerhin 16,5km zusammengebracht, wobei ich die ersten 10km in unter 51:00 gelaufen bin. Also ein ganz guter Trainingslauf - und eine geniale Atmosphäre, schließlich läuft man nicht so oft am Flugfeld herum :-).

 

Vereins-Gruppenfoto nach dem Finish
Vereins-Gruppenfoto nach dem Finish

Coming soon ...

Generell bin ich ganz zufrieden damit, wie das Training im Moment läuft - vor allem, wenn ich bedenke, dass es zeitlich aktuell wirklich knapp ist. Außer Arbeit und Training steht meistens nicht viel am Programm und ich hoffe, dass sich das dann in Kitzbühel - in Form eines (für mich) zufriedenstellenden, guten Rennens - bezahlt machen wird. Ein Riesen-Dank gilt jedenfalls meinem Trainer Hubert, der jede Woche den Trainingsplan mühevoll an "meine Gegebenheiten" anpasst. Zwischen Fotoshootings, langen Bürotagen und sonstigen Verpflichtungen ist der Sport für mich aber auch die perfekte Gelegenheit, mal abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen.

 

Bereits am 27. Mai folgt das erste große Highlight - beim Linztriathlon gehe ich bei der Olympischen Distanz an den Start, da hier die Radstrecke mit 580hm nicht nur ähnlich kupiert ist, wie in Kitzbühel bei der EM, sondern auch noch 5km länger ist als üblich, wird es jedenfalls spannend ... 

Happy biking :-)
Happy biking :-)

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#06 - Rennbericht: Halbmarathon in Linz


"Knapp vorbei ist auch daneben." - So könnte man in einem Satz relativ emotionslos mein Ergebnis beim Halbmarathon in Linz am vergangenen Wochenende betiteln. Direkt nach dem Zieleinlauf war ich nicht nur körperlich, sondern vor allem auch mental ziemlich fertig und vor allem verärgert darüber, dass ich im Grunde aus reiner Naivität mein Ziel von 1h 50 haarscharf verpasst habe. Mittlerweile muss ich aber doch gestehen, dass ich eigentlich recht zufrieden mit meiner Leistung bin, vor allem, wenn man die Vorgeschichte bedenkt - das nächste Ziel ist jedenfalls schon gesteckt und das Training kann - nach einer kurzen Regenerationspause - motiviert weitergehen! 

geniale Atmosphäre am start

Ziemlich früh, genauer gesagt um 06:00 Uhr, ging es für uns am vergangenen Sonntag mit dem Auto von Salzburg nach Linz. Außer mir waren noch meine Mama und Mustafe angemeldet - nachdem man die Startunterlagen am Renntag vor Ort nicht mehr abholen konnte, hatte ich das bereits am Freitag erledigt. Trotzdem mussten wir ziemlich früh los, weil für Mustafe, der beim Viertelmarathon (10,5km) startete, der Startschuss bereits eine Stunde vor dem Halbmarathon fiel. Vor Ort war alles perfekt organisiert, wir parkten außerhalb und fuhren mit dem Shuttle zum Stadtbad, wo wir gleich unsere Sachen in der Garderobe in versperrbaren Kästen deponierten - und sie somit nicht in Säcken verpackt abgeben mussten. Das Wetter war absolut traumhaft - wir wärmten uns mit Langarmshirt und Jacken auf, weil es zunächst doch noch recht frisch war. 



Go, Mustafe!

Da es dann doch relativ knapp mit der Zeit war, schickten wir Mustafe auf direktem Weg zum Aufwärmen in Richtung Start, bevor wir uns noch mit einem früheren Schulkollegen meiner Mama trafen. Pünktlich kurz vor dem Startschuss standen wir dann natürlich auch auf der Voest-Brücke, um den Start live mitzuerleben. Wir waren auch ziemlich erleichtert darüber, dass wir Mustafe in der ersten Reihe erkennen konnten, da wir uns natürlich schon Sorgen gemacht hatten, ob er es auch wirklich durch die Menschenmassen ganz nach vorne schaffen würde. 

 

Cool war auch, dass wir direkt nach dem Startschuss feststellten, dass Peter Herzog, ebenfalls ein Salzburger, das Feld gemeinsam mit Mustafe anführte - Peter ist vor Kurzem in Graz bei den Halbmarathon-Staatsmeisterschaften auf Rang 3 gelaufen und einer der Wenigen, die noch schneller sind als Mustafe. So war es dann auch an diesem Tag - obwohl wir es durch unseren eigenen Start nicht live mitverfolgen konnten - lief Mustafe hinter Peter auf den zweiten Gesamtrang, mit einer Zeit von 33:50 Minuten!

 

Mustafe bei der Siegerehrung
Mustafe bei der Siegerehrung

Ready, set, go!

Für mich war es übrigens der größte Halbmarathon-Bewerb, an dem ich bisher teilgenommen habe. Dementsprechend war ich auch mit den Menschenmassen leicht überfordert und hatte absolut keine Ahnung, wo ich mich einreihen sollte, da es auch keine Richtzeiten im Startbereich gab. Irgendwie war ich dann auch ziemlich erleichtert, als endlich der Startschuss fiel - und wir uns zunächst langsam gehend in Richtung Startlinie bewegten. 

 

Natürlich war ich ein bisschen nervös - auch deshalb, weil vor allem in den Tagen zuvor mein Schienbein (ich habe seit einigen Wochen ein sogenanntes "Schienbeinkanten-Syndrom", also eine Entzündung, die in meinem Fall auf der Waden-Innenseite knapp über dem Sprunggelenk ist) wieder ordentlich wehgetan hatte und ich nicht wusste, ob ich halbwegs schmerzfrei bleiben würde. Deshalb hab ich dann auch versucht, den Kopf auszuschalten - was ich aber nur zeitweise halbwegs hinbekommen habe. 

 

Je mehr Kilometer ich aber hinter mir ließ, desto zuversichtlicher wurde ich, dass das Schienbein "halten" würde und ich eventuell tatsächlich unter 1:50 finishen könnte. Auch der regelmäßige, im Nachhinein gesehen vielleicht zu häufige, Blick auf die Uhr zeigte mir, dass ich absolut "on time" war. Die ersten Kilometer lief ich konsequent und relativ locker in einem Tempo von 5:05 Minuten/Kilometer und konnte auch die tolle Atmosphäre so richtig genießen. 

 

Startbereich auf der Voest-Brücke
Startbereich auf der Voest-Brücke

it goes on, and on, and on ...

Kurz nach Kilometer 12 begann es dann doch, ein bisschen härter zu werden - inzwischen war es auch schon relativ warm, deshalb versuchte ich, bei jeder Labestation (alle 5km) zumindest ein paar Schlucke Wasser zu trinken und mir dabei Zeit zu lassen, um ja kein Seitenstechen zu bekommen. Das Schienbein spielte übrigens brav mit und ich hatte nach wie vor das Gefühl, das Tempo fortsetzen zu können. 

 

Bei Kilometer 14 kam dann ein kleiner, mentaler Einbruch: Der Gedanke, eigentlich doch erst 2/3 der Strecke geschafft zu haben, machte mir ein wenig zu schaffen - und ich begann, eine (für mich) komplett neue Methode zu entwickeln, um fokussiert zu bleiben: Auch, wenn es für die Meisten vermutlich verdammt schräg klingt, so habe ich tatsächlich die letzten sieben Kilometer damit verbracht, immer von 1 bis 20 zu zählen, und dann wieder neu zu beginnen. So verhinderte ich, dass ich mich damit beschäftigte, dass meine Füße nun doch schon ziemlich schwer waren und auch mein Kopf mir immer wieder einreden wollte, dass ich auch einfach stehenbleiben und aufgeben könnte. - Ein mentales Problem, mit dem ich leider bei Läufen immer wieder zu kämpfen habe. 

 

Durch diese Methode schaffte ich es aber dennoch, nur minimal an Geschwindigkeit zu verlieren, und lief mit einem Schnitt von 5:07 immer weiter in Richtung Ziel.

 

Ziemlich fokussiert ;-)
Ziemlich fokussiert ;-)

Der "fatale" fehler

Im Nachhinein gesehen, habe ich an dieser Stelle schlichtweg den Riesenfehler gemacht, mich zu sehr auf meine Uhr zu verlassen. Vermutlich wäre mir das im "Normalzustand" niemals passiert - aber ich war, sicherlich auch aufgrund des nicht allzu guten Trainingspensums, das ich zuvor absolviert hatte (aufgrund der Schienbein-Problematik hatte ich immer wieder pausieren müssen), einfach wirklich schon ein wenig erschöpft und einfach komplett auf die Uhr und den dort angezeigten Kilometer-Schnitt fixiert. 

 

Vor dem Rennen hatte ich mir noch mithilfe eines Onlne-Rechners ausgerechnet, dass ich mit einem Tempo von 5:13 pro Kilometer exakt auf die angepeilten 1:50 Stunden kommen würde. Der Blick bei Kilometer 19 auf meine Suunto-Uhr zeigte mir, dass ich mit dem Schnitt von 5:09 mein Ziel locker erreichen würde - wenn ich nur nicht am Ende aufgrund von Übelkeit o.ä. (bei mir ein relativ großes Thema im Zieleinlauf, auch wieder eine "Kopfsache") extrem vom Tempo gehen müsste.

 

Somit entschied ich mich, mir an der letzten Labestation kurz vor Kilometer 20 nochmals die Zeit zu nehmen, um ein paar Schlucke Wasser zu trinken. - Ich wollte einfach sichergehen, dass es mir beim Zieleinlauf gutgehen würde und wusste, dass der lange Korridor entlang der Landstraße aufgrund der Menschenmassen und meiner Tendenz zur Übelkeit nochmal eine kleine Herausforderung für mich werden könnte. Somit nahm ich mir lieber ein wenig Zeit, um mich kurz zu erholen, um dann entspannt und vor allem erstmals unter 1:50 finishen zu können.


die enttäuschung im ziel

Wie gesagt, in dieser Situation wollte ich einfach nur mein Ziel erreichen, und habe mich darauf verlassen, dass mein Schnitt dafür leicht ausreichen würde. Und so kam es genauso, wie es kommen musste: Wenige hundert Meter vor dem Ziel stellte ich fest, dass zwar der Schnitt laut Uhr nach wie vor bei 5:09 lag, das Ziel allerdings zu weit entfernt war, um es vor einer Zeit von 1h 50 noch zu erreichen. In diesem Moment war ich in erster Linie schockiert, riss mich aber dennoch zusammen und gab nochmal ordentlich Gas. Es war aber einfach zu spät, um nochmal genug Zeit aufzuholen - und so kam es, dass ich mit einer Zeit von 1:50:07 über die Zielmatte lief.

 

Nach kurzer Analyse auf der Uhr habe ich dann auch folgendes festgestellt: Laut der Aufzeichnung bin ich anstatt der Halbmarathon-Norm von 21,1km einfach um 300m "zu weit" gelaufen - sei es aufgrund der Tatsache, dass für die Vermessung natürlich immer der direkteste Weg herangezogen wird, was aber beim Laufen aufgrund anderer Teilnehmer, z.B. beim Überholen, nicht immer möglich ist - oder, dass die Uhr beim GPS-Tracking einfach nicht immer exakt misst.

 

Beide Tatsachen sind mir selbstverständlich bewusst - deshalb ärgere ich mich weder über die Uhr, noch über irgendetwas anderes - sondern im Grunde nur über mich selbst. 

Ende gut - alles gut!

Dennoch muss ich sagen, dass ich mittlerweile stolz auf meine Leistung bin. Durch die Vorgeschichte mit dem Schienbein habe ich im Grunde, wenn ich ehrlich bin, überhaupt nicht damit gerechnet, meinem Ziel so nah zu kommen. Und was sind schon sieben Sekunden! Die hätte ich leicht aufgeholt, wenn ich einfach schneller getrunken oder bei der letzten Labe keine Pause mehr eingelegt hätte. Ich weiß, dass die Zeit unter 1h 50 absolut machbar gewesen wäre, wenn ich mich nicht so sehr auf die Uhr verlassen hätte. Dieser Fehler passiert mir garantiert nicht noch einmal - und im Herbst werde ich in Verona beim dortigen Halbmarathon hoffentlich dann nicht nur ganz knapp, sondern deutlich unterbieten können!

 

Richtig schnell war außer Mustafe übrigens auch meine Mama, die mit einer Hammer-Zeit von 1h 33 min nicht nur ihre Altersklasse gewonnen, sondern auch in der Damen-Gesamtwertung den 13. Platz belegt hat.

Ende gut, alles gut :-)
Ende gut, alles gut :-)

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#05 - Airstreeem: handbuilt in Salzburg


Es fühlt sich an, wie wenn Weihnachten, Ostern und der Geburtstag zusammenfallen (wobei ja zumindest Ostern schon mal in greifbarer Nähe ist): Vergangenen Freitag durfte ich mein neues Airstreeem-Bike in Anthering abholen. Dank Stefan Probst & seinem Team darf ich das speziell für Damen entwickelte Rennrad mit dem coolen Namen "Kalima" - benannt nach dem Sandwind auf Gran Canaria - in den nächsten Wochen und Monaten ausgiebig beim Training und den anstehenden Wettkämpfen testen - und ich weiß schon jetzt: Ich werde es danach wohl nicht mehr hergeben :-). Der einzige "Haken" an der Sache: Bevor mein Rad tatsächlich zusammengebaut und dann auch vom Fachmann an mich angepasst wird, musste ich mich zunächst einmal mit den Einzelteilen auseinandersetzen ... Für jemanden, der sich bis vor zwei Jahren nicht mal ansatzweise mit (Renn-)Rädern beschäftigt hat, ist das schon mal eine Herausforderung. Weil ich aber nicht ganz doof bin, und die Sache nicht dem Zufall überlassen wollte, habe ich meinen Kollegen & Rennrad-Junkie Christoph um Hilfe gebeten.

Airstreeem - Leidenschaft & Know-How aus Salzburg

Airstreeem-Gründer Stefan Probst weiß, worauf es beim perfekten Rennrad ankommt: Er selbst war lange Continental-Team-Fahrer und ist nach wie vor passionierter und begeisterter Radsportler, genauso wie sein Bruder Rupert. Nach sieben Jahren als Produktmanager in der Sport- und Fitnessartikel-Industrie folgte für Stefan dann im Jahr 2008 der endgültige Schritt in die Selbständigkeit. Was damals am Dachboden der Schwiegereltern begonnen hat, hat sich in den letzten Jahren zu einem richtig erfolgreichen und aufstrebenden Unternehmen entwickelt. Inzwischen arbeiten zehn Mitarbeiter gemeinsam mit Stefan an innovativen, aerodynamischen Produkten mit einem coolen, einzigartigen Design. Airstreeem hat sich also inzwischen einen Namen gemacht - sowohl in der Radsport- als auch in der Triathlonszene. - So zählt etwa ITU World Vize Champion Steffen Justus (GER) zu den Airstreeem-Athleten.

  



tausche alt gegen neu

Ursprünglich hatte ich Stefan nur gefragt, ob es möglich wäre, für die EM in Kitzbühel ein neueres Bike von ihm zum Test auszuleihen. Ich war ehrlich gesagt mehr als überrascht, dass er mir direkt angeboten hat, die ganze Saison über ein Damen-Rennrad zu testen und ein wenig darüber zu erzählen. Damit hatte ich natürlich überhaupt nicht gerechnet!

 

Zwar war ich auch bisher mit einem Airstreeem unterwegs, allerdings hat das schon einige Jahre und noch viel mehr Kilometer "auf dem Buckel", weil ich es einer Bekannten aus abgekauft habe. Natürlich ist es aber nicht mit der Technologie und den Features von heute vergleichbar - deshalb freue ich mich natürlich extrem über diese Möglichkeit, ein nagelneues Bike zu testen - und ich kann die erste Tour mit dem "Kalima" kaum noch erwarten. Mal schauen, wie viel schneller ich damit bin :-).

 

Airstreeem-Athletin Michaela Herlbauer auf dem "Kalima"
Airstreeem-Athletin Michaela Herlbauer auf dem "Kalima"

das Airstreeem "Kalima"

"Kalima" ist laut Airstreem der "Inbegriff eines Damen-Rennrades"  und steht für progressives Design und höchste Rahmenbauqualität, gepaart mit Fahrkomfort sowie Antriebseffizienz. Egal ob bei einer kurzen, schnellen Ausfahrt oder einer langen Tour mit vielen Höhenmetern - höchster Komfort wird garantiert. Das klingt schon mal exakt nach dem, was ich für Kitzbühel und auch das Training davor benötige, nach der Veröffentlichung der Radstrecke durch die Veranstalter habe ich nämlich festgestellt, dass ich wohl so manchen Hügel mit dem Bike im Training erklimmen muss. Genauso dürfen aber ein paar schnelle, kurze Einheiten nach der Arbeit keinesfalls fehlen.

 

 

Besonders genial finde ich auch, dass das Bike in Salzburg - nur wenige Kilometer von meiner Wohnung - entwickelt wurde und hoffentlich ganz, ganz bald dort zusammengebaut und auf meine Bedürfnisse abgestimmt wird. Als Salzburgerin ist es ein absolutes Highlight, ein Rennrad einer Salzburger Marke fahren zu dürfen!

 

Wie ihr auf den Fotos seht, besteht so ein Bike aus (na no, na ned!) ziemlich vielen Einzelteilen - und ich gestehe, dass ich nicht bei jedem Teil sofort darauf gekommen bin, wo es am fertigen Rad zu finden sein wird. Jedenfalls bin ich ganz schön froh, dass ich es nicht selbst zusammenbauen muss :-).

 

Die ersten Bilder und Eindrücke von der ersten Ausfahrt gibt es hoffentlich schon ganz bald hier am Blog und auf Facebook/Instagram!

Sieht schon ein bisschen nach Bike aus!
Sieht schon ein bisschen nach Bike aus!

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#04 - Das wird mein Jahr!


Nachdem vergangenes Wochenende bereits der erste (Test-)Wettkampf beim Welser Halbmarathon (Staffel) stattfand, wird es wohl allerhöchste Zeit, mir Gedanken zu meinen Plänen für 2017 machen. Der absolute Höhepunkt ist selbstverständlich die EM in Kitzbühel, aber bis dahin gilt es, noch möglichst viel Triathlon-Erfahrung zu sammeln und vor allem auch mit ein paar Lauf-Wettkämpfen an meiner Geschwindigkeit zu feilen, die einfach noch ziemlich ausbaufähig ist. Somit gibt es auch für alle, die es interessiert, einen kleinen Überblick über meine Saison 2017. Natürlich ist es oft gar nicht so einfach, neben einem Vollzeit-Job im Marketing, der manchmal auch meine Wochenenden in Beschlag nimmt, ausreichend Zeit für Training und Wettkämpfe zu finden. Nachdem in diesem Leben aber ohnehin kein Profi mehr aus mir wird, versuche ich, das Ganze locker zu sehen - es soll schließlich einfach Spaß machen!

Rückblick: Staffel in Wels

Vorletztes Wochenende fand am Sonntag der Welser Halbmarathon statt. Wir waren mit unserem Laufverein, den "Naturfreunden Wals" mit zwei Staffeln dort vertreten. Unsere "Elite-Staffel" rund um meine Mama, Mustafe ("unser" Somalier, von dem ich euch sicherlich das eine oder andere Mal noch erzählen werde) und Gogo konnte dort nicht nur die Mixed Wertung gewinnen, sondern kam auch mit einem Vorsprung von rund einer Minute auf die erste reine Herren-Staffel ins Ziel. 

 

Ich selbst war Teil einer Mädels-Staffel und war nicht ganz so happy mit meiner Leistung. Nachdem es teilweise ordentlich regnete und wir relativ spät dran waren, mussten wir das Aufwärmen ausfallen lassen - was ich relativ rasch bereut habe, weil mein Puls gleich am Start derart in die Höhe schoss, was wohl auch daran liegt, dass ich wieder mal viel zu schnell gestartet bin. 

 

Kurz vor dem Ziel war dann jedenfalls Schluss mit lustig, ich musste sogar kurz stehenbleiben, weil mir ziemlich schlecht wurde - leider ein "Kopfproblem", das bei mir bei kurzen Distanzen immer wieder auftritt. Letztendlich habe ich für die 7km knapp unter 35 Minuten gebraucht - absolut keine gute Zeit, aber ganz okay, wenn ich bedenke, dass ich überhaupt keine "schnellen" Läufe absolviert habe, in letzter Zeit.

 



Next stop: Linz!

In etwas mehr als einer Woche folgt dann auch schon eines meiner Saison-Highlights (hoffentlich!) - in Linz möchte ich eeeendlich die 1:50h beim Halbmarathon knacken. Ob ich es tatsächlich schaffe, weiß ich ehrlich noch nicht, nachdem ich in letzter Zeit so oft krank war und immer fast eine Woche lang nicht trainieren konnte, werde ich den Halbmarathon einfach auf mich zukommen lassen und schauen, was möglich ist. 

 

Sollte ich die 1:50er-Marke nicht knacken, gibt es dann immer noch eine zweite Chance für mich - im Herbst werde ich in Verona beim Halbmarathon an den Start gehen, und bis dahin bleibt definitiv noch genügend Zeit, um mich entsprechend vorzubereiten.  

 

Der dritte Halbmarathon in diesem Jahr wird der Seiser Alm Halbmarathon in Südtirol sein, bei dem ich mir aber keine Zeit vornehme, da die Strecke mit 600hm relativ hügelig ist - dort möchte ich einfach nur die traumhafte Kulisse genießen und mir keinen Druck machen.

Die erste lange Einheit nach dem Urlaub
Die erste lange Einheit nach dem Urlaub


Triathlonpläne

Mein erster Triathlon heuer wird die Olympische Distanz beim Linztriathlon am 27. Mai sein. Letztes Jahr habe ich dort meinen ersten "richtigen" Sprint-Triathlon absolviert und war sehr begeistert von der perfekt organisierten Veranstaltung. Bereits eine Woche später wäre die Wolfgangsee Challenge, ob ich auch dort starte, muss ich mir allerdings noch überlegen - wenn, dann wird es wohl auch hier die Olympische Distanz werden.

 

Mit meinen Kollegen werde ich jedenfalls die Firma wieder beim Salzburger Firmen Triathlon vertreten - für alle, die in Salzburg arbeiten und noch nie dabei waren - absolut empfehlenswert und ein Riesen-Spaß! 

 

Und dann ist es auch schon soweit - am 17. Juni 2017 findet der Age Group Bewerb bei der Triathlon Europameisterschaft in Kitzbühel statt ... mein absolutes Highlight - ich bin schon so gespannt, wie das wird. Vermutlich werde ich uuuunglaublich nervös sein :-).

 

 

Voller Fokus auf Kitzbühel!
Voller Fokus auf Kitzbühel!

Weitere wettkämpfe 2017

Ansonsten werde ich voraussichtlich noch bei folgenden Wettkämpfen starten:

 

- 10km Distanz beim Oichtental Halbmarathon / 23. April 2017

- Ritzenseelauf in Saalfelden / 30. April 2017

- Seiser Alm Halbmarathon (ITA) / 2. Juli 2017

- TRIZELL / 29. Juli 2017

- Oktoberlauf / 26. Oktober 2017

- Höglwörther See Lauf / 5. November 2017

- Verona Halbmarathon / 19. November 2017

- Silvesterlauf Seekirchen / 31. Dezember 2017

 




#02 - ES LÄUFT ... meistens!


Unglaublich, wie die Zeit vergeht! Ich muss sagen, ich freu mich inzwischen schon richtig auf den Frühling - darauf, die Laufschuhe auch mal gegen das Rennrad zu tauschen und nach der Arbeit nicht immer im Dunkeln laufen zu müssen. Auch meine Pläne für die kommende Saison werden immer konkreter, und damit steigt auch die Motivation, im Training Gas zu geben. Leider macht mir momentan des Öfteren die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung - zum Glück steht jetzt aber erst mal eine Woche Urlaub - und somit Sonne, Strand und Meer - auf dem Programm!

Back to training

Nachdem ich Anfang Februar beruflich auf der ISPO tagelang komplett eingespannt war, ging trainingsmäßig leider in letzter Zeit nicht viel. Die Messe selbst war aber wieder cool und wir als Firma blicken auf den mit Sicherheit erfolgreichsten "Messe-Auftritt" der letzten Jahre zurück.

 

Kaum zurück aus München, ging es dann gemeinsam mit meiner Kollegin auch gleich weiter nach St. Moritz zur Alpinen Ski-WM - ein richtig cooles Erlebnis. Wir war aber auch ziemlich erleichtert darüber, dass wir dorthin eingeladen worden sind und auch die übrigen Kosten die Firma übernommen hat - man spürt dort quasi, wie einem das Geld aus der Tasche gezogen wird :-).



Trainingsalltag

Wieder zurück war ich dann wirklich motiviert, endlich wieder weiter zu trainieren. Der Trainingsplan hatte es aber (für mich) auch in sich - viiiiele Laufkilometer und wenig Regenerationspausen ... Der Muskelkater hat mir dann Ende der Woche schon so zu schaffen gemacht, dass ich erst mal zwei Ruhetage gebraucht habe und nun ein paar lockere Einheiten anstehen.

 

Das "Highlight" war ein intensives Intervall-Training auf der Bahn in Rif - ich war richtig froh, dass nach dem ersten Drittel meine Mama gekommen ist und den Rest des Trainings gemeinsam mit mir absolviert hat ... ich war tatsächlich kurz davor, aufzugeben, weil meine Beine einfach richtig müde waren. Am Ende war ich aber dann superzufrieden mit mir und stolz, dass ich es auch wirklich bis zum Ende durchgezogen hab. Zu zweit geht's halt einfach leichter!

 


Es wird ernst ...

In Linz durfte ich mir vergangene Woche beim Österreichischen Triathlonverband auch schon einen Teil meiner Bekleidung für die EM abholen - das absolute Highlight ist natürlich der Wettkampf-Anzug ... mit meinem eigenen Namen drauf! Irgendwie wird mir schön langsam bewusst, WIE aufregend der 17. Juni 2017 letztendlich für mich werden wird.

 

So gut das Training grundsätzlich auch läuft - was mich zur Zeit (wieder einmal) extrem nervt, ist meine Gesundheit. Seit Jahresbeginn bin ich immer wieder stark verkühlt und musste immer wieder fast eine Woche lang pausieren - mein Körper scheint sich mit dem neuen Trainingsumfang nicht ganz so anzufreunden, und natürlich sind die niedrigen Temperaturen draußen und die Heizungsluft nicht die besten Bedingungen, wenn man ohnehin schon dauernd krank ist und ein geschwächtes Immunsystem hat. Nun gibt es erst mal eine Immun-Kur und jede Menge homöopathische Mittelchen, die mir hoffentlich helfen. Das wäre auch wirklich wichtig, weil Anfang April der Linz Halbmarathon auf meinem Programm steht - und dort möchte ich natürlich eine gute Leistung abliefern, muss mir jetzt aber auch eingestehen, dass ich aufgrund des häufigen Trainings-Ausfalls aufgrund meiner Gesundheit vielleicht noch keine (für mich) richtig gute Zeit schaffen werde. Aber bis dahin sind's ja noch vier Wochen, also mal schauen. Zunächst geht es nämlich morgen ... 


... ab ins warme!

Ich kann's ja eigentlich noch gar nicht glauben, aber morgen um diese Zeit sitze ich schon im Flugzeug von Salzburg nach Wien - und vorn dort geht es dann, gemeinsam mit meiner Freundin Kathi und ihrem Freund Nik, nach MAURITIUS! Wir hatten schon relativ lange mit der Idee gespielt - und vor zwei Wochen dann auch gebucht. Auf Mauritius selbst haben wir uns ein cooles Apartment in einer kleinen Anlage mit Pool in Le Morne ausgesucht - Meeresblick inklusive. Ich zähl natürlich schon die Stunden und freu mich, endlich mal ins Warme zu kommen und ein paar Lauf- und Schwimmeinheiten "im Paradies" zu absolvieren ... im Vordergrund stehen aber definitiv Urlaub und Erholung!



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#01 - Ready for season 2017


Nach meinem "Blog-Launch" letzte Woche hab ich mich wirklich sehr über das positive Feedback gefreut, das ich bekommen habe. Das motiviert mich natürlich, auch diese Woche wieder ein bisschen "in die Tasten" zu hauen - und darüber zu berichten, wie mein Training im Moment so aussieht. Gerade der Winter ist ja die perfekte Zeit, um sich optimal auf die neue Saison vorzubereiten und an Dingen wie Grundlagenausdauer und Technik zu feilen. Denn: Die ersten Wettkämpfe und vor allem die EM in Kitzbühel sind gar nicht mehr so weit entfernt. - Deshalb bin ich auch extrem dankbar, dass ich seit ein paar Monaten nach einem Trainingsplan trainieren kann, den mir ein guter Bekannter geschrieben hat, der in diesem Bereich viele wertvolle Tipps für mich parat hat.

Schwimmen: Fokus auf technik

Nachdem die Hallenbad-Situation in Salzburg derzeit ja nicht gerade prickelnd ist, bin ich froh, dass ich jeden Mittwoch in der Gruppe trainieren kann. Unter der Leitung eines Trainers liegt hier derzeit der Fokus auf der individuellen Verbesserung unserer Technik und dem Aufbau der Ausdauer, damit wir in einigen Wochen dann auch beim Training im See etwas längere Distanzen überleben :-). Jeden Mittwoch um 7:00 Uhr in die (glücklicherweise halbwegs warmen) Fluten des Aya-Bads zu springen, erfordert natürlich eine gewisse Überwindung - es fällt aber deutlich leichter, wenn man nicht alleine ist!

 

Trainingseinheit in der Rupertustherme
Trainingseinheit in der Rupertustherme


Bike: Der rollentrainer & Ich

Zusammen mit meinem Airstreeem-Rennrad habe ich 2015 einer Freundin auch gleich einen Rollentrainer abgekauft - in der festen Annahme, dass ich ab sofort auch viel Zeit beim Indoor-Training verbringen werde.

 

Nachdem ich dann die erste "Einheit" nach ungefähr zehn Minuten wieder beendet habe, weil mir einfach zu langweilig war, hab ich festgestellt, dass das Indoor-Training vielleicht nicht so ganz mein Ding ist, und das Gerät gleich mal in den Abstellraum verbannt. Dementsprechend fiel auch meine Begeisterung aus, als ich beim ersten Blick auf meinen Trainingsplan feststellen musste, dass mir auch Einheiten am Rollentrainer bevorstehen würden. Die erste Einheit habe ich relativ lange hinausgezögert, da man im Herbst dank warmen Temperaturen auch immer wieder draußen radeln konnte - mit Winterbeginn verstärkte sich aber dann doch der Druck, den ungeliebten Rollentrainer wieder auszupacken und etwas länger darauf durchzuhalten. Glücklicherweise beschränken sich meine Einheiten generell auf "lockeres Dahin-Radeln", was inzwischen - vor allem dank Sportübertragungen im Fernsehen - für 1-2h auch ganz gut klappt.

 

Mit Sport im TV geht's leichter ...
Mit Sport im TV geht's leichter ...

Laufen: Slow down ...

Das Wichtigste, was ich Ende des letzten Jahres lernen musste, ist, dass ich vor allem beim Laufen bisher immer viel zu schnell trainiert habe. Für mich war es ganz logisch, dass man im Training immer "Vollgas" trainieren muss, um auch im Wettkampf schnell zu sein - ein Fehler, den nicht nur ich gemacht habe. Natürlich dürfen auch intensive Einheiten nicht fehlen, in meinem Fall war es aber so, dass ich vor allem beim Laufen immer sehr nahe am Wettkampf-Tempo trainiert habe, mein Puls gleich zu Beginn in die Höhe geschossen ist und ich somit auch danach immer extrem ausgepowert war. Das führt dann natürlich auch dazu, dass die Motivation entsprechend sinkt, schließlich macht man sich ja nicht freiwillig mehrmals die Woche komplett "fertig". Somit stehen derzeit, auch aufgrund der niedrigen Temperaturen und winterlichen Streckenverhältnissen, großteils längere, lockere Einheiten am Programm - die ich am Liebsten mit meiner Mutter oder Freundinnen absolviere.

 

Winterliche Laufrunde in Hallwang
Winterliche Laufrunde in Hallwang

Mehr als nur swim/Bike/RUN!

Zusätzlich zum Ausdauertraining steht bei mir im Moment auch Kraft- bzw. Stabitraining am Programm - außerdem versuche ich, nach jedem Training am Abend noch meine Dehnübungen zu machen, auch, wenn ich sie leider immer wieder vergesse.

 

Und auch abseits vom Schwimmen, Radfahren und Laufen gibt es derzeit für mich viele Möglichkeiten, um die Grundlagenausdauer zu verbessern - und nachdem ja vor einigen Wochen der Winter hier in Salzburg angekommen ist, bieten sich einige Aktivitäten im Schnee an, auf die ich auch wirklich ungern verzichten würde: Skitouren und Langlaufen sind hier meine absoluten Favoriten - es gibt für mich einfach nichts Schöneres, als Zeit im Freien zu verbringen!

Skitour auf's Stahlhaus
Skitour auf's Stahlhaus

Regeneration muss sein

Von der Verteilung der Einheiten her sieht es bei mir derzeit so aus, dass ich eigentlich immer zwei oder drei Tage Belastung mit einem anschießenden Ruhetag habe. Das versuche ich derzeit, so gut es geht, durchzuziehen - baue aber auch mal einen zusätzlichen Ruhetag ein, wenn ich mich nicht fit fühle. Da ich auch in zwei Vereinen (Lauftreff Naturfreunde Wals und USC Siezenheim) bin, sind meine Trainingsaktivitäten am Wochenbeginn relativ fix - Freitag bis Sonntag hingegen ist etwas flexibler:

 

- Montag: lockeres Lauftraining

- Dienstag: Kraft-/Koordinationstraining

- Mittwoch: Schwimmtraining in der Früh

- Donnerstag: Ruhetag

- Freitag: lockere Radeinheit

- Samstag: lange Lauf-Einheit

- Sonntag: lockere Lauf-Einheit, Skitour oder Ruhetag



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